Das Feuerkehl-Glanzschwänzchen (Metallura eupogon), auch Rotkehl-Glanzschwänzchen genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Kolibris (Trochilidae), die in Peru endemisch ist. Der Bestand wird von der IUCN als „nicht gefährdet“ (least concern) eingeschätzt. Die Art gilt als monotypisch.IOC World Bird List Hummingbirds.
Merkmale Das Feuerkehl-Glanzschwänzchen erreicht eine Körperlänge von etwa 11 cm bei einem Gewicht von ca. 5 g. Das Männchen hat einen mittellangen, geraden schwarzen Schnabel. Die Ober- und Unterseite sind fast durchgängig gelblich olivgrün mit bronzefarbenem Schimmer. Der schmale Kehlfleck ist orange. Der Schwanz schillert himmelblau mit einer grünen Tönung auf der Oberseite und einer gelbgrünen Tönung auf der Unterseite. Das Weibchen ist sehr ähnlich, doch ist der Kehlfleck unvollkommen. Die äußeren Steuerfedern haben helle Spitzen. Jungtiere ähneln den Weibchen.Martin Heindl u. a.
Verhalten und Ernährung Das Feuerkehl-Glanzschwänzchen bezieht seinen Nektar wohl von ähnlichen Pflanzen wie das Schuppenbauch-Glanzschwänzchen. So gehört z. B. der Nektar von Brachyotum ledifolium zu seinen Nektarquellen.Bild von Feuerkehl-Glanzschwänzchen, das sich an Brachyotum ledifolium klammert
Fortpflanzung Im Juni bis Juli wurden Feuerkehl-Glanzschwänzchen mit vergrößerten Gonaden untersucht. Ein Gelege besteht aus zwei weißen Eiern, die vom Weibchen bebrütet werden.
Lautäußerungen Der Jagdruf klingt fast identisch mit dem des Kupferglanzschwänzchens (Metallura theresiae , 1902) und des Schuppenbauch-Glanzschwänzchens (Metallura aeneocauda (, 1846)). Der Gesang besteht aus einer abnehmenden Serie von drei bis sechs piepsigen Tönen, denen wiederholte lebhafte ungeordnete Phrasen, die wie trt-tsi-sii-sii-su..trr-tsi-tsu..trr-tsi-tsu.. klingen, folgen. Die Struktur ähnelt der anderer Mitglieder der Gattung.
Verbreitung und Lebensraum mini|Verbreitungsgebiet des Feuerkehl-Glanzschwänzchens Das Feuerkehl-Glanzschwänzchen bevorzugt offene Waldwiesen mit Schwarzmundgewächs- und Heidekrautgewächsgestrüpp in moosbeschichteten Zwergen- und Elfenwald, die sich mit andiner Grasebene (Pajonal) und Habitat mit Gestrüpp entlang der Baumgrenze abwechselt. Außerdem streift es in der angrenzenden Páramo-Graslandschaft umher. Es bewegt sich in Höhenlagen zwischen 2900 und 4000 Metern: Am häufigsten ist es über 3500 Meter anzutreffen.
Migration Das Feuerkehl-Glanzschwänzchen gilt normalerweise als Standvogel, auch wenn keine gesicherten Daten vorliegen. Es wird vermutet, dass es eventuell als saisonaler Strichvogel zwischen den Höhenlagen wandert.
Etymologie und Forschungsgeschichte Die Erstbeschreibung des Feuerkehl-Glanzschwänzchens erfolgte 1874 durch Jean Louis Cabanis unter dem wissenschaftlichen Namen Urolampra eupogon. Das Typusexemplar wurde von Konstanty Roman Jelski bei Maraynioc gesammelt.Jean Louis Cabanis (1874), S. 97. 1847 führte Gould dann die neue Gattung Metallura ein.John Gould (1847), S. 94.Gould ordnete der Gattung Trochilus cupreocauda, ein Synonym für das Schwarzbauch-Glanzschwänzchen (Metallura phoebe ( & , 1839)), Trochilus aeneocauda, ein Synonym für das Schuppenbauch-Glanzschwänzchen (Metallura aeneocauda (, 1846)), Trochilus alardi, eigentlich Ornismya Allardi (, 1839), ein Synonym für das Smaragdkehl-Glanzschwänzchen, Trochilus smaragdinicollis, ein Synonym für Metallura tyrianthina smaragdinicollis ( & , 1838), und Trochilus Williami, ein Synonym für das Grüne Glanzschwänzchen (Metallura williami ( & , 1846)), zu. Das Wort Metallura leitet sich von den griechischen Wörtern für „Metall“ und für „Schwanz“ ab.James A. Jobling S. 252 Der Artname eupogon ist ein griechisches Wortgebilde aus εὖ eu für „fein, schön, gut“ und für „Bart“.James A. Jobling S. 153
Literatur
Weblinks
Factsheet auf BirdLife International
Einzelnachweise
Anmerkungen
Kategorie:Kolibris Kategorie:Endemisches Tier Perus