Lutz Rademacher (* 19. September 1969 in Lübeck; † 18. November 2025 in Berlin) war ein deutscher Dirigent und Generalmusikdirektor.
Leben Rademacher studierte Klavier und Dirigieren bei Klauspeter Seibel an der Hochschule für Musik und Theater Hamburg. 2003 wurde er am Theater Basel Assistent des Chefdirigenten. In den Jahren 2005 und 2006 war er Studienleiter und musikalischer Assistent bei den Bayreuther Festspielen. Von 2007 bis 2009 war er Erster Kapellmeister und stellvertretender Generalmusikdirektor am Theater Freiburg. 2013 wurde Rademacher Generalmusikdirektor des Landestheaters Detmold.
2017 gelang es Rademacher, Gustav Mahlers monumentale Auferstehungssinfonie zum ersten Mal in der Region Ostwestfalen-Lippe zur Aufführung zu bringen. Für das Unterfangen wurde das symphonische Orchester des Landestheaters Detmold durch das Detmolder Kammerorchester verstärkt, der Chor bestand aus dem Opernchor des Landestheaters, dem Kammerchor der Hochschule für Musik Detmold, der Kantorei Bad Lippspringe, der Marienkantorei Lemgo und dem Städtischen Musikverein Paderborn. Als Solisten sangen die Sopranistin Megan Marie Hart und Janina Hollich (Alt).
Rademacher verließ das Landestheater Detmold zum Sommer 2021, um sich freien Projekten zu widmen. Er nahm 2021 für sechs Monate am Advanced Fellowship Programm der Universität Hamburg teil. In dieser Zeit entstand in Zusammenarbeit mit dem Komponisten Gordon Kampe der Liederzyklus O Seufzen, Heulen, Herzensknall – Love is all we need!, den Rademacher mit dem Ensemble Radar, Countertenor Daniel Gloger und Sopranistin Lini Gong am 25. Juni 2022 in Hamburg zur Uraufführung brachte. Ebenfalls 2022 übernahm Rademacher die musikalische Leitung bei der Bühnenpremiere von Schorsch Kameruns Interpretation von Purcells King Arthur.
Rademacher lebte als freier Dirigent in Berlin. Er war mit der Schauspielerin Helene Grass verheiratet und hatte zwei Kinder. Im November 2025 starb er im Alter von 56 Jahren.
Diskographie (Auswahl) 2019 Dan Dediu: Concerto for Violoncello and Orchestra, Op. 167, mit dem Philharmonischen Orchester Altenburg-Gera auf „Zukunftsmusik Ostwärts: Matè Bella, Balázs Horváth, Dan Dediu“, Klanglogo/Rondeau, KL 1530
Weblinks
Website von Lutz Rademacher
Einzelnachweise
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