mini|Höhennachtschwalbe in Tansania

Die Höhennachtschwalbe (Caprimulgus poliocephalus), gelegentlich auch Höhlennachtschwalbe genannt, ist eine Vogelart aus der Familie der Nachtschwalben (Caprimulgidae).P. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF

Sie kommt in Angola, der Demokratischen Republik Kongo, Eritrea, Jemen, Malawi, Sambia, Saudi-Arabien, Tansania und Uganda vor.

Ihr Verbreitungsgebiet umfasst hauptsächlich Bergwald und dessen Ränder, höher gelegene baumbestandene Flächen zwischen 1500 und 3000 m.N. Cleere, G. M. Kirwan und P. F. D. Boesman: Montane Nightjar (Caprimulgus poliocephalus), version 1.0. In: B. K. Keeney (Herausgeber): Birds of the World. 2022, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Caprimulgus poliocephalusT. Stevenson, J. Fanshawe: Birds of East Africa. Kenya, Tanzania, Uganda, Rwanda, and Burundi. Princeton University Press, 2002, ISBN 978-0-691-12665-4.

Beschreibung Die Höhennachtschwalbe ist 22–24 cm groß und wiegt zwischen 41 und 57 g. Sie ist relativ dunkel. Beim Männchen finden sich auf den vier Handschwingen weiße Flecken, die äußeren Steuerfedern sind weitgehend weiß, beim Weibchen weniger weiß, eher gelbbraun. Der Scheitel ist grau. An der Kehle sind seitlich weiße Flecken.

Stimme Der Ruf des Männchens wird als zweitöniges Pfeifen peuu-eee, pe-uu-uu-uu mit undulierendem ersten Ton beschrieben.

Geografische Variation Es werden folgende Unterarten anerkannt: C. p. poliocephalus , 1840 – Abyssinian Nightjar – Äthiopien, Tansania bis Saudi-Arabien und Jemen, Eritrea, Uganda C. p. ruwenzorii , 1909 – Montane Nightjar – Uganda bis Demokratische Republik Kongo C. p. koesteri , 1931 – Angola C. p. guttifer , 1921 – Tansania, Malawi und Sambia

Lebensweise Die Nahrung besteht aus Nachtfaltern, Käfern, Termiten und Heuschrecken.

Die Brutzeit liegt in Saudi-Arabien zwischen März und Mai, in Äthiopien zwischen Januar und Mai und im Sudan, in Uganda und Kenia zwischen September und Januar.

Gefährdungssituation Die Höhennachtschwalbe gilt als „nicht gefährdet“ (least concern). Der Populationstrend wird von der IUCN jedoch als abnehmend eingestuft. Basierend auf den Daten von Global Forest Watch haben die Wälder im Verbreitungsgebiet der Art innerhalb der letzten 10 Jahre um 6 Prozent abgenommen. Einhergehend mit diesem Verlust an Lebensraum wird eine Bestandsabnahme der Höhennachtschwalbe für denselben Zeitraum im Bereich von 1 bis 19 Prozent angenommen. Der geschätzte Rückgang schreitet damit nicht rasch genug voran, um die Art als gefährdet einzustufen. Dazu müsste er bei mindestens 30 Prozent innerhalb von 10 Jahren bzw. mindestens 10 Prozent bei kleinen Populationen unter 10.000 adulten Tieren liegen.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass die Art gehandelt wird. Sie ist zudem nicht im Washingtoner Artenschutzübereinkommen gelistet.

Einzelnachweise

Weblinks

Höhennachtschwalbe auf Briefmarken

Kategorie:Nachtschwalben