Wolfgang Gaitzsch (* 9. Juli 1949)Unsere Mitgliederinformation. Traditions- und Förderverein Lessing-Gymnasium Döbeln. Nr. 47 vom 15. Dezember 2014, S. 9 (65. Geburtstag am 9. Juli 2014). ist ein deutscher provinzialrömischer und klassischer Archäologe.
Leben und Wirken
Wolfgang Gaitzsch besuchte die Erweiterte Lessing-Oberschule in Döbeln und legte 1968 das Abitur ab.Eine historische Fundgrube auf der Website des Traditions- und Fördervereins Lessing-Gymnasium Döbeln. Er studierte an den Universitäten Jena und HamburgSo war’s auf der Penne auf der Website des Traditions- und Fördervereins Lessing-Gymnasium Döbeln. und schloss als Diplom-Archäologe ab. Er arbeitete im Thüringischen Landesmuseum Weimar und nahm an Ausgrabungen in Thüringen teil.
Nach seiner Übersiedlung in die Bundesrepublik war er für das Rheinische Landesmuseum Bonn unter Direktor Christoph B. Rüger tätig, wo er unter anderem an Grabungskampagnen in der Colonia Ulpia Traiana in Xanten teilnahm.Philipp Filtzinger: Vorwort. In: Wolfgang Gaitzsch: Römische Werkzeuge. Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte. Landesmuseum Stuttgart 1978, , S. 3. Am Seminar für Vor- und Frühgeschichte der Universität Marburg wurde er 1979 mit der Dissertation Zur Typologie eiserner römischer Werkzeuge promoviert.
Wolfgang Gaitzsch war wissenschaftlicher Referent am Rheinischen Amt für BodendenkmalpflegeAutoreneintrag. In: Eisenfunde aus Pergamon. Geräte, Werkzeuge und Waffen. De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 978-3-11-018240-8. und dort unter anderem in den Außenstellen Titz-HöllenHorst Pomsel: In: Pro Lingua Latina. Heft 8, 2007, S. 86. und NiederzierAutoreneintrag. In: Heinz Heinz Günter Horn, Tilmann Bechert (Hrsg.): Die Römer in Nordrhein-Westfalen. Theiss, Stuttgart 1987, ISBN 978-3-8062-0312-7, S. 7. tätig.
Im Hambacher Forst war er von 1984 bis 2012 wissenschaftlicher Leiter der Ausgrabungen an den Fundplätzen 303 (1984), 425 (1990–1991), 206 (1991–1992), 224 (1992–1993), 125 (1996), 111 (1999), 127 (2002), 130 (2003–2005), 488 (2005–2009), 133 (2007) und 87 (2012).Tobias Schubert: „Pars fructuaria“. Studie zu Nebengebäuden mit Speicherfunktion auf römerzeitlichen Villae im Hambacher Forst. Mit Vergleichen aus den germanischen und britannischen Provinzen. Dissertation. Universität zu Köln, Köln 2014. Tredition, Hamburg 2016, ISBN 978-3-7345-6989-0 (online, PDF; 283 MB, Auszug).
2011 war er wissenschaftlicher Grabungsleiter bei der Ausgrabung des tiefsten Brunnens Europas aus der Steinzeit bei Bürgewald im Kreis Düren.Europas tiefster Brunnen aus der Steinzeit entdeckt – und im Block geborgen auf archaeologie-online.de
Wolfgang Gaitzsch lebt in Birgel.
