mini|Bombardierung von Monte Cassino mini|Klosterruinen von Monte Cassino mini|Deutsche Fallschirmjäger mini|Britische Infanteristen bei Monte Cassino mini|Klosterberg Monte Cassino im Jahr 2014 Sie fielen vom Himmel ist einer der bekanntesten Kriegs-, Arzt- und Liebesromane von Heinz G. Konsalik aus dem Jahr 1958, der in den Jahren 1943 bis 1944 vor dem Hintergrund der Schlacht um Monte Cassino spielt. Das Buch ist in fünf Kapitel gegliedert. Es wurde unter dem Titel Fertigmachen zum Heldentod von April bis Juni 1960 in Episoden auch in der Illustrierten Revue veröffentlicht.
Inhalt Klappentext
Handlung Am 9. September 1943 um 3 Uhr nachts beginnt die alliierte Landung auf Italien. Mehrere britische Divisionen gehen an Land. Deutsches Artilleriefeuer fordert hohe Opfer bei den alliierten Marineinfanteristen. Sie planen mit Luftlandetruppen den Deutschen in den Rücken zu fallen und ihnen den Weg abzuschneiden.
Am 10. September kommen auf dem römischen Hauptbahnhof Termini Urlauberzüge an, die Verstärkungen in das Kampfgebiet bringen sollen. Darunter sind auch Dr. Pahlberg und Schwester Renate, ein Liebespaar, das sich trennen muss.
Das Land ist unruhig geworden. Überall haben die Partisanenaktivitäten stark zugenommen.
Bei Battipaglia kämpften deutsche Fallschirmjäger gegen eine große britische Übermacht. Die britische 8. Armee will sich mit der amerikanischen vereinigen. Sie müssen die Lage an der Salernofront dringend stabilisieren, da die deutsche 29. Panzergrenadierdivision genau dazwischen steht.
Major Caspar von der Breyle bekommt Besuch von seinem Sohn, Leutnant Jürgen von der Breyle. Während der Vater noch an den Endsieg glaubt, plagen den Sohn Sorgen um die Sinnlosigkeit des Krieges.
Die 3. Fallschirmjägerkompanie ist Battipaglia eingeschlossen, der Nachschub unterbrochen und die Landser müssen sich selbst um ihre Versorgung kümmern. Für wertlose Scheine der Winterhilfslotterie kaufen sie einem alten Bauern ein Mastschwein ab und bereiten daraus feldmäßig Schweinebraten zu.
Stabsarzt Dr. Pahlberg ist mit seinem Vorgesetzten Oberstabsarzt Dr. Heitmann im Feldlazarett von Eboli tätig. Sie müssen im Schnellverfahren 500 Schwerverwundete behandeln. Es muss wegen des Fehlens vieler medizinischer Gerätschaften (z. B. Überdruck-Äthernarkose-Apparat) stark improvisiert werden und aus Zeitgründen bleiben bei den vielen Schussverletzungen (Milzschuss, Lungendurchschuss, Wirbelsäulensteckschuss u. v. m.) Desinfektion und Asepsis meist auf der Strecke. Es kommt u. a. ein junger Mann mit einer lebensbedrohlichen Zwerchfellverletzung auf den Operationstisch. Es gibt schon Schwierigkeiten bei einfachen Dingen wie der Blutgruppenbestimmung. Häufig haben die Verwundeten keine Laufzettel vom Hauptverbandsplatz bekommen oder ihre Erkennungsmarkeauf der Rückseite ist die Blutgruppe und der Rhesusfaktor vermerkt verloren. Die Operation ist äußerst kompliziert, da die Milz, als das blutreichste Organ des Menschen, in der Bauchhöhle zerrissen ist und der junge Soldat akut zu verbluten droht. Da eine Rillensondevon Erwin Payr entwickeltes chirurgisches Besteck fehlt, muss Dr. Pahlberg die Baucharterien ertasten und sie mit den bloßen Händen abbinden. Der nächste Patient, der eine schwere Granatsplitterverletzung hat, kommt nicht durch. Dr. Pahlberg ist schockiert über die fehlende Menschlichkeit und den Fatalismus, mit dem Dr. Heitmann die OPs im Feldlazarett leitet. Auch bei einem Bauchschuss (MG-Garbe, sieben Einschüsse, fünf Ausschüsse neben der Wirbelsäule und zwei Steckschüsse im Darm) ist die ärztliche Kunst machtlos.
In Rom macht sich Renate Wagner auf den Weg ins Lazarett in Eboli. Zur Front gibt es derzeit keine Telefonleitungen. Man erklärt sie für verrückt, weil sie unbedingt in den Salerno-Raum möchte, der jeden Moment droht, vollständig eingekesselt zu werden. Ihr Vorgesetzter, ein Oberst und Chef der Lazaretthilfskräfte untersagt ihr die Bitte, zusammen mit ihrem Verlobten Pahlenberg bei der kämpfenden Truppe in Eboli zu arbeiten, sondern sie soll weiterhin ihren Dienst in Rom verrichten. In der Nähe der Caracalla-Thermen trifft sie eine Lazarettstaffel, die gerade auf dem Weg zur Front ist. Renate will sich ihnen anschließen, doch der befehlshabende Stabsarzt lehnt dies vehement ab.
