Benno Imendörffer (* 25. Juni 1867 in Pest; † 29. April 1945 in Steinbach am Attersee) war ein österreichischer Schriftsteller und Lehrer.
Leben Als Sohn des Bankdirektors August Imendörffer (1836–1902)Günther Berka: 100 Jahre Deutsche Burschenschaft in Österreich. 1859–1959, Graz 1959, S. 37. geboren, studierte Benno Imendörffer nach dem Besuch ungarischer Schulen und des Oberrealgymnasiums in Stuttgart ungarische Rechtswissenschaften in Budapest, dann Philosophie an der Universität Wien. Während seines Studiums wurde er 1889 Mitglied der Akademischen Burschenschaft Markomannia Wien.Willy Nolte (Hrsg.): Burschenschafter-Stammrolle. Verzeichnis der Mitglieder der Deutschen Burschenschaft nach dem Stande vom Sommer-Semester 1934. Berlin 1934, S. 219. 1894 wurde er zum Dr. phil. promoviert und bestand 1896 seine Lehramtsprüfung für Geschichte und Geographie. Er arbeitete mit dem Titel Professor als Mittelschullehrer in Troppau, Brünn und ab 1903 in Wien. Er engagierte sich in burschenschaftlichen Verbänden und war Herausgeber und Leiter der Zeitschrift Wartburg. Zeitschrift für den ostmärkischen Burschenschafter. Er war Mitgründer des Deutschen Klubs und viele Jahre in der Leitung des Deutschen Schulvereins tätig. 1925 wurde er als erster aktiver Mittelschullehrer Regierungsrat in Österreich.
1939 war er Mitglied des Deutschen Klubs und der NSDAP (Mitgliedsnummer 6.243.440).Andreas Huber (Bearbeiter): Mitgliederverzeichnis des Deutschen Klubs vom 30. September 1939, 2020.
Ehrungen 1934: Herman-Haupt-Plakette
Veröffentlichungen (Auswahl) Speise und Trank im deutschen Mittelalter. Prag 1901. Beiträge zur Quellenkunde der sechs letzten Bücher der Annalen des Tacitus. Brünn 1901. (Online) Lehrbuch der Erdkunde für österreichische Mittelschulen. Mehrere Ausgaben und Schuljahrgänge um 1913 bis 1919. Die Verteidigung Wiens im Jahre 1683. Leipzig, Wien 1918. Deutsch-Westungarn. Berlin 1919. Wien und seine Umgebung. Berlin 1924. Die grüne Steiermark. Berlin 1925. Eduard Heyck, der Mann und sein Werk. Lahr 1928. Geschichte der Burschenschaft Markomannia zu Wien in den ersten siebzig Jahren ihres Bestandes. Wien 1930. Israel und die Völker. Wien 1935. Mitarbeiter bei Theodor Pugel: Antisemitismus der Welt in Wort und Bild. Der Weltstreit um die Judenfrage. Dresden 1936.
Literatur
Helge Dvorak: Biographisches Lexikon der Deutschen Burschenschaft. Band II: Künstler. Winter, Heidelberg 2018, ISBN 978-3-8253-6813-5, S. 356–357.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Autor Kategorie:Herausgeber Kategorie:Regierungsrat (Berufstitelträger) Kategorie:Gymnasiallehrer (Österreich-Ungarn) Kategorie:Gymnasiallehrer (Wien) Kategorie:Mitglied des Deutschen Klubs (Verein) Kategorie:Studentenhistoriker Kategorie:Burschenschafter (19. Jahrhundert) Kategorie:Absolvent der Universität Wien Kategorie:NSDAP-Mitglied Kategorie:Österreicher Kategorie:Geboren 1867 Kategorie:Gestorben 1945 Kategorie:Mann