mini|Gęsie Góry im Jahr 2023 Gęsie Góry () ist ein kleiner Ort in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Er gehört zur Gmina Barciany (Landgemeinde Barten) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).
Geographische Lage Gęsie Góry liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren. Die Kreisstadt Kętrzyn () ist 19 Kilometer in südlicher Richtung entfernt.
Geschichte Der vor 1871 Adlig Sansgarben genannte kleine GutsortDietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Sansgarben wurde 1785 ein „adlig Vorwerk mit 8 Feuerstellen“ genannt.Sansgarben bei GenWiki Am 30. April 1874 wurde ein Amtsbezirk namens Sansgarben neu errichtet,Rolf Jehke, Amtsbezirk Sansgarben der zum ostpreußischen Kreis Rastenburg im Regierungsbezirk Königsberg der preußischen Provinz Ostpreußen gehörte. Er bestand lediglich aus dem Gutsbezirk Kudwinnen (), dem jedoch das Vorwerk Sansgarben zugeordnet war. Erst vor 1892 wurde aus dem Kudwinner Vorwerk Sansgarben der Gutsbezirk Sansgarben gebildet.
Am 30. September 1928 schlossen sich die beiden Gutsbezirke Kudwinnen (mit dem Vorwerk Wargitten, polnisch Wargity) und Sansgarben zur neuen Landgemeinde Sansgarben zusammen.
Sansgarben kam 1945 in Kriegsfolge mit dem gesamten südlichen Ostpreußen zu Polen und erhielt die polnische Namensform „Gęsie Góry“. Als Osada (deutsch Siedlung) ist der Ort heute eine kleine Ortschaft im Verbund der Landgemeinde Barciany (Barten) im Powiat Kętrzyński, bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugeordnet.
Einwohnerzahlen Jahr Anzahl 1820 102 1885 133 1905 142 1910 123 1933 225 1939 220 2021 167Główny Urząd Statystyczny, NSP 2021: Ludność w miejscowościach statystycznych, abgerufen am 18. März 2026
Amtsbezirk Sansgarben (1874–1945) Der Amtsbezirk Sansgarben bestand bei seiner Errichtung lediglich aus einem Dorf, am Ende waren es zwei: Deutscher Ortsname Polnischer Ortsname Bemerkungen Kudwinnen Kudwiny Ab 1928 zu Sansgarben gehörig vor 1892:Sansgarben Gęsie Góry Vorher nach Kudwinnen zugehörig ab 23. Mai 1929:Modgarben Modgarby Bis 1929 den Amtsbezirken Dönhofstädt bzw. Sillginnen zugehörig
Kirche Evangelisch Bis 1945 gehörte Sansgarben zur evangelischen Kirche BartenWalther Hubatsch, Geschichte der evangelischen Kirche Ostpreußens, Band 3 Dokumente, Göttingen 1968, S. 473 in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union. Heute ist Gęsie Góry der Kirchengemeinde Barciany zugeordnet, einer Filialgemeinde der Johanneskirche Kętrzyn in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.
Katholisch Vor 1945 war Sansgarben der katholischen Kirche Rastenburg im damaligen Bistum Ermland zugehörig. Heute gehört Gęsie Góry zur Pfarrei Barciany im jetzigen Erzbistum Ermland.
Verkehr mini|Ortsausgang Richtung polnischer Staatsgrenze Gęsie Góry liegt an der Woiwodschaftsstraße 591 (einstige deutsche Reichsstraße 141), die die nördliche Woiwodschaft Ermland-Masuren in Nord-Süd-Richtung durchquert und die polnisch-russische Staatsgrenze zur Oblast Kaliningrad bei Michałkowo (Langmichels) mit Barciany (Barten) und den beiden Kreisstädten Kętrzyn (Rastenburg) und Mrągowo (Sensburg) verbindet. Außerdem enden zwei Nebenstraßen von den Nachbarorten Skandawa (Skandau) bzw. Modgarby (Modgarben) und Kudwiny (Kudwinnen) in Gęsie Góry.
Eine Anbindung an den Bahnverkehr existiert nicht.
Weblinks
Einzelnachweise
Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Barciany