In der Nacht vom 13. auf den 14. September 1943 landen alliierte Luftlandetruppen, um Kesselrings Gegenschlag zu verhindern. Es droht ein zweites Dünkirchen zu werden. Die 4. Fallschirmjägerdivision drängt von Battipaglia in Richtung Salerno. Hauptmann Gottschalk, der mit der 3. Kompanie Battipaglia im Handstreich genommen hat, ist von Oberst Stucken für das Ritterkreuz vorgeschlagen worden. Major von der Breyle hat sich im Zorn von seinem Sohn Jürgen getrennt, der ihm jetzt zukommen lässt, dass er mit seiner Einheit 70 % Verlust erlitten hat und 183 Briefe an die Eltern der Gefallenen mit der Aufschrift „In stolzer Trauer“ zu schreiben hat.
Erwin Müller 17,aufgrund der Häufigkeit der Nachnamen Müller, Meier etc. wurden diese der Einfachheit halber durchnummeriert der Mann mit der Gesäßverletzung, will nicht in ein Lazarett. Die Männer sind mit kaum etwas anderem als der Nahrungsbeschaffung beschäftigt. Sie haben ein italienisches Bauernmädchen aufgegriffen und wollen sie gemeinschaftlich missbrauchen. Doch Hauptmann Gottschalk kann dies verhindern. Am 14. September 1943 sind die alliierten Fallschirmjäger gelandet. Mitten in der Nacht setzen von der Seeseite wieder Schiffsgeschütze ein. Dazu schwere Bombenangriffe. Für die deutschen Fallschirmjäger, die in Erdstellungen um Persano liegen, ein großer Schock. Die Luftlandungen treffen auch Leutnant Jürgen von der Breyle an der Sele-Brücke. Zuvor hatte er noch ein Gespräch mit seinem Vater gehabt, was jedoch jäh unterbrochen wurde. Es sind 1900 alliierte Fallschirmjäger, die auf nur 1,2 km²Heinz Konsalik: Sie fielen vom Himmel. Neuer Kaiser Verlag, 2005, ISBN 3-453-00073-0, S. 63. landen und die Deutschen gewaltig unter Druck setzen. Die 3. Kompanie, die auf eine Kampfgruppe von nur noch 70 Mann zusammengeschmolzen ist und sich hinter Eboli am Tusciano-Fluss befindet, bekommt sofort Feindberührung. Die Gruppe Maaßen der 3. Kp hat überlebt. Sie soll als Sturmgruppe in Reserve bleiben. Jürgen von der Breyle wird vermisst.
In den Monti Picentini im kampanischen Apennin lernt Felix Strahmann das Mädchen Maria Armenatadie „Bewaffnete“ kennen. Er hatte vom Kompaniechef Gottschalk den Auftrag erhalten, mit einem BMW-Krad nach Cotursi zu fahren und dort um die Zuteilung neuer Granatwerfer zu bitten. Es wird eine gefährliche Meldefahrt durch die italienische Bergwelt. Oberst Stucken hatte als Divisionsbefehl herausgegeben, dass bei Partisanen keine Gefangenen mehr gemacht werden duften und sie sofort nach Ergreifung standrechtlich zu erschießen seien. Auf der Straße begegnet ihm ein hübsches Mädchen mit Tonkrügen beim Wasserholen. Sie kann ein wenig Deutsch und sagt, dass ihre Mutter sehr krank sei. Die beiden sind sich sympathisch und verabreden sich wiederzusehen. Als Strathmann weiterfährt, trifft sich Maria mit dem Partisan Emilio Bernatti. Dieser will von ihr alles wissen, wo die Fallschirmjäger liegen, welche Befehle sie haben etc. Er droht ihr, weil sie mit dem Deutschen geflirtet hat. Auf Bernatti, Mario Dragomare und Francesco Sinimbaldi hat die deutsche Wehrmachtsleitung 1000 Mark gesetzt. Die italienischen Partisanen haben sich mit britischen Sabotagekolonnen vereinigt. Die Gruppe Bernatti hat den Auftrag, den deutschen Fallschirmjägern die Rückzugswege über die Berge abzuriegeln.
