Der Esbacher See, auch Dörfleser Tongrube, ist ein Tagebausee in der Gemeinde Dörfles-Esbach. Das Gewässer ist als amtliches Sekundärbiotop gelistet und ein geschützter Landschaftsbestandteil. Der See ist namensgebend für die nördliche Abzweigstelle der Verbindungskurve Dörfles-Esbach.

Geschichte Die Grube entstand durch Tonabbau der seit den 1890er Jahren in Dörfles-Esbach ansässigen Ziegelei, deren Produktionsvolumen in den 1950er Jahren industrielle Ausmaße erreichte. Seit Mitte der 1970er Jahre füllte sich die Grube mit Wasser, teils durch Niederschlag, teils durch Zufluss von Grundwasser, und bildete in den 1980er Jahren einen etwa zwei Hektar großen See mit einer Insel.

Nach Einstellung des Tonabbaues 1986 befand sich die Tongrube zunächst im Besitz des Zweckverbandes für Abfallwirtschaft in Nordwest-Oberfranken. Der geplanten Nachnutzung als Deponie entzog der Gemeinderat nach Protest aus der Bevölkerung seine Zustimmung; 1991 wurde die Tongrube von der Gemeinde aufgekauft und als Schutzgebiet ausgewiesen.

Gegen Ende der 1990er Jahre erreichte die Wasserfläche ihre heutige Ausdehnung, die Insel ist nicht mehr vorhanden.

Tiefe Obwohl zur Tiefe des Sees keine offiziellen Angaben vorliegen, sprechen Zeitungsberichte von einer Tiefe über 40 Meter und attributieren den See damit als tiefstes Gewässer Nordbayerns.Beispielsweise in Neue Presse: Tödlicher Unfall in Dörfles-Esbach, 22. Juni 2026 Göpfert (siehe Weblinks) nennt eine Tiefe von 15 Meter, private Messungen haben Werte um 20 Meter ermittelt.

Geologie Die aufgelassene und teilweise geflutete Ziegeleigrube erschließt die Basis der Lehrbergschichten sowie Schilfsandstein in stark siltig-toniger Ausprägung. Dieser Faziestyp ist im Coburger Raum einmalig.

Weblinks

Ulrich Göpfert: Das ehemalige Dampfziegelwerk Esbach mit seiner Tongrube dem jetzigen Esbacher-See als Naherholungsziel und Biotop

Einzelnachweise

Kategorie:Dörfles-Esbach Kategorie:Gewässer im Landkreis Coburg