Ulrike Knobloch (geboren 1961) ist eine deutsche Ökonomin und Philosophin. Ihr Forschungsschwerpunkt ist die Sozialökonomie der bezahlten und unbezahlten Arbeit. Sie ist eine Expertin für die Wirtschaft der Care-Arbeit. Seit 2025 ist sie Professorin für Volkswirtschaftslehre, insbesondere intersektionale Geschlechterökonomie an der Hochschule für Wirtschaft und Recht Berlin und Mitglied des Harriet Taylor Mill-Instituts für Ökonomie und Geschlechterforschung.

Werdegang Ulrike Knobloch studierte Volkswirtschaftslehre und hat nach ihrem Abschluss einige Semester Philosophie an der Universität Freiburg i. Br. angeschlossen. 1994 promovierte sie an der Universität St. Gallen. Der Titel ihrer Doktorarbeit lautete „Theorie und Ethik des Konsums – Reflexion auf die normativen Grundlagen sozialökonomischer Konsumtheorien“.

Knobloch hatte Lehraufträge an den Universitäten St. Gallen, Luzern, Bern und Freiburg (Schweiz). Sie hatte Forschungsaufenthalte an der New School for Social Research in New York City, dem Rensselaer Polytechnic Institute in Troy. Von 2003 bis 2005 hat sie in der Bürgschaftsbank für Sozialwirtschaft in Köln gearbeitet.

Sie veröffentlicht regelmäßig zu den Themen Ökonomie der bezahlten und unbezahlten Arbeit, queer-feministische Wirtschaftsethik, kritische Haushaltstheorie und Versorgungsökonomie.

Von November 2016 bis Ende 2024 war Ulrike Knobloch Professorin für Ökonomie und Gender im Fachbereich Wirtschaft und Ethik an der Universität Vechta.

Lehr- und Forschungstätigkeit Knoblochs Lehr- und Forschungstätigkeit an der Universität Vechta war auf Geschlechterforschung in Wirtschaftstheorie und Wirtschaftsethik ausgerichtet. Sie entwickelte eine Ökonomie der bezahlten und unbezahlten Arbeit, die die unbezahlte Haus- und Betreuungsarbeit ebenso wie die Freiwilligenarbeit einbezog. Zudem vernetzte sie feministische Ökonominnen und Geschlechterforscherinnen.

Ihre aktuellen Themenschwerpunkte umfassen:

Plurale Feministische Ökonomie und ihre normativen Grundlagen Geschlechterbewusste Wirtschaftsethik Globale Ordnungsethik aus Geschlechterperspektive Versorgungsökonomie und Versorgungssysteme im Vergleich Feministisch-kritisches Denken in Sozialwirtschaft und Haushaltsökonomie

Schriften und Werke (Auswahl)

mit Hans Baumann, Iris Bischel, Michael Gemperle, Beat Ringger, Holger Schatz (Hrsg.): Denknetz Jahrbuch 2013: Care statt Crash. Sorgeökonomie und die Überwindung des Kapitalismus. edition8, Zürich 2013, ISBN 978-3-85990-220-6. Ulrike Knobloch: Kritische Wirtschaftsethik aus Geschlechterperspektive, in: Thomas Beschorner, Peter Ulrich, Florian Wettstein (Hrsg.): St. Galler Wirtschaftsethik. Programmatik, Positionen, Perspektiven. Metropolis Verlag, Marburg 2015, 263–282, ISBN 978-3-7316-1146-2. mit Monica Budowski und Michael Nollert (Hrsg.): Unbezahlt und dennoch Arbeit. Seismo, Zürich 2016, ISBN 978-3-03777-150-1. Ulrike Knobloch (Hrsg.): Ökonomie des Versorgens. Feministisch-kritische Wirtschaftstheorien im deutschsprachigen Raum. Beltz Juventa, Weinheim 2019, ISBN 978-3-7799-3948-1. mit Hildegard Theobald, Corinna Dengler, Ann-Christin Kleinert, Christopher Gnadt, Heidi Lehner (Hrsg.): Caring Societies - Sorgende Gesellschaften. Neue Abhängigkeiten oder mehr Gerechtigkeit? Beltz Juventa, Weinheim 2022, ISBN 978-3-7799-7197-9 (Open Access).

Weblinks Literaturliste von Ulrike Knobloch im Katalog der Deutschen Nationalbibliothek Website von Ulrike Knobloch

Einzelnachweise

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