mini|Aki-Matilda Høegh-Dam (2026) Aki-Matilda Tilia Ditte Høegh-Dam (* 17. Oktober 1996 in Hillerød, Dänemark)CV. Folketing. ist eine grönländische Politikerin (Naleraq).

Leben Familie und Jugend Aki-Matilda Høegh-Dam ist das einzige gemeinsame Kind des Schiffsführers Kim Høegh-Dam und der Lehrerin Bitten Høegh-Dam (* 1965). Sie hat zwei ältere Halbschwestern väterlicherseits sowie zwei ältere Halbbrüder mütterlicherseits, nämlich den Politiker Minik Høegh-Dam und den Politiker Qarsoq Høegh-Dam (* 1989).Aki-Matilda Høegh-Dam. Miss Danmark (archiviert).Jørgen Schultz-Nielsen: Høegh-Dam-børn har vælgertække. Sermitsiaq.AG (8. April 2021). Ihr Onkel ist der Beamte und Diplomat Kenneth Høegh (* 1965). Zwei ihrer Großelternteile sind Grönländer und zwei Dänen. Sie wurde in Dänemark geboren und wuchs in Sisimiut auf. Sie ist verlobt mit dem Politiker Kuno Fencker (* 1974).

Mit 14 Jahren wurde sie Mitglied im Rat der Kinderrechtsorganisation Nakuusa, wodurch ihr politisches Interesse geweckt wurde. Ein Jahr später wurde sie Mitglied in der Jugendorganisation der Siumut.Walter Turnowsky: Siumuts unge komet: Børns vilkår fik hende ind i politik. Sermitsiaq.AG (6. Juni 2019). Sie ist zudem Mitgründerin der Antikolonialismusorganisation Nalik, wo sie von 2017 bis 2020 Vizevorsitzende war.Ulrik Gad: Akki-Matilda Høegh-Dam. Danmarks Nationalleksikon. 2015 begann sie ein Studium der Politikwissenschaft an der Universität Kopenhagen, das sie 2019 abschloss.

2015 trat sie bei der Miss-Danmark-Wahl an und erreichte Platz 6.David Attardo: Miss Danmark-model kommer i Folketinget. Ekstra Bladet (6. Juni 2019).

Karriere im Folketing Sie trat im Alter von 22 Jahren bei der Folketingswahl 2019 an und erhielt die zweitmeisten Stimmen aller Kandidaten sowie die meisten der Kandidaten der Siumut.Wahlergebnisse in Grönland. valg.gl. Damit erhielt sie einen der beiden grönländischen Plätze im Folketing und verdrängte die ehemalige Regierungschefin Aleqa Hammond aus dem Parlament. Sie setzt sich für ein unabhängiges Grönland ein.Marie Kûitse Kristensen: Aki-Matilda Høegh-Dam. Kalaallit Nunaata Radioa (29. Mai 2019). Bei der Folketingswahl 2022 erhielt sie 33,7 % der Stimmen, womit sie ihr Ergebnis von 2019 beinahe verdoppelte und ihren Sitz im dänischen Parlament verteidigte. 2021 gewann ihr Bruder Minik die Kommunalwahl in der Avannaata Kommunia, wurde aber wegen einer früheren Verurteilung wegen Hehlerei aus der Siumut ausgeschlossen, verlor somit das Recht auf den Bürgermeisterposten und wurde später für unwählbar erklärt und musste aus dem Kommunalrat zurücktreten. Bei der Parlamentswahl am selben Tag wurde ihr Bruder Qarsoq ins Inatsisartut gewählt, verzichtete aber wegen einer früheren Verurteilung wegen Drogenbesitzes auf seinen Parlamentssitz, da er ebenfalls damit rechnen musste, für unwählbar erklärt zu werden.Merete Lindstrøm: Siumut ekskluderer Minik Høegh-Dam. Sermitsiaq.AG (16. April 2021).Aviâja Kilime, Signe Haahr Pedersen, Mads Lynge: Qarsoq Høegh-Dam: Personsag skal ikke fjerne fokus fra politik. Kalaallit Nunaata Radioa (24. April 2021).

Am 30. Juli 2023 kandidierte sie als Parteivorsitzende der Siumut und erhielt 16 Stimmen und damit drei mehr als der frühere Regierungschef Kim Kielsen, während der Parteivorsitzende Erik Jensen sein Amt mit 39 Stimmen im ersten Wahlgang verteidigen konnte.Jensine Berthelsen, Merete Lindstrøm: Erik Jensen fortsætter ved roret. Sermitsiaq.AG (30. Juli 2023). In Verbindung mit der Wahl schlug sie vor, die zwei grönländischen Sitze im Folketing abzuschaffen, von denen sie den einen selbst innehatte, da beide Parlamente ihrer Meinung nach gegeneinander arbeiten. Dabei kündigte sie auch an, vermutlich bei der nächsten Parlamentswahl in Grönland antreten zu wollen.Kassaaluk Kristensen: Aki-Matilda efter kampvalg: Jeg har flere muligheder for at arbejde med politik. Sermitsiaq.AG (31. Juli 2023).

