Die Glasmalerei Schölzel, auch Glaskunstwerkstatt Tanja Schölzel genannt,Vergleiche das Impressum auf der Seite glaskunstwerkstatt.com [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 16. Juni 2019 ist ein 1928 gegründetes Unternehmen für Glasmalerei mit Glaskunstwerkstatt und Ateliergebäude in Berlin-Mahlsdorfo. V.: Glaskunstwerkstatt auf der Startseite des Unternehmens [ohne Datum], zuletzt abgerufen am 16. Juni 2019 unter der Adresse Rotdornallee 1.
Geschichte und Beschreibung Im Jahr 1928 eröffnete der akademisch ausgebildete Glas- und Kirchenmaler Waldemar Peschel in dem eigens für Glasmalerei eingerichteten Gebäude den Betrieb an seinem heutigen Standort. Die Tochter des Malers Katharina Peschel (* 1908) wirkte als Glasmalerin in Mahlsdorf. Sie ging 1977 in die Bundesrepublik.Käte Peschel. In: Dietmar Eisold (Hrsg.): Lexikon Künstler in der DDR. Verlag Neues Leben, Berlin, 2010, ISBN 978-3-355-01761-9, S. 698 Eine ihrer Mitarbeiterinnen war Sabine Schölzel. Die Werkstatt führte u. a. Arbeiten nach Entwürfen von Fritz Eisel aus.
Die Werkstatt wurde später von Dieter Schölzel geleitet. Sie führte eine bedeutende Zahl von Arbeiten nach Künstlerentwürfen aus, u. a. 1970/71 das Betonglasfenster „Der Mensch und das Meer“ von Dieter Gantz, Rolf Lindemann und Hans Vent im Restaurant „Gastmahl des Meeres“ in Berlin-Mitte; 1972 das mehrteilige Glasmosaik von Fritz Eisel „Aspekte der elektronischen Datenverarbeitung“ bzw. „Der Mensch bezwingt den Kosmos“ und 1975 das Betonglasfenster von Dieter Rex im Speisesaal des VEB Chemische Werke Buna in Schkopau.
In dritter Generation übernahm die 1971 geborene Glasmalerin Tanja Schölzel die Leitung der deutschlandweit tätigen Glaskunstwerkstatt. Neben eigenen Kreationen wirkte das Unternehmen bei zahlreichen Projekten auch mit anderen Künstlern zusammen. Neben handgemalten Glasmalereien und Bleiverglasungen, Entwürfen, Rekonstruktionen und Restaurierungen gläserner Objekte zählt auch „Fusing“ (Glasschmelzarbeiten) und Sandstrahlen zum Leistungsspektrum ebenso wie Isolierverglasungen und Doppelverglasungen als Schutz für Bleiglas.
Beispiele für weitere von der Werkstatt gefertigte Werke 1928: Dorfkirche Fahrland in Fahrland: Von Waldemar Peschel angefertigte hochovale Fenster beiderseits der KanzelAndreas Kitschke: Die Kirchen der Potsdamer Kulturlandschaft, Erstausgabe, 1. Auflage, Berlin: Lukas Verlag, 2017, ISBN 978-3-86732-248-5 und ISBN 3-86732-248-1, S. 51, 315; Schloss Blücher in Göhren-Lebbin: Entwurf und Neugestaltung der Fenster im Foyer- und Gastronomiebereich sowie der Decke in alter Glasmalerei-Technik Neue Synagoge in Berlin: Neuanfertigung der Bleiverglasungen mit Echt-Antikgläsern
Künstlerische Mitarbeiterin (ergänzen) Ingrid Schuhknecht
Weblinks glaskunstwerkstatt.com
Einzelnachweise
Kategorie:Berlin-Mahlsdorf Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Berlin) Scholzel Kategorie:Unternehmensgründung 1928