Der Eberbach ist ein sieben Kilometer langer Bach anfangs kurz an dessen Rand, dann im Landkreis Heilbronn im mittleren Baden-Württemberg, der nach westlichem bis südwestlichem Lauf vor dem Dorf Erlenbach von rechts in die untere Sulm mündet. Am Unterlauf wird er auch Weißenhofbach genannt.
Geographie Verlauf mini|links|Blick nach Südosten auf Hölzern Der Eberbach entsteht im Hügelwald zwischen dem Dorf Schwabbach der Gemeinde Bretzfeld im Hohenlohekreis und dem Gemeindeteil Hölzern von Eberstadt Landkreis Heilbronn nach dem Waldparkplatz Steinerner Tisch in einem neben der Straße einsetzenden und sie begleitenden Geländeriss Lange Klinge auf rund . Er schlängelt sich anfangs über sandigem Grund mit bis zu zwei Metern Breite in Richtung Westen. Nach einem guten halben Kilometer verlässt der Bach, bisher Grenze zwischen den Gemeinden Bretzfeld links und Eberstadt rechts, an zwei kleinen Teichen den Wald in die Eberstadter Gemarkung hinein und fließt unter den Weinbergen rechts am Hang des Schnabelsbergs weiter auf Hölzern zu.
Er wechselt dabei auf die rechte Seite der Landesstraße und nimmt etwa anderthalb Kilometer unterhalb seines Ursprungs gegenüber dem größtenteils am linken Ufer liegenden Ort von Nordwesten her seinen anderen Oberlauf Klingenbach auf. Dieser teils ebenfalls Eberbach genannte Bach läuft von Anfang an in der offenen Flur, ist etwa zwei Kilometer lang und trägt ein ziemlich genau gleich großes Teileinzugsgebiet bei wie der offizielle Oberlauf.
mini|links|Blick nach Süden vom Sporn Eberfürst auf Eberstadt mini|links|Blick talaufwärts nach Nordosten ins untere Eberbachtal auf Eberstadt Unterhalb von Hölzern fließt der Eberbach in recht breiter Aue ungefähr nach Westsüdwesten und unterquert die A 81, die aus dem Tunnel Hölzern ins Klingenbachtal eingetreten ist und danach dem Eberbach am linken Talhang folgt.
Nach fast der Hälfte seines Laufes mündet im Dorf Eberstadt der Schmalbach von Norden her, sein nach Länge wie Einzugsgebiet größter Zufluss. Auf nun südwestlichem Lauf speisen ihn aus dem Nordwesten nacheinander die Gellmer und der Bach aus dem Grund. Er biegt danach nahe dem Weinsberger Kreuz rechts um den auf dem niedrigen rechten Talsporn stehenden Weinsberger Stadtteil Weißenhof herum.
Dort, inzwischen Weißenhofbach genannt, fließt er noch einen knappen Kilometer in der breiten rechten Aue des Flusses westwärts und mündet schließlich, im Staubereich des gewöhnlich wasserlosen Rückhaltebeckens Weißenhof und schon auf der Gemarkung der Gemeinde Erlenbach, auf etwa von rechts in den Unterlauf der Sulm.
Der Eberbach fließt nach einem 7,0 km langem Lauf mit mittleren Sohlgefälle von etwa 12 ‰ etwa 85 Höhenmeter unterhalb seines Ursprungs der Sulm zu.
Einzugsgebiet Der Eberbach hat ein 18,6 km² großes Einzugsgebiet und damit das größte von allen Nebenflüssen der Sulm. Es liegt, naturräumlich gesehen, im nördlichen, niedriger auslaufenden Teil der zu den Schwäbisch-Fränkischen Waldberge zählenden Löwensteiner Berge. Seine weit ausgeräumte Talbucht neben dem eigentlichen Sulmtal wird zu dessen Unterraum Weinsberger Tal gerechnet, der Ring der Randberge darum herum zählt, ausgenommen deren niedrigen Abschnitt im Süden, zum Unterraum Sulmer Bergebene. Der mit höchste Punkt liegt auf einer flachen Kuppe der Bergebene nördlich von Buchhorn; im südlichen Teil liegt das Höhenmaximum dagegen bei nur auf dem Herrenberg.
Reihum grenzen die Einzugsgebiete folgender Nachbargewässer an: Jenseits des genannten höchsten Punktes beginnt recht nahe der Brettach-Zufluss Dahenbach seinen Lauf; etwas weiter östlich noch jenseits der nördlichen Wasserscheide konkurrieren der Limbach, an der nordöstlichen der Sulzbach (!), im Osten der Schwabbach und sein Zufluss Dimbach fortlaufend weiter oben zur Brettach; hinter dem schmaleren und tieferen Bergrücken aus Herrenberg und Wildenberg im Süden entspringen die kleineren Gewässer Sülzbach (!) und Wetterischbach, die vor dem Eberbach von rechts in die Sulm münden; den Abfluss auf der Gegenseite der westlichen Wasserscheide bis zurück zum Eck mit der nördlichen nimmt der nächste Sulm-Zufluss Erlenbach auf.
