mini|hochkant|Madonna di San Francesco mini|hochkant|Porträt des Knaben Juri Peter Lutz (* 1799 in München; † 1867 ebenda) war ein deutscher Kupferstecher, Zeichner, Maler und Lithograph.

Leben Lutz erhielt seine Ausbildung im Zeichnen bei Robert von LangerLudwig Schorn (Hrsg.): Kunstblatt. Band 15, Nr. 71, 4. September 1834, S. 284 (). und erlernte die Technik des Kupferstechens bei Christoph Heß. Zwei seiner Zeichnungen gelangten in die Sammlung Maillinger in München. Sehr gelobt wurden sein Kupferstich der Dresdner Maria auf den Wolken von Bagnacavallo, an dem er mehrere Jahre lang gearbeitet hatte,Sonntagsblätter für heimathliche Interessen, redigirt von Ludwig August Frankl. S. 559 ()Ramenghi, Bartolommeo. In: Die Künstler aller Zeiten und Völker… Band 3: M–Z (= Neuestes Künstlerlexikon Band 3). Ebner & Seubert. Stuttgart 1864, S. 313 () und seine Reproduktion der Madonna di San Francesco von Correggio.Morgenblatt für gebildete Leser. 36. Jahrgang 1842, darin: Neue Kupferstiche. In: Kunstblatt. Nr. 3, 11. Januar 1842, S. 10 () Für den Stich nach Bagnacavallo wurde er am 9. November 1841 vom König von Preußen mit der großen goldenen Huldigungs-Medaille ausgezeichnet, was im Bayerischen Volksfreund wie folgt kommentiert wurde:

Lutz hatte den Stich im Auftrag der Rittnerschen Kunsthandlung von Ernst Arnold in Dresden geschaffen. Auch das gezeichnete Porträt des brasilianischen Knaben Juri und wahrscheinlich auch die Porträtzeichnung des Mädchens Miranha stammen von Lutz.Klaus Schönitzer: From the New to the Old World. in: Journal fünf Kontinente. 1, 2014/15, S. 78–105, S. 95, Abb. 11 und 12 (Digitalisat) Die Kinder wurden 1820 aus Südamerika nach Europa gebracht und starben bald nach ihrer Ankunft. Sie sind auch auf einem Grabrelief von Johann Baptist Stiglmaier dargestellt. Die Porträtzeichnungen befinden sich in der Bayerischen Staatsbibliothek in München. Lutz signierte offenbar mit „P. Lutz“. Nagler erwähnt eine Lithographie eines „P. Lutz“ nach einem Gemälde von Alexander Maximilian Seitz, das die von Engeln in den Himmel getragene heilige Katharina darstellt.2130. Alexander Maximilian Seitz. In: Georg Kaspar Nagler: Die Monogrammisten und diejenigen bekannten und unbekannten Künstler … welche sich zur Bezeichnung ihrer Werke eines figürlichen Zeichens, der Initialen des Namens, der Abbreviatur desselben … bedient haben …. 4. Band, München 1864, S. 671–372 () Eine Kopie des Robert-Junius-Porträts von Cornelis Visscher stammte ebenfalls von P. Lutz.Johann Wussin: C. Visscher. Verzeichniss seiner Kupferstiche bearbeitet von J. W. Leipzig 1865, S. 58 () Ein Stahlstich von P. Lutz nach der Tyrolerin von Bodmer wird 1870 im Börsenblatt für den deutschen Buchhandel erwähnt.Börsenblatt für den deutschen Buchhandel Leipzig. S. 869 () Wolfgang Vomm erwähnt eine Zeichnung eines Reiterstandbildes, die P. Lutz 1830 anfertigte.Wolfgang Vomm: Reiterstandbilder des 19. und frühen 20. Jahrhunderts in Deutschland zum Verständnis und zur Pflege eines traditionellen herrscherlichen Denkmaltyps im Historismus. Band 1, Köln 1979, S. 178 ()

Es ist möglich, dass Lutz sein Geld zum Teil auch mit Zeichenunterricht verdiente: Ein P. Lutz, der eine Zeichenschule in der Windenmachergasse 7 betrieb, inserierte im 19. Jahrhundert in München mehrmals in der Presse.So z. B. 1850 im Münchener Tagblatt, vgl. Münchener Tagblatt, S. 1076 () und 1845 im Bayerischen Volksfreund, vgl. Der bayerische Volksfreund, S. 200 (). 1855 hatte sich dieser P. Lutz im Ruffinihaus Nr. 1 niedergelassen und bot weiterhin privaten Zeichenunterricht an,Münchener Bote für Stadt und Land. S. 356 () 1856 hatte er erneut seinen Wohnsitz gewechselt.Münchener Bote für Stadt und Land. S. 194 ()

Literatur

Weblinks

Einzelnachweise

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