mini|Die Kirche im Ortsbild von Süden (2010) mini|Die Kirche von Westen (2007) Die Kirche St. Benignus ist eine evangelische Dorfkirche in der Umgebung von Erfurt. Sie liegt im Ortsteil Bischleben im sogenannten Mauergäßchen, das die Straßen In der Linde und die Backhausstraße verbindet. Mit Möbisburg und Rhoda gehört sie heute zum Evangelischen Kirchspiel Bischleben.

Geschichte Die unteren Turmteile der Kirche stammen noch von einem Vorgängerbau aus romanischer Zeit. Das Patronat bezieht sich auf den heiligen Benignus von Dijon, einem aus Kleinasien stammenden Missionar und Märtyrer.

1419 wurde die heutige Kirche erstmals erwähnt. Es handelte sich offenbar um eine einschiffige Saalkirche mit dreiseitig polygonalem Ostabschluss, der westlich der ältere Turm vorgelagert war.Website Stadt Erfurt, abgerufen am 9. September 2019 1470 (Bauinschrift) wurden Umbauten vorgenommen.

Während der Reformationszeit wurde die Kirchengemeinde evangelisch. 1551 (Bauinschrift) erfolgte ein weiterer Umbau. 1650 wurden Schäden infolge des Dreißigjährigen Krieges beseitigt. 1699 erhielt der Turm seine heute noch vorhandene welsche Haube mit Laterne. 1716 wurde das Kirchenschiff unter Einbeziehung älterer Bauteile als Saalkirche neu erbaut. Sie erhielt innen eine dreiseitige, zweigeschossige Empore, deren Pfeiler ein Spiegelgewölbe tragen.

1950 kam Bischleben mit St. Benignus zum Erfurter Stadtgebiet. 1957 wurden drei neue Glocken gegossen und im gleichen Jahr vom damaligen Thüringischen Landesbischof Moritz Mitzenheim feierlich geweiht. Damals gehörte Bischleben zum Kirchenkreis Gotha.

1961 erfolgte der Einbau einer neuen Orgel. 1983 wurde der Innenraum neu ausgemalt, ein neuer Außenputz erfolgte 1987. 1993 wurden Kirchendach und Turm neu eingedeckt. 2005 erfolgten weitere Außenrenovierungen. Ausstattung mini|Skulptur des Hl. Benignus (2017) Barocker Kanzelaltar Gemauerte Gruft unter dem Altarraum, Vier Grabplatten und drei Epitaphien aus der Zeit zwischen 1586 und 1732 Skulptur des Heiligen Benignus von Dijon, von Thomas Nicolai, Carrara-Marmor, Höhe ca. 1,80 m, Bischleben 2011

Das dreistimmige Glockengeläut wurde 1957 in der Glockengießerei Schilling, Apolda gegossen.

Die Orgel wurde 1961 unter Verwendung alter Teile von der Firma Jehmlich Orgelbau Dresden erbaut. Sie verfügt über 16 Register auf zwei Manualen und Pedal.kirchenmusik-erfurt.de

Literatur Gerd Schöneburg: Kirchen im Erfurter Gebiet. Gerd Schöneburg Verlag, Erfurt 2007, .

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Einzelnachweise

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