Die Liste der Stolpersteine in Fürstenau enthält alle Stolpersteine, die im Rahmen des gleichnamigen Kunst-Projekts von Gunter Demnig in Fürstenau verlegt wurden. Mit ihnen soll der Opfer des Nationalsozialismus gedacht werden, die in Fürstenau lebten und wirkten. Seit Beginn der Initiative im Juli 2014 wurden bis Mai 2019 an drei Standorten 50 Stolpersteine zum Gedenken an die NS-Opfer verlegt.

Liste der Stolpersteine Bild Person, Inschrift Adresse Verlegedatum Anmerkung 120px|Stolperstein für Alfred Süskind Hier wohnteAlfred SüskindJg. 1885’Schutzhaft’ 1938BuchenwaldFlucht 1939USA An den Schanzen 2 100px|Stolpersteinlage vor dem Haus An den Schanzen 2, Fürstenau 100px|Stolpersteinlage An den Schanzen 2, Fürstenau Alfred Süskind wurde 1885 in Lingen geboren und war viele Jahre Vorsteher der jüdischen Gemeinde in Fürstenau. Er war mit Sophie Süskind verheiratet. Am 10. November 1938 wurde er verhaftet und war im KZ Buchenwald inhaftiert. Ihm gelang 1939 die Flucht in die USA, wo er am 20. September 1982 verstarb.Lothar Kuhrts: Beitrag zur Geschichte der Juden im Raum Lingen. Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Regionalverband Lingen, 1985, S. 79–109. 120px|Stolperstein für Sophie Süskind Hier wohnteSophie Süskindgeb. SurazskiJg. 1901Flucht 1939USA 120px|Stolperstein für Bernhard Süskind Hier wohnteBernhard SüskindJg. 1921’Schutzhaft’ 1938BuchenwaldFlucht 1939Schweden Bernhard Süskind wurde am 6. Oktober 1921 als Sohn von Alfred und Sophie Süskind in Fürstenau geboren. 1936 begann er eine Lehre zum Schlosser in Hamburg. Am 10. November 1938 wurde er in Fürstenau verhaftet und war im KZ Buchenwald inhaftiert. Ihm gelang 1939 die Flucht nach Schweden und von dort über Norwegen in die USA. 1942 trat er der US-Armee bei und kam dadurch wieder nach Deutschland. Im April 1945 sorgte er als US-Soldat in Fürstenau dafür, dass die umgeworfenen Grabsteine auf dem jüdischen Friedhof wieder aufgestellt wurden. Im Jahr 2000 wurde er zum Ehrenbürger von Fürstenau ernannt.Jürgen Ackmann: Geschichte eines (Über-) Lebens: Bernhard Süskind: Ein Jude aus Fürstenau In: noz.de, abgerufen am 7. Juni 2019. Bernhard Süskind verstarb am 26. November 2018 in New York.Jürgen Ackmann, Jürgen Schwietert: Vor Naziterror gewarnt: Fürstenaus Ehrenbürger Bernhard Süskind mit 97 Jahren in New York gestorben In: noz.de, 2. Dezember 2018, abgerufen am 11. Juni 2019. 120px|Stolperstein für Adele Süskind Hier wohnteAdele Süskindverh. GoldschmidtJg. 1924Flucht 1939USA Adele Süskind wurde 1924 als Tochter von Alfred und Sophie Süskind geboren. Ihr gelang 1939 die Flucht in die USA. 120px|Stolperstein für Bernhard Wahl Hier wohnteBernhard WahlJg. 1910Flucht 1936Mexiko 120px|Stolperstein für Friederike Wolff Hier wohnteFriederike Wolffgeb. StoppelmannJg. 1887deportiert 1941Riga1944 Stutthofermordet 4.1.1945 An den Schanzen 26 120px 120px Friederike Wolff wurde am 13. Juni 1887 als Friederike Stoppelmann in Fürstenau geboren. Sie hatte einen Sohn Wilhelm. Am 13. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga und am 1. Oktober 1944 in das KZ Stutthof deportiert, wo sie am 4. Januar 1945 ermordet wurde. 120px|Stolperstein für Willi Wolff Hier wohnteWilli WolffJg. 1924deportiert 1941Rigaermordet Wilhelm 'Willi' Wolff wurde am 16. Oktober 1924 als Sohn von Friederike Wolff in Quetzen geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde er in das Ghetto Riga, am 23. August 1944 in das KZ Stutthof und am 29. September 1944 in das KZ Natzweiler deportiert. Er starb am 2. Dezember 1944. 