Die Flaggennachtschwalbe (Caprimulgus vexillarius, Syn.: Macrodipteryx vexillarius), auch als Ruderflügel bezeichnet, gelegentlich auch Ruderflügel-Ziegenmelker oder Wimpelnachtschwalbe genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Nachtschwalben (Caprimulgidae).Avibase
Sie wurde lange zusammen mit der Fahnennachtschwalbe (Caprimulgus longipennis) in eine eigene Gattung Macrodipteryx gestellt, aber nach molekulargenetischen Vergleichen ab 2010 wieder zur Gattung Ziegenmelker (Caprimulgus) gezählt.K.-L. Han, M. B. Robbins, M. J. Braun: A multi-gene estimate of phylogeny in the nightjars and nighthawks (Caprimulgidae). In: Molecular Phylogenetics and Evolution. Band 55, Nr. 2, 2010, S. 443–453.
Sie kommt in Angola, Botswana, der Demokratischen Republik Kongo, Namibia (Caprivizipfel), Südafrika und Tansania vor. Sie ist ein innerafrikanischer Zugvogel und überwintert zwischen Nigeria, Uganda und Kenia.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst hauptsächlich mit Miombo oder Mopane bestandene, auch gerodete oder niedergebrannte Waldflächen, Buschland oder buschbestandenes Grasland zwischen 1000 und 2800 m.N. Cleere, G. M. Kirwan und P. F. D. Boesman: Pennant-winged Nightjar (Caprimulgus vexillarius), version 2.0. In: B. K. Keeney (Herausgeber): Birds of the World. 2021, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Caprimulgus vexillariusT. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.
Beschreibung mini|Flaggennachtschwalbe, Illustration Die Flaggennachtschwalbe ist 24–28 cm groß (ohne die „Flaggenfedern“ des Männchens, die 48 bis 78 cm lang sind), das Männchen wiegt zwischen 59 und 79 g, das Weibchen zwischen 65 und 88 g. Brütende Männchen sind unverwechselbar mit dem breiten weißen Streifen quer über die Flügel und den langen weißen verlängerten Federn der zweiten Handschwingen. Das Weibchen hat ein rotbraunes Nackenband und kräftige schwarze und rotbraune Flügelbinden, kein Weiß. Es ähnelt dem Weibchen der Fahnennachtschwalbe, ist aber größer.
Geografische Variation Die Art ist monotypisch.IOC World Bird List 15.2 Nightjars, Oilbird, potoos, frogmouthsAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025J. F. Clements, P. C. Rasmussen, T. S. Schulenberg, M. J. Iliff, J. A. Gerbracht, D. Lepage, A. Spencer, S. M. Billerman, B. L. Sullivan, M. Smith und C. L. Wood: The eBird/Clements Checklist of Birds of the world: v2025, 2025, Version 2025. Abgerufen am 23. Januar 2026.
Stimme Der Ruf des Männchens wird als insektenähnliches hohes chitchitchit oder tseet im Imponierflug beschrieben.
Lebensweise Die Nahrung besteht aus Nachtfaltern, Käfern, geflügelten Termiten und Ameisen, Fangschrecken, Grillen, Heuschrecken, Küchenschaben, Ohrwürmern, Schildwanzen und Grashüpfern.
Die Brutzeit liegt in Angola zwischen August und Oktober, in Sambia Ende August bis November, in Tansania zwischen August und März und in Malawi, Mosambik und Simbabwe zwischen Oktober und Dezember.
Gefährdungssituation Die Flaggennachtschwalbe gilt als „nicht gefährdet“ (least concern).
Einzelnachweise
Weblinks
Featherbase
Flaggennachtschwalbe auf Briefmarken
Kategorie:Nachtschwalben