Julia Herzberg ist eine deutsche Historikerin.
Leben Sie wurde in Dresden geboren und studierte Deutsch, Geschichte und Russisch in Köln, Wolgograd und Moskau. Nach der Promotion an der Universität Bielefeld 2010/2011 war sie wissenschaftliche Mitarbeiterin am Rachel Carson Center for Environment and Society der LMU München und seit Oktober 2013 als akademische Rätin am Lehrstuhl für Neuere und Osteuropäische Geschichte der Albert-Ludwigs-Universität Freiburg. Von 2016 bis 2023 lehrte sie als Professorin für Geschichte Russlands/Ostmitteleuropas in der Vormoderne in München.Ausrichtung der Professur Julia Herzberg bei der LMU. Abgerufen am 23. Oktober 2019.
Ihre Forschungsschwerpunkte sind die Geschichte Russlands vom Mittelalter bis ins 20. Jahrhundert und Russland im Zeitalter der Aufklärung, die Wissenschafts-, Technik- und Umweltgeschichte Ostmittel- und Osteuropas, die populäre Autobiographik/Biografieforschung, Historiographiegeschichte sowie religiöse Praktiken.Kurzbiografie Julia Herzberg bei der LMU. Abgerufen am 23. Oktober 2019.
Ihr Buch Ice and Snow in the Cold War. Histories of Extreme Climatic Environments, welches von ihr zusammen mit Christian Kehrt und Franziska Torma herausgegeben wurde, erhielt 2019 den Atmospheric Science Librarians International (ASLI) CHOICE Honorable Mention Award.
Seit Oktober 2023 ist sie stellvertretende Direktorin des Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) und Professorin für die Kulturgeschichte des östlichen Europa an der Universität Leipzig.Persönliche Webseite beim GWZO. Abgerufen am 7. November 2023.
Mitgliedschaften Julia Herzberg ist unter anderem Mitglied in Folgenden Beiräten und Institutionen:
Mitglied des Wissenschaftlichen Beirates des »Max Weber Netzwerk Osteuropa« (Seit 2025) Gründungsmitglied des »Netzwerkes Nachhaltige Wissenschaft« (Seit 2024) Mitglied des Vorstandes »Graduate School Global and Area Studies«, Universität Leipzig (Seit 2023) Mitinitiatorin der Initiative #metoohistory (Seit 2023) Mitglied der Internationalen Georg-Wilhelm-Steller-Gesellschaft e.V. (Seit 2022) Mitglied des Verbandes der Historiker und Historikerinnen Deutschlands (VHD) (Seit 2021) Mitglied der Auswahlkommission des DAAD für Forschungsstipendien aus Osteuropa, Zentralasien und Südkaukasus (Seit 2019) Mitglied des Verbandes der Osteuropahistorikerinnen und -historiker e.V. (VOH) (Seit 2018) Mitglied des Academic Board, Promotionsprogramm »Environment and Society«, LMU München (Seit 2016) Mitglied der European Society for Environmental History (Seit 2013) Mitglied des »Zentrums für Biographik« (Sprecherin des Zentrums, 9/2010–9/2012) (Seit 2008) Frühere Mitgliedschaften:
Mitglied des DFG-Netzwerks »Russian Ecospheres Forms of Ecological Knowledge in Russian Literature, Culture and History« (2022–2024) Mitglied des Zentrums für Mittelalter- und Renaissancestudien (ZMR) an der LMU München (2021–2023) Principal Investigator und stellvertretende Gleichstellungsbeauftragte der neu aufgestellten Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien an der Universität Regensburg (2020–2023) Gutachtertätigkeit bei der Evaluation der Czech Academy of Sciences für den Zeitraum von 2015 bis 2019 (2020) Principal Investigator des SFB 1369 »Vigilanzkulturen. Transformationen – Räume – Techniken« (2019–2023) Frauenbeauftragte der Fakultät für Geschichts- und Kunstwissenschaften der LMU München (2017–2021) Mitglied des Fakultätsrates der LMU München (2017–2021) Principal Investigator der Graduiertenschule für Ost- und Südosteuropastudien an der LMU München und der Universität Regensburg (2017–2023) Principal Investigator des Schwerpunktes »Modelle des Wandels. Funktionen, Semantiken, Praktiken in der Neuzeit« am Center for Advanced Studies der LMU München (2017–2018) Mitglied des Steering Committee »Landwirtschaft zwischen Idyll und Dystopie: Grüne Gentechnik als Projektionsfläche von Naturbildern« am Center for Advanced Studies in München (2010–2012) Mitglied der Auswahlkommission des DAAD für Stipendiaten in die GUS (2003–2004)
Schriften (Auswahl) als Herausgeberin mit Christoph Schmidt: Vom Wir zum Ich. Individuum und Autobiographik im Zarenreich. Wien 2007, ISBN 3-412-16506-9. als Herausgeberin mit Horst Förster und Martin Zückert: Umweltgeschichte(n). Ostmitteleuropa von der Industrialisierung bis zum Postsozialismus. Göttingen 2013, ISBN 978-3-525-37303-3. Gegenarchive. Bäuerliche Autobiographik zwischen Zarenreich und Sowjetunion. Bielefeld 2013, ISBN 978-3-8376-2136-5. als Herausgeberin mit Christian Kehrt und Franziska Torma: Ice and Snow in the Cold War. Histories of Extreme Climatic Environments. New York 2019, ISBN 978-1-78533-986-8.
als Herausgeberin mit Olga Trufanova: Food and Body in Colonial Contexts, 1600-1900. Brepols, 2025. als Herausgeberin mit Andreas Renner und Ingrid Schierle: The Russian Cold. Histories of Ice, Frost, and Snow. Berghahn, New York 2025, https://doi.org/10.3167/9781800731271.
Weblinks Offizielle Website von Julia Herzberg am Leibniz-Instituts für Geschichte und Kultur des östlichen Europa (GWZO) Biographie und Literatur von Julia Herzberg bei ORCID
Einzelnachweise
Kategorie:Umwelthistoriker Kategorie:Osteuropahistoriker Kategorie:Hochschullehrer (Ludwig-Maximilians-Universität München) Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1978 Kategorie:Frau