Die Gmina Branice ist eine Stadt- und Landgemeinde im Powiat Głubczycki der Woiwodschaft Opole in Polen. Ihr Sitz ist die gleichnamige Stadt (deutsch Branitz, ) mit etwa 2300 Einwohnern.
Geographie Die Gemeinde grenzt an die Stadt-und-Land-Gemeinden der Kreisstadt Głubczyce (Leobschütz) und von Kietrz (Katscher) sowie an Tschechien. Ein Teil der Grenze wird durch die Opawa (Oppa, Opava) gebildet. Auf Gemeindegebiet befindet sich der 328 Meter hohe Plechowa Góra (Blechberg).
Geschichte Das Gemeindegebiet gehörte 1874 zu den Landgemeinden Branitz und Michelsdorf sowie den gleichnamigen Gutsbezirken im Amtsbezirk Branitz.territorial.de: Amtsbezirk Branitz.
In den Jahren 1936 bis 1939 wurde ein Teil der Ortsnamen geändert. Im Jahr 1945 kam das Gebiet als Folge des Zweiten Weltkriegs an Polen. Die deutsche Bevölkerung wurde zu einem großen Teil vertrieben oder war geflüchtet. Ein Teil der neuen Bewohner war seinerseits im Zuge der Zwangsumsiedlung von Polen aus den ehemaligen polnischen Ostgebieten 1944–1946 vertrieben worden. Branice und Kietrz wurden 1972 vom Erzbistum Olmütz in das Erzbistum Breslau umgegliedert.Vratislaviensis - Berolinensis et alarium
Von 1975 bis 1998 gehörte die Gemeinde zur kleiner zugeschnittenen Woiwodschaft Opole.
Zum 1. Januar 2026 wurde Branice zur Stadt erhoben und die Gmina damit von einer Land- zu einer Stadt-und-Land-Gemeinde.
Politik Gemeindevorsteher An der Spitze der Gemeindeverwaltung steht der Gemeindevorsteher. Dies ist Sebastian Baca, der für das Wahlkomitee „Wir bauen die Gemeinde Branice auf“ antritt. Die turnusmäßige Wahl im April 2015 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Mai 2024. Sebastian Baca (Wahlkomitee „Wir bauen die Gemeinde Branice auf“) 79,2 % der Stimmen Krzysztof Słowik (Wahlkomitee „Wojciech“ Branice) 20,8 % der Stimmen
Damit wurde Amtsinhaber Baca erneut bereits im ersten Wahlgang als Gemeindevorsteher wiedergewählt.
Die turnusmäßige Wahl im Oktober 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. September 2020. Sebastian Baca (Wahlkomitee „Wir bauen die Gemeinde Branice auf“) 85,3 % der Stimmen Krzysztof Słowik (Prawo i Sprawiedliwość) 14,7 % der Stimmen
Damit wurde Baca bereits im ersten Wahlgang als Gemeindevorsteher wiedergewählt.
Gemeinderat Der Gemeinderat besteht aus 15 Mitgliedern und wird von der Bevölkerung in Einpersonenwahlkreisen gewählt. Die Gemeinderatswahl 2024 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 16. Mai 2024. Wahlkomitee „Wir bauen die Gemeinde Branice auf“ 48,1 % der Stimmen, 8 Sitze Wahlkomitee „Wojciech“ Branice 40,3 % der Stimmen, 5 Sitze Wahlkomitee für Menschen, Kultur und Sport 8,3 % der Stimmen, 1 Sitz Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 3,3 % der Stimmen, kein Sitz Wahlkomitee Fabiana Russ 1 Sitz (gewählt ohne Gegenkandidaten in stiller Wahl)
Die Gemeinderatswahl 2018 führte zu folgendem Ergebnis:Ergebnis auf der Seite der Wahlkommission, abgerufen am 6. September 2020. Wahlkomitee „Wir bauen die Gemeinde Branice auf“ 42,8 % der Stimmen, 8 Sitze Wahlkomitee „Wojciech“ Branice 22,3 % der Stimmen, 3 Sitze Prawo i Sprawiedliwość (PiS) 18,4 % der Stimmen, 2 Sitze Wahlkomitee für Menschen, Kultur und Sport 7,9 % der Stimmen, 1 Sitz Wahlkomitee „Entwicklung der Gemeinde Branice“ 6,2 % der Stimmen, 1 Sitz Koalicja Obywatelska (KO) 2,4 % der Stimmen, kein Sitz
Partnerstädte Zu der jenseits der Grenze gelegenen Partnergemeinde Úvalno (Lobenstein) in Tschechien wurde 1996 ein kleiner Grenzverkehr eingerichtet.
Gliederung Zur Stadt- und Landgemeinde Branice gehören neben der namensgebenden Stadt 19 folgende Dörfer, teilweise mit weiteren Ortsteilen: Bliszczyce (Bleischwitz) Boboluszki (Boblowitz, auch BoboluskBobolusk, tschechisch Bobolusky, 1936–45: Hedwigsgrund) Branice (Branitz) Dzbańce (Krug, tschechisch Džbánce) Dzierżkowice (Dirschkowitz, tschechisch Držkovice, 1936–45: Dirschkenhof) Gródczany (Hratschein, tschechisch Hradčany, 1936–45: Burgfeld) Jabłonka (Klemstein) Jakubowice (Jakubowitz, 1936–45: Jakobsfelde) Jędrychowice (Hennerwitz) Lewice (Löwitz) Michałkowice (Michelsdorf) Niekazanice (Osterwitz, 1936–45: Osterdorf) mit dem Ortsteil Niekazanice-Kałduny (Kaldaun, 1937–45: Osterdorf-Kaldaun) Posucice (Poßnitz) Turków (Turkau) Uciechowice (Auchwitz) Wiechowice (Wehowitz, tschechisch Vehovice, 1939–45: Wehen) Włodzienin (Bladen, tschechisch Vladěnín) Wódka (Hochkretscham) Wysoka (Waissak, 1936–45: Lindau)
Zwei weitere Siedlungen sind: Dzbańce-Osiedle (früher Dzbańce PGR oder Dzbańce-Górki; ehemals Krug Paulinenhof) Włodzienin-Kolonia (Josephstalhttp://www.online-ofb.de/babitz/ oder Kolonie Bladenhttps://www.posselt-landkarten.de/karte_519.jpg, tschechisch Josefov)
Persönlichkeiten Konrad Blažek (1839–1903), Genealoge und Heraldiker, geboren in Hennerwitz Christine Kühne (* 1938), Vorsitzende der CK-CARE (Christine Kühne – Center for Allergy Research and Education)ck-care.ch: , einer Teilstiftung der Schweizer Kühne-Stiftung Anton Raida (1856–?), Maler und Restaurator, geboren in Boblowitz Alfons Tracki (1896–1946), Priester in Albanien, geboren in Bleischwitz.
Literatur Benedykt Pospiszyl: Branice, Úvalno. Touristische Visitenkarte. Branice und Úvalno 2010.
Weblinks
Webpräsenz der Gemeinde
Fußnoten