Das Absetzen der britischen Fallschirmtruppen im Rücken der deutschen 10. Armee hat im Kommando der Wehrmacht in Rom einen großen Schock ausgelöst. Es musste Nachrichtendisziplin gehalten werden, um die italienischen Partisanen nicht dazu zu ermutigen, gegen den deutschen Nachschub noch härter und konsequenter zuzuschlagen. Renate arbeitet in dem Römer Lazarett. Dabei wird sie Zeugin vieler menschlicher Schicksale. So das von Leutnant Horst Braun. Dieser hat einen einfachen Unterschenkeldurchschuss. Durch unzureichende Versorgung und Desinfektion ist daraus jedoch ein schwerer eitriger Wundbrand geworden und das komplette Bein muss ihm vom Gelenk her herausgeschält und amputiert werden. Dieser ist traumatisiert und will, dass Renate seine Uniform wegwirft. Doch sie nimmt dem Patienten diese ab und will sich damit als Fallschirmjäger mit dem fingierten Namen Leutnant Reinhold Wagner ausgeben, um auf abenteuerlichem Wege zu ihrem Erich zu gelangen. Feldwebel Hugo Lehmann III beaufsichtigt die Fallschirmjägerlehrabteilung 2 auf einem Übungsplatz zwischen Rom und Monterosi. Das Lehrbataillon soll aufgrund der fatalen Lage an der Front aufgelöst werden. Bei der Truppe ahnt man schon, dass der Krieg irgendwann eine dramatische Wendung nimmt und schließlich auf deutschem Boden ausgetragen wird.
Das Feldlazarett von Stabsarzt Dr. Pahlberg ist nach Benevento verlegt worden. Gina die Frau von Mario Dragomare, dem Partisanen, erwartet ein Kind. Schmerzhafte Wehen kündigen eine äußerst komplizierte Geburt an. Der Kopf des Kindes ist zu groß. Er passt nicht durch den Geburtskanal und hat sich festgeklemmt. Weder die alte Hebamme noch ein heilkundiger Dorfbewohner können helfen. Obwohl auf Emilio Bernattis Kopf 100.000 Lire ausgesetzt sind und dem Versteck der Partisanen die Vernichtung durch Vergeltungsmaßnahmen der Wehrmacht droht, müssen sie es wagen und als letzte Rettung den deutschen Arzt aus dem Lazarett holen. Major Caspar von der Breyle ist zu Tode betrübt. Er muss seiner Frau in Deutschland schreiben, dass ihr Sohn vermisst ist, doch er hat keine Kraft dazu. Die Hoffnung, dass Jürgen wie durch ein Wunder überlebt haben könnte, ist zum Verschwinden gering. Die Leiche seines Kameradens wurde bereits geborgen. Oberst Stucken hat Mitleid mit seinem Ib. Er weiß, wie ein Vater in einer solchen Situation fühlen muss. Der Schmerz ist umso größer, da es sich um ihr einziges Kind, ihren „Kronprinzen“ handelt. Der Divisionskommandeur bietet sich an, den Brief an seine Frau zu schreiben.
Felix Strathmann will Maria Armenata wiedersehen. Er hat die Fliegerschokolade Schoka-Kola dabei. Doch Maria erscheint nicht und diese Tatsache rettet Strathmann das Leben. Unterdessen begibt sich Mario Dragomare mit seiner hochschwangeren Frau ins Tal und sucht Dr. Pahlberg auf. Dieser operiert in einem Haus, während der Stadtrand von Eboli mit Artilleriegranaten beschossen wird. Dr. Pahlberg und seine OP-Mannschaft hatten gerade den letzten Verwundeten versorgt und die Transporte an weitere Sammelstellen weitergeleitet. Ausrüstung und Instrumente waren bereits verpackt, um Verlegen zu können. Gina ist am Ende ihrer Kräfte, sie hat neun Stunden Wehen hinter sich. Pahlberg war nur als junger Assistenzarzt einmal in der Gynäkologie gewesen. Er traut sich diesen Eingriff nicht zu. Dennoch will er bei dieser Steißlage die Hick’sche Wendung anwenden, was jedoch nicht funktioniert. Es rettet nur ein Kaiserschnitt. SanFeldwebel Krankowski ist speiübel, denn seine Frau ist beim dritten Kind durch Aortenriss verblutet. Und jetzt erinnert ihn Gina an seine verstorbene Frau. Der Unterleib der narkotisierten Frau wird mit Jod desinfiziert und dann schneidet Dr. Pahlberg. Sie fördern die Gebärmutterblase mit dem Kind ans Licht. Es muss sehr schnell gehen, damit das Kind nicht erstickt oder bleibende Schäden davonträgt. Es ist ein lebendiges Mädchen. Die Bauchhöhle der Mutter wird von Blutresten gereinigt und mit Sulfonamid gegen Bauchfellentzündung desinfiziert. Sie haben nicht einmal Kochsalzlösung, um die stark geschwächte Frau wiederzubeleben. Draußen geht der Krieg weiter und die 5. Armee rückt gegen Eboli vor. Doch Bernatti ist überglücklich.
Zeitgleich befiehlt Stucken ein Antipartisanenkommando, um die pausenlosen Anschläge auf Personal und Ausrüstungsgegenstände der Wehrmacht zu beenden. Major Caspar von der Breyle wird mit dieser Aufgabe betraut.