mini|Ehemaliger Eingangsbereich, Zustand Juni 2019 Das Familienbad Floriansmühle (auch Floriansmühlbad) war ein Flussbad im Münchner Stadtteil Freimann. Es lag am Mühlbach, der in den Garchinger Mühlbach übergeht, an der heutigen Floriansmühlstraße 23, in der Nähe der Anlagen des Bayerischen Rundfunks.

Geschichte mini|Ausschnitt aus einer Luftaufnahme von 1975 mini|Luftbild des Geländes aus den 2020er Jahren

Das Bad wurde im Jahr 1932 von Karl Kaltenbach, einem früheren Olympiateilnehmer, und seiner Frau Anna, die damals in der Floriansmühle lebten, eröffnet. Später übernahmen deren Tochter und ihr Ehemann Artur Doppelhamer das Bad. Der Badebetrieb wurde 1988 eingestellt Abendzeitung München: Mehr Menschen, wenig Bäder: Freimanner Schwimmbad-Grant. Unterabschnitt Das Floriansmühlebad ist seit 1988 geschlossen. Artikel von Conie Morarescu vom 20. April 2022, aufgerufen am 10. Juni 2026 (Beleg für Einstellung des Betriebs) und das Gelände 1991 an die Bayerische Hypotheken- und Wechselbank (heute HypoVereinsbank) verkauft.Süddeutsche Zeitung: „Wassernutzung ohne Schwimmbad“, Artikel vom 17. Juli 2022, aufgerufen am 10. Juni 2026 (Beleg für Verkauf) Die verwilderte Anlage ist noch erhalten, aber nicht zugänglich. Bemühungen um eine Wiedereröffnung sind gescheitert. Eine teilweise Bebauung mit 600 Wohnungen durch den Immobilienbestandshalter Bayerische Hausbau, an die das Gelände weiterverkauft wurde, ist geplant,Ellen Drexel/Sebastian Krass: Bauen in den Auen, Süddeutsche Zeitung vom 17. Juli 2024, S. R 4 während östlich des Kanals (entlang der Sondermeierstraße) ein öffentlicher Park vorgesehen ist.https://spd-muenchen.de/news/die-menschen-in-freimann-bekommen-endlich-ihren-bach-zurueck/

Einrichtung Neben dem vom Mühlbach durchflossenen, vom Schwabinger Bach gespeisten, ziemlich kalten Kanal (maximal 21 °C) gab es das heute zugewachsene betonierte große Becken und ein Nichtschwimmerbecken. Im Kiosk verkaufte Familie Doppelhamer Erfrischungen sowie unter anderem selbstgemachten Apfelstrudel.

Rezeption Der Filmessay München – Geheimnisse einer Stadt (erschienen 2000) zeigt Filmaufnahmen des überwucherten Geländes.Lisa Sonnabend: Pflicht für Bewohner: Zehn Filme, die ein Münchner gesehen haben muss In: sueddeutsche.de, Beitrag vom 2. April 2013, aufgerufen am 21. Juni 2024 Die Aufnahmen entstanden im August 1999. Der gesprochene Kommentar stammt von Michael Althen.Booklet zu: München – Geheimnisse einer Stadt, absolut medien GmbH, 2012, ISBN 978-3-89848-391-9, S. 16–17 (Aufnahmedatum, Kommentar) Im 2020 bei Rowohlt erschienenen Roman Mein Sommer mit Anja des Schauspielers Steffen Schroeder spielt das Flussbad eine wichtige Rolle. Schroeder verlebte in den 1980er-Jahren die Sommer seiner Kindheit hauptsächlich in diesem Schwimmbad.Michael Bremmer: Geschichten von der Liegewiese, in: Süddeutsche Zeitung vom 30./31. Mai/Juni 2020, R 6.

Einzelnachweise

Weblinks Küss mich wach! Welt am Sonntag vom 17. August 2003 Artikel im Münchner Wochenanzeiger vom 6. Mai 2014 Antrag im Stadtrat: Ein neues Freibad an der Floriansmühle? Die Abendzeitung vom 25. Februar 2014 Ansicht des Familienbades Florianmühle von 1934 im Online-Archivkatalog des Stadtarchivs München von 1955

Literatur Pia Ratzesberger: Münchens vergessenes Schwimmbad. Süddeutsche Zeitung vom 19./20. Juni 2019, Seite R5 Benjamin Stolz: Das Floriansmühlbad hat eine grüne Zukunft. Süddeutsche Zeitung vom 17./18. Dezember 2022, Seite R 7

Kategorie:Bauwerk in Freimann Kategorie:Badeanlage in München Kategorie:Gegründet 1932 Kategorie:Aufgelöst 1988 Kategorie:Flussbad