Die nördliche und östliche Wasserscheide ist hydrologisch bedeutender, da sie vom Einzugsgebiet des großen Brettach-Vorfluters Kocher trennt, der unterhalb der Sulm in den Neckar mündet.
Auf den südexponierten Hängen der Talbucht und ihrer rechten Nebenbuchten wird auf flurbereinigten Flächen Weinbau betrieben. In der übrigen, flachhügeligen bis flachen Talbucht dominiert über der Talmulde der Ackerbau. Wald steht auf dem Ring der Hochflächen um die Bucht und an den nordexponierten Hängen links des Eberbachs.
Das Gebiet gehört überwiegend zur Gemeinde Eberstadt, dessen Orte, das früher selbständige Hölzern am Zusammenfluss der beiden Quelläste Eberbach und Klingenbach, der Weiler Klingenhof am Oberlauf des Klingenbachs, der Weiler Buchhorn in der Seitenbucht des linken Schmalbach-Oberlaufes Buchhorner Bach, der Weiler Lennach am rechten Schmalbach-Oberlauf Lennacher Bach sowie Eberstadt selbst am Zufluss des Schmalbachs zum Eberbach sämtlich im Einzugsgebiet des Eberbaches liegen.
Daneben hat in dessen Westen noch die Stadt Weinsberg einen nicht kleinen Gebietsanteil mit dem Stadtteil Gellmersbach am oberen Gellmer oder Gellmersbach, dem Wohnplatz Weißenhof auf dem niedrigen rechten Talsporn des Eberbachtals zum Sulmtal sowie der neueren Aussiedlerhofgruppe Blaßhalden im oberen Grund. Andere durchweg unbesiedelte kleine Randstreifen liegen meist im Höhenwald und gehören zur Stadt Neckarsulm, zur Stadt Neuenstadt am Kocher, im Osten ein etwas größeres Waldgebiet zur Gemeinde Bretzfeld und im Westen ein Weinberghang und kleinere Waldstreifen zur Gemeinde Erlenbach.
Zuflüsse und Seen Liste der Zuflüsse und 10px Seen von der Quelle zur Mündung. Gewässerlänge, Seefläche, Einzugsgebiet und Höhe nach den entsprechenden Layern auf der Onlinekarte der LUBW. Andere Quellen für die Angaben sind vermerkt.
Ursprung des Eberbachs auf etwa in der Langen Klinge neben der L 1036 zwischen Bretzfeld-Schwabbach und Eberstadt-Hölzern. Der Bach fließt anfangs westlich.
10px Passiert auf etwa zwei Weiher nach dem Waldaustritt, zusammen 0,1 ha. Klingenbach, teils auch Eberbach, von rechts und Nordwesten auf etwa gegenüber Eberstadt-Hölzern, 1,8 km und ca. 2,2 km². Entfließt auf etwa dem Recyclinghof am Klingenwald unter der Hochebene nördlich von Eberstadt-Klingenhof. Der Eberbach selbst ist an diesem Zufluss erst 1,5 km lang, hat aber ebenfalls ein ca. 2,2 km² großes Einzugsgebiet. 10px Entwässert einen Teich auf über zwischen Recyclinghof und der darüberliegenden Deponie, unter 0,1 ha. 10px Durchläuft auf etwa gleich nach Unterqueren der Bundesautobahn 81 das dauerangestaute Becken des Hochwasserrückhaltebeckens Hölzern, 0,5 ha. 10px Passiert einen Kleinteich im Mündungswinkel unmittelbar an der Mündung, unter 0,1 ha. Schmalbach, von rechts und Norden auf etwa in Eberstadt, 1,2 km ab dem Zusammenfluss der Oberläufe und 3,1 km mit dem linken Oberlauf Buchhorner Bach sowie ca. 5,1 km². Fließt auf etwa an einer Feldwegbrücke bei den Sportplätzen nördlich von Eberstadt aus seinen beiden Oberläufen zusammen Buchhorner Bach, linker und nördlicher Hauptstrang-Oberlauf, 1,9 km und ca. 2,0 km². Entsteht auf etwa ostnordöstlich von Eberstadt-Buchhorn im Wald zwischen den Gewannen Winter- und Sommerhalde. Läuft in einem Linksbogen anfangs westlich und später südöstlich. Lennacher Bach, rechter und nordwestlicher Nebenstrang-Oberlauf, 2,0 km und ca. 1,4 km². Entspringt auf knapp dem Pfitzbrünnele im Pfitzhofwald nordwestlich von Eberstadt-Lennach. 10px Passiert auf etwas über Hangfuß einen Teich links am Lauf, unter 0,1 ha. 10px Durchfließt auf etwa etwa einen Viertelkilometer vor dem Ortsrand von Lennach das Becken des Hochwasserrückhaltebeckens Lennach, 0,5 ha. Langgraben, von rechts und Westen auf etwa am Ortsende von Lennach, 0,5 km und ca. 0,2 km². Entsteht auf etwa am unteren Randweg der Weinberge. Unbeständig wasserführender Weggraben in natürlicher Mulde. Gellmer oder Gellmersbach, von rechts und Nordwesten auf etwa nach Eberstadt, 1,1 km und ca. 2,1 km². Entsteht auf etwa am untern Ortsrand von Weinsberg-Gellmersbach. 10px Im Einzugsgebiet liegt oberhalb auf etwas unter ein Teich unter den Weinbergen im Krähloch und vor den Gellmersbacher Sportplätzen, unter 0,1 ha. (Graben aus dem Grund), von rechts und Westnordwesten auf etwa nach Eberbach und vor Weinsberg-Weißenhof, 1,9 km und ca. 1,3 km². Entsteht auf etwa am Waldhang Ghäu westlich des Weinsberger Siedlungsplatzes Blaßhalden.