120px|Stolperstein für Julius Neuhoff Hier wohnteJulius NeuhoffJg. 1897Flucht 1938Paraguay Buten Porten 5 120px 120px Julius Neuhoff wurde am 13. Februar 1897 in Fürstenau geboren. Er heiratete Berta Grünebaum und hatte mit ihr eine Tochter. 1938 konnte die Familie nach Paraguay flüchten.Local family database Juden im Deutschen Reich: Julius NEUHOFF *1897 In: online-ofb.de, abgerufen am 12. Juni 2019. 120px|Stolperstein für Berta Neuhoff Hier wohnteBerta Neuhoffgeb. GrünebaumJg. 1911Flucht 1938Paraguay Berta Grünebaum wurde am 30. Oktober 1911 in Haltern geboren. 1932 zog sie nach Fürstenau und heiratete Julius Neuhoff,Local family database Juden im Deutschen Reich: Berta GRÜNEBAUM *1911 In: online-ofb.de, abgerufen am 12. Juni 2019. aus der Ehe ging die 1934 geborene Tochter Margot hervor. Die Familie konnte 1938 nach Paraguay flüchten. 120px|Stolperstein für Margot Neuhoff Hier wohnteMargot NeuhoffJg. 1934Flucht 1938Paraguay Margot Neuhoff war die Tochter von Julius und Berta Neuhoff. Sie konnte mit ihren Eltern 1938 nach Paraguay flüchten. 120px|Stolperstein für Moses Stoppelmann Hier wohnteMosesStoppelmannJg. 1881Flucht 1938Südafrika Große Straße 16 120px 120px Moses Stoppelmann war mit Berta Stoppelmann verheiratet, sie hatten drei Söhne. 1937 wurde er verhaftet und war in Osnabrück inhaftiert. Im Januar 1938 musste er das Haus der Familie zwangsverkaufen. 1938 gelang ihm mit seiner Frau die Flucht nach Südafrika zu seinen Söhnen Walter und Ernst.Bernd Kruse: Bewegende Geschichte: Stolperstein für jüdische Familie in Fürstenau In: noz.de, 4. Dezember 2015, abgerufen am 7. Juni 2019. 120px|Stolperstein für Berta Stoppelmann Hier wohnteBertaStoppelmanngeb. GottschalkJg. 1880Flucht 1938Südafrika Berta Stoppelmann war mit Moses Stoppelmann verheiratet und hatte mit ihm drei Söhne. 1938 gelang ihr mit ihrem Mann die Flucht nach Südafrika zu ihren Söhnen Walter und Ernst. 120px|Stolperstein für Walter Stoppelmann Hier wohnteWalterStoppelmannJg. 1910Flucht 1934Südafrika Walter Stoppelmann wurde als Sohn von Moses und Berta Stoppelmann geboren. Er flüchtete 1935 nach Südafrika. 120px|Stolperstein für Ernst Stoppelmann Hier wohnteErnstStoppelmannJg. 1911Flucht 1935Südafrika Ernst Stoppelmann wurde als Sohn von Moses und Berta Stoppelmann geboren. 1935 flüchtete er nach Südafrika. 120px|Stolperstein für Moses Rudolf Stoppelmann Hier wohnteMoses RudolfStoppelmannJg. 1914Flucht 1938BelgienFrankreichSpanienPalästina Rudolf Stoppelmann wurde als Sohn von Moses und Berta Stoppelmann geboren. Im Dezember 1938 flüchtete er nach Belgien und 1940 weiter nach Südfrankreich. 1942 flüchtete er weiter nach Spanien und im Januar 1944 mit einem Schiff nach Palästina. 120px|Stolperstein für Albert Stern Hier wohnteAlbert SternJg. 1879Flucht 1940Argentinien Koppelstraße 29 120px 120px 120px|Stolperstein für Veronika Stern Hier wohnteVeronika Sterngeb. SüskindJg. 1887Flucht 1940Argentinien 120px|Stolperstein für Bernhard Stern Hier wohnteBernhard SternJg. 1918Flucht 1936Argentinien 120px|Stolperstein für Johanna Stern Hier wohnteJohanna Sternverh. JacobsohnJg. 