mini|Haupthalle mini|Alte Ansicht in Edo meisho zue, Band 3 mini|Zentraler Tempelbereich (s. Text)
Der Jindai-ji () mit den Go Fugakuzan () und Shōrakuin () ist ein alter Tempel, der zur Tendai-Richtung des Buddhismus gehört. Er befindet sich in Chōfu in der Präfektur Tokio.
Geschichte Die Gründung des Jindai-ji reicht weit in die Vergangenheit zurück. Der Name des Tempels weist im Rahmen des esoterischen Buddhismus () auf den Heiligen des Wassers Jinja Daiō (). Der Tempel-Überlieferung nach soll in der Gegend die Tochter des Sato Osaukon (郷長右近) sich in einen Mann namens Fukuman (福満) verliebt haben. Die Mutter war gegen eine Heirat, Fukman betete zu Jinja Daiō, und die Mutter gab schließlich nach. Zum Dank soll die Tochter im Jahr Tempyō 5 (733) den Tempel gegründet haben, um dort Jinja Daiō zu verehren. In der Jōgan-Ära (859–877) soll der Tempel sich der Tendai-Richtung des Buddhismus angeschlossen haben. Gegenwärtig ist die Hauptkultfigur der Amida-Buddha.
Die Anlage Die Anlage wird im Nordosten von einer Anhöhe halbkreisförmig begrenzt. Man steigt zum Tempel eine Treppe hoch und betritt ihn durch das Tempeltor (; 1 auf dem Plan). Das ursprüngliche Tor ging bei einem Brand im Jahr 1695 verloren, es wurde wieder errichtet im sogenannten Yakui-Stil. Nach Passieren des Tores sieht man auf der rechten Seite die Tempelglocke (, 4) und voraus die Haupthalle (; 2). Die Haupthalle ging bei einem Großbrand in der Mitte des 19. Jahrhunderts verloren und wurde erst in der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts wieder aufgebaut. 2003 wurde das Dach neu gedeckt, wobei man statt der Ziegel nun Kupferplatten in Ziegelform verwandte.
Links neben der Haupthalle, etwas zurückgesetzt, befindet sich die Gansandaishidō (; 3), die in der Edo-Zeit beliebt war, um um Glück im Leben zu bitten. Unter der Halle hat man im Jahr 1900 die Skulpturengruppe eines sitzenden Shaka Buddha mit zwei Begleitern aus Bronze mit Goldspuren () entdeckt, für die dann ein eigenes Gebäude, die Shakadō (; 5) gebaut wurde. Die Skulpturengruppe, die Drei Hakuhō-Buddhas (Hakuhō () weist auf die Hakuhō-Zeit hin, auf die Jahre von 673 bis 686. Sanbutsu), die zunächst als Wichtiges Kulturgut Japans registriert war, hat jetzt den Status eines Nationalschatzes erhalten.
Rechts von der Haupthalle befindet sich das Mönchsquartier mit der Abtresidenz (A) und das Gästehaus „Unterkunft für Spatzen“ (; G). Im rückwärtigen, ansteigenden Teil des Tempelgeländes steht die kleine Kaisandō (; 6), die dem Tempelgründer gewidmet ist. Noch weiter darüber und weiter westlich ist der Friedhof angelegt.
Verlässt man den Tempel durch einen Nebenausgang neben der Shakadō, gelangt man etwas weiter oberhalb zur Halle des Jinja Daiō (), in der dieser im Rahmen des esoterischen Buddhismus verehrt wird.
Bilder
Anmerkungen
Literatur Tokyo-to rekishi kyoiku kenkyukai (Hrsg.): Jindaiji. In: Tokyo-to no rekishi sampo (ge). Yamakawa Shuppan, 2005, ISBN 978-4-634-24813-7. Saitō Gesshin u. a.: Edo meisho zue (). Sechs Bände, 1834 bis 1836.
Weblinks
Website des Tempels
Kategorie:Buddhistischer Tempel in der Präfektur Tokio Kategorie:Erbaut in den 700er Jahren Kategorie:Chōfu