Schriften Römische Werkzeuge. Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte. Landesmuseum, Stuttgart 1978, . Zur Typologie eiserner römischer Werkzeuge. Dissertation. Universität Marburg 1979.Im Druck erschienen unter dem Titel Eiserne römische Werkzeuge. Studien zur römischen Werkzeugkunde in Italien und den nördlichen Provinzen des Imperium Romanum. 2 Bände. B.A.R., Oxford 1980, ISBN 0-86054-089-8. Antike Korb- und Seilerwaren. Gesellschaft für Vor- und Frühgeschichte. Landesmuseum, Stuttgart 1986, . Römische Straße und preußische Meilensteine vor der Sophienhöhe bei Jülich. Neusser Druck und Verlag, Neuss 1992, ISBN 978-3-88094-724-5. Eisenfunde aus Pergamon. Geräte, Werkzeuge und Waffen. Mit einem Beitrag von Guntram Gassmann und Andreas Hauptmann (= Pergamenische Forschungen Band 14). De Gruyter, Berlin 2005, ISBN 978-3-11-018240-8. Seitenblick. Von Almanach bis Zwiebelfisch. Mit Kalligrafien von Rolf Lock. Gaitzsch, Düren-Birgel 2014, . Die Brückenmühle in Waldheim. Schrift- und Bildzeugnisse aus vier Jahrhunderten. Gaitzsch, Birgel 2019, .
Artikel
Wolfgang Gaitzsch veröffentlichte Artikel in archäologischen Fachzeitschriften wie Antike Welt, Archäologie im Rheinland, Istanbuler Mitteilungen und Bonner Jahrbücher und in Schriftenreihen der Heimatforschung wie dem Jahrbuch des Kreises Düren.
Das Matronenheiligtum von Eschweiler-Lohn, Kreis Aachen. In: Schriftenreihe des Eschweiler Geschichtsvereins. Band 4, 1981, S. 13–23. Der Wachsauftrag antiker Schreibtafeln. In: Bonner Jahrbücher. 184, 1984, S. 189–207, . Ergologische Bemerkungen zum Hortfund im Königsforst und zu verwandten römischen Metalldepots. In: Bonner Jahrbücher. 184, 1984, S. 379–400. Antike Seilerei. In: Antike Welt. 16, 2, 1985, S. 41–50, . Eine zweiteilige Kandare des späten Mittelalters aus Königshoven. In: Archäologie im Rheinland. 1988, S. 131–132, Ein westeuropäisches Pferdegeschirr des späten 13. Jahrhunderts aus Pergamon. Söldner der Katalanischen Kompanie oder Genuesen auf dem Burgberg? Mit einem Anhang von Ulrich Zwicker, Karl Nigge, Erika Grembler: Metallanalyse der Beschläge. In: Istanbuler Mitteilungen. 37, 1987, S. 219–257. Geräte und Werkzeuge. In: Hans-Joachim Schalles, Charlotte Schreiter (Hrsg.): Geschichte aus dem Kies. Neue Funde aus dem Alten Rhein bei Xanten (= Xantener Berichte. Band 3). Habelt, Bonn 1993, ISBN 978-3-7927-1378-5, S. 83–102 (online). Römische Eisenfunde aus Jülich und Umgebung. In: Jülicher Geschichtsblätter. 66, 1998, S. 51–116. Spätrömische Glashütten im Hambacher Forst – Produktionsort der ECVA-Fasskrüge. Archäologische und naturwissenschaftliche Untersuchungen. In: Bonner Jahrbücher. 200, 2000, S. 83–242. Römisches Silbergeschirr aus Pattern bei Jülich. In: Guido von Büren, Erwin Fuchs (Hrsg.): Jülich. Stadt, Territorium, Geschichte. B.o.s.s-Dr.-und-Medien, Kleve 2000, ISBN 978-3-933969-10-1, S. 255–282. Die Via Belgica zwischen Elsdorf und Jülich. Aufschlüsse im Vorfeld des Braunkohlentagebaues Hambach. In: „Alle Wege führen nach Rom …“ Internationales Römerstraßenkolloqium Bonn. Rhein-Eifel-Mosel-Verlag, Pulheim 2004, ISBN 3-924182-63-9, S. 175–196.
Weblinks
Publikationen von Wolfgang Gaitzsch auf Regesta Imperii Elke Braun: So war’s auf der Penne. In: Sächsische Zeitung. 30. September 2018 (im Bild links)
Einzelnachweise
Kategorie:Provinzialrömischer Archäologe Kategorie:Klassischer Archäologe Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1949 Kategorie:Mann