1919deportiert 1941Riga1944 Stutthofermordet 15.1.1945 Johanna Stern wurde am 25. November 1919 in Fürstenau geboren und heiratete später, sodass sie den Namen Jacobsohn trug. Am 15. Dezember 1941 wurde sie in das Ghetto Riga und am 1. Oktober 1944 in das KZ Stutthof deportiert, wo sie am 15. Januar 1945 ermordet wurde. 120px|Stolperstein für Klara Stern Hier wohnteKlara Sternverh. RosenhainJg. 1923deportiert 1941Rigabefreit/überlebt 120px|Stolperstein für Günther Stern Hier wohnteGünther SternJg. 1926Flucht 1940Argentinien 120px|Stolperstein für Alfred Stern Hier wohnteAlfred SternJg. 1928Flucht 1940Argentinien 120px|Stolperstein für Isidor Weinberg Hier wohnteIsidor WeinbergJg. 1883deportiert 1941Rigaermordet Sankt-Georg-Straße 12 120px 120px Isidor Weinberg wurde am 2. Dezember 1883 in Buer geboren. Er war seit 1908 mit Adele Weinberg verheiratet. Am 13. Dezember 1941 wurde er das Ghetto Riga deportiert und später für tot erklärt. 120px|Stolperstein für Adele Weinberg Hier wohnteAdele Weinberggeb. StoppelmannJg. 1873deportiert 1941Rigaermordet Adele Weinberg wurde am 10. Mai 1873 als Adele Stoppelmann in Fürstenau geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde sie mit ihrem Mann in das Ghetto Riga deportiert und später für tot erklärt. 120px|Stolperstein für Walter Weinberg Hier wohnteWalter WeinbergJg. 1911Flucht 1938USA Walter Weinberg wurde 1911 als Sohn von Adele und Isidor Weinberg geboren. Ihm gelang die Flucht in die USA. 120px|Stolperstein für Berthold Weinberg Hier wohnteBerthold WeinbergJg. 1915Flucht 1938USA Berthold Weinberg wurde am 9. Juli 1915 als Sohn von Adele und Isidor Weinberg in Fürstenau geboren. Am 13. Dezember 1941 wurde er das Ghetto Riga deportiert, dort verliert sich seine Spur. Möglicherweise gelang ihm auch die Flucht in die USA. 120px|Stolperstein für David Hamburger Hier wohnteDavid HamburgerJg. 1885Flucht 1939Hollandversteckt gelebtbefreit/überlebt Schorfteichstraße 1 120px alternativtext=Verlegte Stolpersteine vor dem Haus Schorfteichstraße 1, Fürstenau (Han)|links|121x121px|rahmenlos Dietrich 'David' Hamburger wurde am 16. April 1885 in Meppen geboren. Er flüchtete 1939 zu seiner Tochter nach Winterswijk in die Niederlande. Er überlebte versteckt im Untergrund und starb 1958 bei einem Unfall. Er ist auf dem jüdischen Friedhof in Winterswijk begraben.Dietrich Hamburger In: joodsmonument.nl, abgerufen am 11. Juni 2019. (niederländisch) 120px|Stolperstein für Siegfried Hamburger Hier wohnteSiegfriedHamburgerJg. 1919Flucht 1938USA 120px|Stolperstein für Ruth Hamburger Hier wohnteRuth Hamburgerverh. StraussJg. 1911Flucht 1938USA 120px|Stolperstein für Elisabeth Hamburger Hier wohnteElisabethHamburgerverh. MenkoJg. 1915Umzug/Heirat 1938interniert Westerborkdeportiert 1943Auschwitzermordet 10.9.1943 Elisabeth Hamburger wurde am 2. September 1915 als Tochter von David Hamburger in Fürstenau geboren. Am 5. Mai 1938 flüchtete sie nach Winterswijk in die Niederlande, wo sie am 31. Mai 1938 Bernard Nathan Jacob Menko heiratete und am 28. Februar 1940 die Zwillinge Rose Amalia und Jacob gebar. Vom 6. Oktober 1942 bis zum 7. September 1943 war sie im Sammellager Westerbork inhaftiert und wurde dann in das Vernichtungslager Auschwitz deportiert. Mit Datum 10. September 1943 wurde sie später für tot erklärt.Elisabeth Menko-Hamburger In: joodsmonument.nl, abgerufen am 11. Juni 2019. 120px|Stolperstein für Julius Frank Hier wohnteJulius FrankJg. 1868deportiert 1942Theresienstadtermordet inTreblinka Schwarzer Weg 3 120px