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Stöckach ist ein Gemeindeteil des Marktes Igensdorf im Landkreis Forchheim (Oberfranken, Bayern). Die Gemarkung Stöckach hat eine Fläche von 3,782 km². Sie ist in 1171 Flurstücke aufgeteilt, die eine durchschnittliche Fläche von 3229,53 m² haben. In ihr liegen neben dem namensgebenden Ort die Gemeindeteile Oberlindelbach und Unterlindelbach.
Geografie Das im Erlanger Albvorland gelegene Dorf befindet sich etwa einen Kilometer südsüdwestlich von Igensdorf und liegt auf einer Höhe von .
Geschichte Die erste urkundliche Erwähnung von Stöckach fand 1062 unter dem Namen „Stockaha“ statt, weitere Nennungen folgten 1360 als „Stockach“ und später als „Stöckich“, was als Ort eines abgeholzten Waldes zu deuten ist.
Während des Spätmittelalters gelangte Stöckach in den Besitz der Reichsstadt Nürnberg und gehörte damit zur sogenannten Alten Landschaft des nürnbergischen Landgebietes. Die Hochgerichtsbarkeit wurde bis zum Beginn des 19. Jahrhunderts vom Pflegamt Hiltpoltstein ausgeübt, ebenso auch die Dorf- und Gemeindeherrschaft, die in Franken ausschlaggebend für die Landeshoheit war. Eine tiefgreifende Veränderung für Stöckach ergab sich im Jahr 1806, als die Reichsstadt Nürnberg unter Bruch der Reichsverfassung vom Königreich Bayern annektiert wurde. Zusammen mit dem verbliebenen reichsstädtischen Landgebiet wurde damit auch Stöckach bayerisch.
Durch die Verwaltungsreformen zu Beginn des 19. Jahrhunderts im Königreich Bayern wurde Stöckach mit dem Zweiten Gemeindeedikt im Jahr 1818 zu einer Ruralgemeinde, zu der die beiden Dörfer Oberlindelbach und Unterlindelbach gehörten. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern wurde die Gemeinde Stöckach am 1. Januar 1972 nach Igensdorf eingemeindet.
Verkehr Die Anbindung an das öffentliche Straßennetz wird hauptsächlich durch die Kreisstraße FO 31 hergestellt, die den Ort direkt mit der etwa einen halben Kilometer östlich von Igensdorf verlaufenden Bundesstraße 2 verbindet. Die Kreisstraße FO 18 führt aus dem Nordosten von Igensdorf nach Stöckach und verläuft in westnordwestlicher Richtung weiter nach Unterlindelbach. Eine Gemeindeverbindungsstraße verbindet den Ort mit dem südwestlich gelegenen Nachbarort Affalterbach.
Baudenkmäler mini|hochkant=1.22| In Stöckach befinden sich drei denkmalgeschützte Bauwerke, nämlich die Pfarrkirche St. Ägidius, das zugehörige Pfarrhaus und ein Bauernhaus.
Literatur
Weblinks
Stöckach im BayernAtlas, abgerufen am 4. Juni 2019 Stöckach auf historischer Karte, abgerufen am 4. Juni 2019
Einzelnachweise
Geografische Lage von Stöckach im BayernAtlas, abgerufen am 4. Juni 2019
Kategorie:Ortsteil von Igensdorf Kategorie:Ersterwähnung 1062 Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Landkreis Forchheim) Kategorie:Gemeindeauflösung 1971 Kategorie:Ort an der Schwabach (Regnitz) Kategorie:Gemarkung im Landkreis Forchheim