Der Annalise-Wagner-Preis ist ein deutscher Literaturpreis, der seit 1992 jährlich für veröffentlichte oder unveröffentlichte literarische Arbeiten mit Bezug zur Region Mecklenburg-Strelitz oder von Verfassern aus dieser Region verliehen wird. Bei dem ausgezeichneten Werk kann es sich um einen wissenschaftlichen, populärwissenschaftlichen oder belletristischen Text aller Gattungen und Genres handeln. Der Preis ist mit 2500 Euro dotiert.
Der Preis ehrt das Andenken der 1986 verstorbenen Heimatforscherin, Buchhändlerin und Schriftstellerin Annalise Wagner. Der Preis wird von der Annalise-Wagner-Stiftung vergeben, die 1991 von der Stadt Neubrandenburg aufgrund des Testaments Annalise Wagners errichtet wurde. Es war die erste nach 1990 neu errichtete Kulturstiftung in Mecklenburg-Vorpommern. Aus den Mitteln der Stiftung wurden außerdem zwei Jugendpreise (1999), ein Stipendium (2001) und ab 2003 an junge Historiker mit 200 Euro dotierte „lobende Anerkennungen“ vergeben. Die Stadt Neustrelitz ehrt den Preisträger seit 2006 zusätzlich durch eine Annalise-Wagner-Medaille.
Preisträger 2026 Helene Bukowski für Wer möchte nicht im Leben bleiben 2025 Friederike Werner für Das ‚ägyptische‘ Geheimnis oder: Die verhüllten Tempel von Hohenzieritz und Berlin 1795/1850 2024 Carsten Gansel für Ich bin so gierig nach Leben 2023: Jörn van Hall für Du stirbst im Fliegen 2022: Ulrich Fasshauer für die Kinderbuch-Reihe Robin vom See31. Annalise-Wagner-Preis 2022: Kinderbuch-Reihe „Robin vom See“ überzeugte die Jury. In: lesen-in-deutschland.de. 29. Juni 2022, abgerufen am 6. Juli 2022. 2021: Mario Niemann für seine Studie Beständiger Wandel: Landwirtschaft und ländliche Gesellschaft in Mecklenburg von 1900 bis 2000Professor Mario Niemann erhält Annalise-Wagner-Preis. In: uni-rostock.de. 15. Juni 2021, abgerufen am 6. Juli 2022. 2020: Elke Pretzel für ihre Dissertation Eine gebrochene Sammlung: Die Städtische Kunstsammlung Neubrandenburg (1890-1945)Kunsthistorikerin Pretzel erhält Annalise-Wagner-Preis 2020 2019: Reinhard Simon für Domjücher Schicksale 2018: Peter Walther für Hans Fallada : Die Biographie 2017: Valentine Goby für Kinderzimmer : Roman 2016: Friederike Drinkuth für „Männlicher als ihr Gemahl“: Herzogin Dorothea Sophie von Schleswig-Holstein-Sonderburg-Plön, Gemahlin Adolf Friedrichs III. von Mecklenburg-Strelitz, wahre Regentin und Stadtgründerin von Neustrelitz 2015: Natalja Jeske für Lager in Neubrandenburg-Fünfeichen 1939–1948 : Kriegsgefangenenlager der Wehrmacht, Repatriierungslager, sowjetisches Speziallager 2014: Gregor Sander für Was gewesen wäre 2013: Hans-Jürgen Spieß und Peter Wernicke für Serrahn – Weltnaturerbe im Müritz-Nationalpark 2012: Constanze Jaiser und Jacob David Pampuch für Ein Schmuggelfund aus dem KZ-Erinnerung, Kunst & Menschwürde: Projektmappe für den fächerübergreifenden Unterricht 2011: Carolin Philipps für Luise – die Königin und ihre Geschwister 2010: Pauline de Bok für Blankow oder Das Verlangen nach Heimat 2009: Arnold Hückstädt für Fritz Reuter: Briefe Band 1-3 2008: Annette Leo für „Das ist so’n zweischneidiges Schwert hier unser KZ…“ : Der Fürstenberger Alltag und das Frauenkonzentrationslager Ravensbrück 2007: Sabine Bock für Herrschaftliche Wohnhäuser auf den Gütern und Domänen in Mecklenburg-Strelitz : Architektur und Geschichte 2006: Rainer Szczesiak für Auf der Suche nach Rethra. Die „Prillwitzer Idole“ 2005: Wolfgang Barthel für Schule in Mecklenburg-Strelitz : Studien zum Schulwesen in Friedland im Kontext mit der Entwicklung des Bildungswesens in Mecklenburg-Strelitz (1701–1933) 2004: Roland Gutsch für Zweieinhalb Tage : Erzählungen 2003: Matthias Wolf für Theater in Neubrandenburg : Beiträge zur Geschichte darstellenden Verhaltens 2002: Christiane Witzke für Domjüch : Erinnerungen an eine Heil- und Pflegeanstalt in Mecklenburg-Strelitz 2001: Stipendium an Marco Zabel zur archivarischen Erschließung des Briefnachlasses Annalise Wagners im Karbe-Wagner-Archiv Neustrelitz 2000: Renate Hippauf für Johann Heinrich von Thünen : Ein Lebensbild 1999: Axel Lubinski für Entlassen aus dem Untertanenverband : Die Amerika-Auswanderung aus Mecklenburg-Strelitz im 19. Jahrhundert 1998: Maria Neuhaus für Ein ehemaliger Neustrelitzer Bürger Hans-Jürgen Graf von Blumenthal (1907–1944) 1997: Wilfried Bölke für Heinrich Schliemann : Ein berühmter Mecklenburger 1996: Dietrich Grünwald für Turner auf zum Streite : Die Anfänge des Vaterländischen Turnens und das Wirken Friedrich Ludwig Jahns in Mecklenburg-Strelitz 1995: Werner Lexow für Eisenbahnen in Mecklenburg-Strelitz 1994: Anita Heiden-Berndt für Friederike Auguste Krüger 1993: Gisela Krull für Von Bauern, Rittern und Gespenstern – vorgestern und gestern in Peckatel 1992: Jörg Sachse für Das Notgeld des heutigen Kreises Neustrelitz
Einzelnachweise
Weblinks Annalise-Wagner-Stiftung Annalise-Wagner-Preis auf Kulturpreise.de
Kategorie:Literaturpreis (Mecklenburg-Vorpommern) Kategorie:Regionale Auszeichnung Kategorie:Erstverleihung 1992