Mündung des Eberbachs von LR und NESW auf im Rückhaltebereich des nicht dauereingestauten Hochwasserrückhaltebeckens Weißenhof unterhalb von Weinsberg-Weißenhof und kurz vor dem Ortsrand von Erlenbach. Der Bach ist mit dem linken Quellast ab der Langen Klinge 7,0 km lang und hat ein 18,6 km² großes Einzugsgebiet.
Hochwasserrückhaltebecken Im Einzugsgebiet liegen zwei Hochwasserrückhaltebecken (HRB), die Mündung des Eberbachs in die Sulm liegt im Rückstaubereich eines dritten. Alle Becken gehören zum 1973 gegründeten Wasserverbandes Sulm mit Sitz in Weinsberg, sie haben Erddämme und das Gewässer, vor dessen Hochwasser sie schützen sollen, wird bei allen dauerhaft durchs Becken geführt (Hauptschluss). Am dritten und größten, von der Sulm durchflossenen wird der Abfluss gesteuert, an den beiden anderen, die zu den früh erbauten und kleinen Becken des Verbandes zählen, dagegen nicht.
+ Hochwasserrückhaltebecken des Wasserverbandes Sulm Name Lage Gestautes Gewässer und Abfluss Stauraum in m3 EZG Staufläche Dammhöhe Baujahr Ort Maximal Dauer Max Dauer HRB Hölzern vor Hölzern (Gde. Eberstadt) Klingenbach → Eberbach 15.000 8.000 1,9 km2 ? 0,5 ha 7 m 1978 HRB Lennach vor Lennach (Gde. Eberstadt) Lennacher Bach → Schmalbach → Eberbach 16.000 6.000 1,0 km2 ? 0,5 ha 6,2 m 1978 HRB Weißenhof vor Erlenbach Sulm 571.000 – 82,4 km2 ? – 6,8 m 1989 Angaben zu Stauraum, Dammhöhe und Baujahr und zur gewöhnlichen Fläche der dauereingestauten Becken jeweils nach der amtlichen Gewässerkarte. Rückhaltebecken mit Eintrag „–“ in der Spalte für den Dauerstauraum sind gewöhnlich wasserlos. Die Einzugsgebiete wurden auf ihr abgemessen, unter weitestmöglicher Übernahme der Flächenwerte für die hierfür nicht zu zerschneidenden Teileinzugsgebiete.
Geologie Das Einzugsgebiet liegt im Mittleren Keuper. Dessen höchste Schicht dort ist der Schilfsandstein (Stuttgart-Formation), der für den Ring der oben recht flachen Randberge um das Eberbachtal strukturbildend ist. Darunter am Hang liegt Gipskeuper (Grabfeld-Formation). Am Südrand des Einzugsgebietes ist im Bereich der Autobahntrasse eine Schilfsandstein-Großscholle mit erkennbarer Risskante vom westlichen Wildenberg auf den Gipskeuper abgerutscht. Kleinere solche Rutschungen gibt es auch am östlichen Wildenberg südwestlich von Hölzern sowie etwas nördlich von Eberstadt an einem Südhang des Talkessels.
Die genannten älteren Schichten sind weithin durch Lösssediment aus quartärer Ablagerung überdeckt, auf der Hochebene wie auch im Tal, dort oft auch in Form von lösshaltigen Fließerden. Die größeren Bäche laufen in holozänen Auensedimentbändern. Fast an allen Südhängen liegen Rebflächen, die flurbereinigt wurden, weshalb dort die natürliche Schichtenstruktur gestört ist.
An ein paar Stellen auf der Hochebene gibt es aufgelassene kleine Steinbrüche mit bis zu zwölf Meter hohen Abbauwänden des dort zumindest stellenweise in Flutfacies dickbankig abgelagerten Schilfsandsteins, ebenso dort und an den Hängen einige ehemalige Mergelgruben mit teilweise kleinen Tümpeln.
Natur und Schutzgebiete