Die Texasnachtschwalbe (Chordeiles acutipennis) ist eine Vogelart aus der Familie der Nachtschwalben (Caprimulgidae).
Sie kommt in Bolivien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Ecuador, Französisch-Guayana, Guyana, Kolumbien, Mexiko, Panama, Paraguay, Peru, Suriname, auf Trinidad und Tobago, in den USA, in Venezuela und auf der Yucatán-Halbinsel vor.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst alle offenen Lebensräume einschließlich Wüsten und Halbwüsten, mit Büschen oder Gras bewachsene Flächen, gerne in der Nähe von Mangroven oder Sümpfen bis hinauf in unteres Hochland.S. C. Latta und M. E. Baltz: Lesser Nighthawk (Chordeiles acutipennis), version 1.0. In: A. F. Poole (Herausgeber): Birds of the World. 2020, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. G. R. Angehr, R. Dean: The Birds of Panama. Ithaca: 2010 ISBN 978-0-8014-7674-7.R. Garrigues, R. Dean: The Birds of Costa Rica. Ithaca: 2007, ISBN 978-0-8014-7373-9.
mini|Gelege der Texasnachtschwalbe
Beschreibung Die Texasnachtschwalbe ist 19–23 cm groß; das Männchen wiegt 34–62 g, das Weibchen 34–64 g. Die Texasnachtschwalbe ist der Falkennachtschwalbe sehr ähnlich: Das Gefieder ist dunkelbraun oder graubraun. Die Kehle ist beim Weibchen gelblichbraun, beim Männchen weiß, das auch noch eine weiße Schwanzbinde hat. Jungvögel sind blasser, die Kehle noch weniger gefärbt. Unterscheidungsmerkmal ist die mehr in Richtung Flügelspitze im Fluge zu sehende blasse Flügelbinde (beim Männchen weiß, beim Weibchen gelbbraun). In Ruheposition, meist längs auf niedrigen Ästen, gerne Mangroven, reichen die Flügelspitzen bis zu den Schwanzspitzen.
Stimme Der Ruf des Männchens wird als gleichmäßiges Trillern oder langsames Schnurren beschrieben, froschähnlich meckernd oder weinerlich.
Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt:IOC World Bird List 15.2 Nightjars, Oilbird, potoos, frogmouthsAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 C. a. texensis , 1856George Newbold Lawrence (1856), S. 167 – Südwesten der USA bis Mexiko, überwintert in Kolumbien C. a. micromeris , 1914Harry Church Oberholser (1914), S. 100 – Nördliche Yucatán-Halbinsel, Südosten Mexikos C. a. littoralis , 1940Pierce Brodkorb (1940), S. 543 – Süden Mexikos, Costa Rica bis Panama C. a. acutipennis (, 1783)Johann Hermann (1783), S. 230, Nominatform – Kolumbien, Venezuela, Trinidad und Tobago, in den Guyanas, Brasilien, Nordbolivien bis Paraguay C. a. crissalis , 1959Alden Holmes Miller (1959), S. 155–157 – Süden Kolumbiens, (oberes Tal des Río Magdalena, in Huila) C. a. aequatorialis , 1923Frank Michler Chapman (1923), S. 1 – Westen Kolumbiens und Ecuadors, möglicherweise auch Nordwesten Perus C. a. exilis (, 1839)René Primevère Lesson (1839), S. 44 – Westen Perus und selten im extremen Norden Chiles
Lebensweise Die Nahrung besteht aus Grillen, Käfern, geflügelten Ameisen, Nachtfaltern, Eintagsfliegen, Termiten, Libellen und Moskitos. Der Vogel ist dämmerungsaktiv und jagt fliegend in lockeren Gruppen.M. McMullan: Field Guide to the Birds of Colombia. Rey Naranjo Editores, 2018, ISBN 978-958-8969-77-0.
Die Brutzeit liegt in den USA zwischen Ende April und August, in Mexiko von Mai bis August, in El Salvador möglicherweise von Ende April bis Juli und in Costa Rica von März bis Juli.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung der Texasnachtschwalbe erfolgte 1783 durch Johann Hermann unter dem wissenschaftlichen Namen Caprimulgus acutipennis. Das Typusexemplar ordnete er Cayenne zu. 1832 führte William Swainson die für die Wissenschaft neue Gattung Chordeiles für die Falkennachtschwalbe (Chordeiles minor (, 1771)) (Syn. Caprimulgus virginianus , 1789) ein.William Swainson (1832), S. 496. Dieser Name leitet sich von »chordē « für »Sehne, Saite« und »deilē « für »Abend« ab.Chordeiles The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Der Artname acutipennis ist ein Wortgebilde aus und .Chordeiles The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Aequatorialis bezieht sich auf Ecuador. Micromeris leitet sich aus »micros « für »klein« und »meris « für »Teil« ab.micromeris The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling Das Wort littoralis hat seinen Ursprung in littoralis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling, crissalis in crissalis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling und exilis in .exilis The Key to Scientific Names Edited by James A. Jobling
Gefährdungssituation Die Texasnachtschwalbe gilt als „nicht gefährdet“ (least concern).
Literatur
Einzelnachweise
Weblinks
Macaulay Library
Texasnachtschwalbe auf Briefmarken Featherbase
Kategorie:Nachtschwalben