Die Liste der Grüneberg-Orgeln umfasst sukzessive die Orgeln der Familie Grüneberg, die in Brandenburg an der Havel und Stettin vom 18. bis zum 20. Jahrhundert tätig war.
Johann Wilhelm Grüneberg Johann Wilhelm Grüneberg (1751–1808) gilt als einer der bedeutenden Orgelbauer in der Mark Brandenburg in seiner Zeit. Er wirkte in Brandenburg an der Havel. Von seinen Orgeln sind die in Potsdam, Französische Kirche (vorher in Spandau), Redekin und in Plaue (vorher in Brandenburg) erhalten, dazu Prospekte in Mittenwalde und Genthin. Nicht mehr vorhandene Instrumente sind kursiv gesetzt.
Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen 1774–1775 Gohlitz Dorfkirche I 5 erhalten, Positiv, erste bekannte Orgel, 1835 erweitert von Heise auf I/P/6, 1980/1982 und 1997/1998 Restaurierung von Schuke auf I/5Orgel Orgeldatabase (niederländisch) 1776–1777 Werder Heilig-Geist-Kirche I/P 12 1858 ersetzt durch Gesell 1780 Charlottenburg Luisenkirche I/P 11 nicht erhalten 1783 Spandau Reformierte Johanneskirche zentriert|160x160px I/P 13 1902 nach Bärenklau umgesetzt, auf I/P/10 verkleinert, 1917 Prospektpfeifen entfernt, 1928 durch Zinkpfeifen von Schuke ersetzt, 1991 nach Potsdam, Französische Kirche umgesetzt durch Schuke und ursprüngliche Disposition rekonstruiert und restauriert, 2000 eingeweiht (Bild)Orgel Orgeldatabase, mit Disposition (niederländisch) 1785 Redekin Kirche I/P 11 erhalten 1787 Mittenwalde St.-Moritz-KircheII Prospekt erhalten, um 1890 durch Sauer ersetzt, 1959 durch EuleInfotafel an der Kirche 1791 Klein-Glien Gutskirche I/p 6 erhaltenInformation Orgeldatabase (niederländisch) 1793 Brandenburg an der Havel St. Johannis I/P 15 1814 nach Plaue umgesetzt, 1912 durch Heerwagen auf II/P/17 erweitert, 1984 restauriert durch Fahlberg, dann durch Scheffler → Orgel1793 Brandenburg an der HavelBrüdergemeindeI51903 zerstört 1794 Saarmund Kirche 1840 mit Kirche durch Brand zerstörtInformation Orgeldatabase (niederländisch) 1798 Magdeburg Sankt-Katharinen-KircheII29 1882 an die Bonhoeffer-Kirche (Friedrichsbrunn) verkauft, dort erneuert 1798 Genthin St. Trinitatis Prospekt erhalten, Werk 1913 durch Rühlmann ersetzt ? Wittenberge Kirche 1870 nach Vehlgast umgesetzt für 200 Reichstaler, dort 1906 durch neue Grüneberg-Orgel ersetztDie Kirche in Vehlgasr Kirchenkreis
Georg Friedrich Grüneberg Dessen Bruder Georg Friedrich Grüneberg (1752–1827) war ab etwa 1780 als Orgelbauer in Stettin tätig. Bekannt sind vier Neubauten, von denen der Prospekt und Teile in Poznań (Posen), sowie einige Teile in Chojnice (Konitz) erhalten sind.
Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen 1779–1782 Posen, heute Poznań Kreuzkirche, heute Allerheiligenkirche 160x160px|zentriert Altarorgel, erbaut mit Johann Gottlieb Mehnert, 1868 umfassender Umbau von W. Sauer auf II/P/30, Prospekt und Teile der Grüneberg-Orgel erhalten, heute I/P/19 1783 Konitz, Westpreußen, heute Chojnice Augustinerklosterkirche II/P 23 1819 Umsetzung in Verkündigungskirche in Konitz, später pneumatischer Umbau durch A. Terletzki, 1947 Umsetzung in Johanneskirche, 1954 Umbau mit neuem Prospekt durch Sobiechowski, einige Teile der Grüneberg-Orgel erhalten.Chojnice, Mariä-Verkündigungs-Kirche Musicam Sacram, mit Geschichte (polnisch)Basilika Johannes der Täufer Orgeldatabase, mit heutiger Orgel (niederländisch) 1818 Stettin (Szczecin) St. Peter und Paul II/P 24 1822 Schwedt/Oder Stadtkirche
August Wilhelm Grüneberg Dessen Sohn August Wilhelm Grüneberg (1787–1837) war in Stettin tätig. Von ihm sind einige Orgelneubauten bekannt, die alle angegeben sind.Nach Uwe Pape, Wolfram Hackel, Christhard Kirchner (Hrsg.): Lexikon norddeutscher Orgelbauer. Band 4. Berlin, Brandenburg und Umgebung einschließlich Mecklenburg-Vorpommern. Pape Verlag, Berlin 2017. Einige sind erhalten. Jahr Ort Kirche Bild Manuale Register Bemerkungen1824PasewalkNikolaikirche II/P 8 erweitert auf II/P/13Carl Friedrich Ferdinand Buckow: Das Doubletten-System ist keine neue Erfindung. In: Allgemeine Musikalische Zeitung. Nr. 42, 18. Oktober 1843, S. 745. mit Angabe II/P/8 1829 Golchen KircheI/P11 Zuschreibung, 2010 notdürftige Reparaturen, 2019 weitere Restaurierung angestrebtGolchen Pfarramt Hohenmocker, mit Bitten um Spenden 1830 Schönfließ, Neumark, jetzt Trzcińsko-Zdrój Kirche II/P 20 um 1894 ersetzt durch Sauer nach Kirchenneubau1832Ahlbeck (bei Ueckermünde)Ev. Kirche I/P 9 Restauriert 2005 durch Sauer Sauer Orgelbau (Memento) 1832 Belling bei Jatznick Kirche erhalten Kirche1832LassanSt. JohannisII/P17erhalten, Weihe am 3. Advent, 16. Dezember 1832, sie wurde 1880 durch Mehmel repariert. Wir auch Carl August Buchholz zugeschrieben.1835GollnowKatharinen-kircheII/P21nicht erhalten, um 1848 ersetzt durch Kaltschmidt 1836 Wiek auf Rügen St. Georg zentriert|160x160px I/P 9 erhalten, 1875 erweitert auf II/11 durch Friedrich Albert Mehmel→ Orgel ? Boock bei Pasewalk Kirche?? erhalten, Anfang 19. Jahrhundert, von einem Mitglied der FamilieBoock Dorfkirchen in MV ? Pyritz, heute Pyrzyce Stadtkirche?? wahrscheinlich nicht mehr vorhandenkeine Informationen bei Wirtualne Centrum Organowe, MusicamSacram oder anderen Textenvor 1837Jädikendorf Neumark (Godkow)Dorfkirche??erwähnt in der Uraniavor 1837Blumenthal bei PasewalkDorfkirche??Plakat Orgelbau Vorpommern
Barnim Grüneberg Barnim Grüneberg (1828–1907) gilt als der bedeutendste deutsche Orgelbauer im Ostseeraum in seiner Zeit. Er schuf genau 500 Neu- und Umbauten, vor allem in Pommern, aber auch in Brandenburg, Mecklenburg, Westpreußen und an weiteren Orten. (Werkverzeichnis ist vollständig!)