+ Hinweise zur Nutzung der Liste Diese Liste enthält Musiker, Titel und deren Komponist(en), Datum des Eintritts in die Charts, Verweildauer in den Charts und höchste Position (abgekürzt HP, jeweils bezogen auf das Kalenderjahr). Die Voreinstellung erfolgt nach Ersteinstieg der Interpreten/Titel in die Top 10 der Charts. Darüber hinaus kann sie nach dem Interpreten, Titel, Charteinstieg, Verweildauer, Position und Label sortiert werden. Die Liste der Singles in den Billboard R&B-Charts 1949 enthält alle Songs von Singles, die im Kalenderjahr 1949 in der Kategorien Best Selling Retail Race Records und Most Played Juke Box Race Records des Billboard gelistet wurden. Ab Juni 1949 wurden diese beiden Charts in Best Selling Retail Rhythm & Blues Records bzw. Most Played Juke Box Rhythm & Blues Records umbenannt.
Hintergrund Seit den frühen 1940er Jahren war der Markt für sogenannte Race Records (also Platten afroamerikanischer Musiker für ein afroamerikanisches Publikum) so gewachsen, dass Billboard daran interessiert war, deren Umsatz zu messen.Michael Campbell Popular Music in America: The Beat Goes on. Wadsworth/Thomson Learning, 2005 „Race Music“ war ein Begriff, der bereits seit den 1920er-Jahren von der Plattenindustrie verwendet wurde.
Zunächst als Harlem Hit Parade und über die Verkäufe von Schallplatten ermittelte Billboard seit 1942 Charts für derartige Race Records.Billboard vom 26. Februar 2000 Die wöchentlichen Verkäufe wurde zuerst in einer nicht näher definierten Auswahl der „beliebtesten Plattenläden“ im New Yorker Stadtteil Harlem (der stark afroamerikanisch geprägt war) in einer informellen Umfrage erhoben.Michael Campbell: Popular Music in America: The Beat Goes On. Cengage Learning 2012, S. 160. 1944 waren zunächst Plattenläden in Chicago und Newark (New Jersey) hinzugekommen, dann in den ganzen Vereinigten Staaten.
Seit Februar 1945 veröffentlichte Billboard statt dieser Verkaufscharts eine Chartermittlung der wöchentlich meistgespielten Titel in den Musikautomaten, der auf Berichten von solchen Jukebox-Betreibern in den Vereinigten Staaten beruhte, deren Standort Race Records erforderte; diese wurde unter dem Titel Most Played Juke Box Race Records veröffentlicht.Billboard vom 17. Februar 1945, S. 18 Zusätzlich waren 1948 wieder Verkaufscharts eingeführt worden; Grundlage der wöchentlichen Chart-Tabelle Best Selling Retail Race Records war eine nationale Umfrage in solchen Plattengeschäften, in denen die Mehrheit der Kunden Race Records kauften.
mini|Drinkin' Wine Spo-dee-o-dee von Stick McGhee war einer der großen Hits des Jahres 1949 Im Juni 1949 war der Herausgeber der Zeitschrift der Ansicht, dass man den Begriff Race Records nicht mehr verwenden solle, weil er ein Pejorativum wäre. Bei der Suche nach einem neuen Titel setzte sich der damalige Billboard-Journalist Jerry Wexler mit seinem Vorschlag gegenüber seinen Kollegen durch.I Met Everybody in the Business: All Sorts of Characters (Interview mit Wexler) Billboard, 27. November 2004, S. 66 Ab 25. Juni 1949 wurde schließlich der Begriff Race in beiden Chartlisten ersetzt durch „Rhythm and Blues“.Nelson George: Black Music Charts: What's in a Name?. Billboard. Bd. 94 H. 25., 26. Juni 1982, S. 10
Wexler schrieb in seiner Autobiographie rückblickend: „Race war damals ein üblicher Begriff, eine Selbstreferenz, die von Schwarzen verwendet wurde ... Andererseits passte Race Records nicht gut ... Ich entwickelte eine Handhabe, die meiner Meinung nach gut zur Musik passt – 'Rhythm and Blues.' ... [Es war] ein Etikett, das besser für aufgeklärte Zeiten geeignet ist.“Jerry Wexler, David Ritz (1993). Rhythm and the Blues: A Life in American Music. New York: Alfred A. Knopf. ISBN 0-224-03963-6. Seitdem hat sich der Name der Charts mehrfach geändert; er wurde im August 1969 zu Soul-Charts und schließlich im Juni 1982 zu Black Music Charts.
Die von Billboard in diesen Charts ermittelten Nummer-eins-Hits waren 1949 Trouble Blues vom Charles Brown Trio (15 Wochen), The Huckle-Buck von Paul Williams and His Hucklebuckers (14 Wochen), Saturday Night Fish Fry von Louis Jordan and His Tympany Five (12 Wochen), For You My Love von Larry Darnell (8 Wochen), Roomin' House Boogie von Amos Milburn, All She Wants to Do Is Rock von Wynonie Harris, Baby Get Lost von Dinah Washington (jeweils zwei Wochen), Beans and Corn Bread von Louis Jordan and His Tympany Five, Boogie Chillen von John Lee Hooker, The Deacon's Hop von Big Jay McNeely's Blue Jays, Ain't Nobody's Business von Jimmy Witherspoon und Tell Me So von The Orioles (jeweils eine Woche).
Liste „Most Played Juke Box Race Records“ und „Best Selling Retail Race Records“ 19px Die Liste erfasst in getrennten Spalte sowohl die Verkaufszahlen von Schallplatten (Best Selling Retail Race/Rhythm & Blues Records, in der Tabelle abgekürzt R) als auch deren Abspielzahlen der Jukeboxen (Most Played Juke Box Race/Rhythm & Blues Records, abgekürzt J).
Interpret TitelAutor(en) Einstieg (R) Wochen (R) HP (R) Einstieg (J) Wochen (J) HP (J) Label-Nummer Bemerkungen