Im Mai 2023 hatte sie eine Rede im Folketing auf Grönländisch gehalten, woraufhin die übrigen Parlamentsmitglieder nicht auf sie eingehen konnten. Dies löste eine Diskussion darüber aus, inwiefern die grönländischen und färöischen Mitglieder im Folketing ihre Muttersprache anwenden dürfen. Sie forderte die Einführung von Dolmetschern im Parlament, obwohl sie selbst perfekt Dänisch spricht. Wegen einer Reise ließ sie sich ab dem 22. September 2023 für zwei Wochen im Parlament beurlauben, woraufhin ihr Stellvertreter Markus E. Olsen ihren Platz übernahm. Dieser hatte im Voraus angekündigt ebenfalls nur Grönländisch reden zu wollen. Das Folketing lehnte die Forderung von Dolmetschern aus Kosten- und Praktikabilitätsgründen ab, gewährte aber die doppelte Redezeit, um dieselbe Rede sowohl in der Muttersprache als auch auf Dänisch halten zu können. Zudem wurde angekündigt, zusätzliche Gelder für Übersetzer zu gewähren und die Website des Parlaments teilweise mehrsprachig anzubieten.Ritzau: Aki-Matilda Høegh-Dam tager kort orlov fra Folketinget. Kalaallit Nunaata Radioa (17. August 2023).Ritzau: Folketinget: Grønlandske medlemmer må selv oversætte taler til dansk. Sermitsiaq.AG (21. September 2023). Ihre Rede im Mai 2023 wurde im Nachhinein von der privaten Organisation Danske Taler als „Rede des Jahres“ ausgezeichnet.Ritzau: Aki-Matilda vinder dansk pris for grønlandsk tale i Folketingssalen. Sermitsiaq.AG (24. Oktober 2023). Eine Klage beim Parlamentspräsidium über Rasmus Jarlov, der ihre Familie in einer Debatte als „sehr dänisch“ bezeichnet und damit ihrer Meinung nach ihre ethnische Identität geleugnet hatte, wurde abgewiesen.Jørgen Schultz-Nielsen: Aki-Matilda får intet ud af klagesag til Præsidiet. Sermitsiaq.AG (27. September 2024). Im November 2024 kündigte sie erneut an, bei einer Parlamentssitzung nur Grönländisch sprechen zu wollen, woraufhin ein Test mit Simultandolmetschern durchgeführt wurde.Ritzau: Medlem vil kun tale grønlandsk: Folketinget afprøver simultantolkning. Sermitsiaq.AG (25. November 2024). Zwei Wochen später wurde beschlossen, ausgewählte Reden in Zukunft generell simultandolmetschen zu wollen.Ritzau: Folketinget indfører simultantolkning af grønlandsk. Sermitsiaq.AG (11. Dezember 2024).

Parteiwechsel und Wechsel in die grönländische Politik Anfang 2025 forderte sie den sofortigen Beginn der Arbeit für die grönländische Unabhängigkeit. Der Parteivorsitzende Erik Jensen meinte jedoch, dass man erst auf die Ergebnisse der §21-Kommission, die nach Abschluss der Arbeit der Verfassungskommission gegründet wurde, warten sollte. Aki-Matilda Høegh-Dam drohte daraufhin am 5. Februar mit dem Parteiaustritt.Morten Okkels: Medie: Aki-Matilda Høegh-Dam overvejer partiskifte og opstilling til Inatsisartut. Sermitsiaq.AG (5. Februar 2025). Tags darauf änderte Erik Jensen seine Meinung und forderte nun ebenfalls, sofortige Verhandlungen mit der dänischen Regierung zu beginnen.Kim Hinrichsen, Andreas Wille: Erik Jensen: Selvstændighed skal forhandles lige efter valget. Kalaallit Nunaata Radioa (6. Februar 2025). Dennoch verließ sie einen Tag später die Partei und wurde parteilos,Thomas Munk Veirum, Jensine Berthelsen: Siumut mister sit folketingsmedlem. Sermitsiaq.AG (7. Februar 2025). trat aber am 10. Februar in die Naleraq ein.Kassaaluk Kristensen: Aki-Matilda stiller op til Inatsisartut for Naleraq. Sermitsiaq.AG (10. Februar 2025).

Bei der Parlamentswahl in Grönland 2025 erhielt sie auf Anhieb die drittmeisten Stimmen aller Kandidaten und sorgte somit für eine Verdoppelung des Wahlergebnisses der Naleraq, die erstmals zweitstärkste Kraft wurde. Sie ließ sich wegen ihres Einzugs ins Inatsisartut im Herbst 2025 im Folketing beurlauben. Da der erste Nachrücker Markus E. Olsen kurz zuvor verurteilt worden war und auf seinen Sitz verzichtete und die zweite Nachrückerin Karina Zeeb ebenfalls verzichtete, wurde die dritte und letzte Nachrückerin Elvira Kûitse stellvertretend ins Folketing berufen und trat dabei auch der Naleraq bei.Nicole Sander Bertelsen, Ann-Sophie Greve Møller: Elvira Kûitse bliver suppleant for Aki-Matilda i Folketinget. Kalaallit Nunaata Radioa (18. September 2025).

Bei der Folketingswahl 2026 verzichtete sie auf eine Wiederwahl. Ihr Bruder Qarsoq, der bereits 2024 zur Naleraq gewechselt war, erreichte bei der Wahl die meisten Stimmen aller Kandidaten und zog damit als ihr Nachfolger ins Folketing ein.Lasse Lindegaard: Fra søster til bror og fra Aaja til Naaja: Her er de to nye grønlandske ansigter i Folketinget. DR (25. März 2026).

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Einzelnachweise

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