Oberaurach ist eine Gemeinde im unterfränkischen Landkreis Haßberge. Die Gemeindeverwaltung befindet sich in Tretzendorf.
Geografie Geografische Lage Die Gemeinde liegt im Naturpark Steigerwald. Westlich des Ortsteils Neuschleichach entspringt die Aurach. In der Gemeinde liegt mit dem Naturwald Knetzberge-Böhlgrund eines der größten Waldschutzgebiete Bayerns und die Feuchtwiese am Sauknock, ein 0,33 Hektar großes Naturdenkmal sowie der geschützte Landschaftsbestandteil Beerberg-Südhang.
Gemeindegliederung Die Gemeinde besteht aus elf amtlich benannten Gemeindeteilen auf acht Gemarkungen:
Gemarkung Gemeindeteil Ortstyp Einwohnerzahlder GemarkungDankenfeldDankenfeldPfarrdorf541FatschenbrunnFatschenbrunnKirchdorf235TrossenfurtHummelmarterDorfKirchaichKirchaichKirchdorf923KirchaichKotzmühleEinödeNeuschleichachNeuschleichachKirchdorf282KirchaichNützelbachDorfOberschleichachOberschleichachPfarrdorf524TretzendorfTretzendorfDorf376TrossenfurtTrossenfurtPfarrdorf637UnterschleichachUnterschleichachKirchdorf437
Nachbargemeinden
Klima
Geschichte Einige Gemeindeteile wurden bereits in den Jahren 741 und 753 erstmals urkundlich erwähnt. Der ursprünglich zum Hochstift Würzburg gehörende Ort kam kurz zum Großherzogtum Würzburg des Erzherzogs Ferdinand von Toskana, bevor er mit den Verträgen von Paris 1814 zu Bayern kam. Im Zuge der Gebietsreform in Bayern entstand am 1. Mai 1978 die heutige politische Gemeinde, wobei der Gemeindename Oberaurach als Kunstwort für die Gemeinden am oberen Lauf der Aurach eingeführt wurde. Die Gemeinde besteht aus den ehemals selbstständigen Gemeinden Dankenfeld, Fatschenbrunn, Kirchaich, Neuschleichach, Oberschleichach, Tretzendorf, Trossenfurt und Unterschleichach.
Religionen Kirchlich gehören die Ortsteile Kirchaich und Dankenfeld zum Erzbistum Bamberg, die Ortsteile Trossenfurt/Tretzendorf, Ober-, Unter- und Neuschleichach, Fatschenbrunn und Hummelmarter zum Bistum Würzburg.
Laut dem Zensus 2011 waren 83,9 % der Einwohner römisch-katholisch, 7,4 % evangelisch-lutherisch und 1,5 % konfessionslos oder anderer Religionszugehörigkeit.
Einwohnerentwicklung Bevölkerungsentwicklung Jahr 1840 1871 1900 1925 1939 1950 1961 1970 1987 2009 2010 2011 2012 2013 2014 2015 2016 2017 2018 2019 2020 2021 Einwohner 2554 2780 2994 3067 3075 3692 3335 3589 3901 4282 4285 4010 4024 4029 4045 3971 4008 3958 3975 3954 3932 3952
Im Zeitraum 1988 bis 2018 stieg die Einwohnerzahl von 3905 auf 3975 um 70 Einwohner bzw. um 1,8 %. 2002 hatte die Gemeinde 4387 Einwohner. Quelle: BayLfStat
Politik mini|Das Barockschloss Tretzendorf, in dem heute das Rathaus der Gemeinde Oberaurach untergebracht ist
Bürgermeister Das Amt des Ersten Bürgermeisters hatte von 1978 bis 2008 Siegmund Kerker (CSU) inne. Im Jahr 2008 wurde Thomas Sechser (CSU) dessen Nachfolger. 2014 setzte sich Sechser mit 53,76 % der Stimmen erneut gegen Sabine Weinbeer (Freie Wähler) und Thomas Karg (SPD) durch, gegen die er schon 2008 antrat und mit 55,37 % der Stimmen gewann. Am 15. März 2020 wurde Sechser mit 78,5 % der Stimmen ohne Gegenkandidatur für weitere sechs Jahre gewählt. Nachdem Sechser 2026 nicht mehr zur Bürgermeisterwahl antrat, konnte sich Christian Mann (CSU) mit 81,3 % der Wählerstimmen als neuer Erster Bürgermeister durchsetzen. Die für den 7. Mai 2026 geplante konstituierende Sitzung konnte wegen einer schweren Erkrankung von Mann nicht stattfinden und somit konnten der Bürgermeister nicht vereidigt und seine Stellvertreter nicht gewählt werden. Zur Führung der Geschäfte hat die Rechtsaufsichtsbehörde deshalb eine Beauftragte, die bisherige Dritte Bürgermeisterin Sabine Weinbeer, eingesetzt. Der gewählte Bürgermeister Mann ist inzwischen verstorben.
Gemeinderat +WahljahrCSUGrüneFreie Wählergemeinschaft OberaurachJunge Bürger OberaurachGesamt 2026https://wahlen.hassberge.de/oberaurach/Gemeinderatswahl_2026/index.html, abgerufen am 18. Mai 20266 (35,2 %) 2 (13,3 %) 4 (26,1 %) 4 (25,5 %) 162020Ergebnis Gemeinderatswahl 2020, abgerufen am 25. Juni 20205 (33,77 %) 3 (16,54 %) 4 (25,94 %) 4 (23,75 %) 16WahljahrCSUSPDFreie Wählergemeinschaft OberaurachJunge Bürger (CSU-nah)Gesamt20146 3 4 3 1620087 3 3 3 1620026 4 3 3 16
Wappen
Baudenkmäler
Verkehr Oberaurach liegt nahe der Autobahn A 70 (Anschlussstelle 11 Knetzgau) sowie direkt an der Steigerwald-Höhenstraße.
Bildung Innerhalb der Gemeinde existieren folgende Einrichtungen:
drei Kindergärten (Kirchaich, Oberschleichach und Tretzendorf) eine Grundschule (Trossenfurt) UmweltBildungsZentrum Oberschleichach (kurz: UBiZ), welches als Einrichtung der Volkshochschule Landkreis Haßberge e. V. geführt wird
Persönlichkeiten
Armin Knab (1881–1951), deutscher Komponist, Musiker und Jurist, geboren in Oberaurach OT Neuschleichach. Die Dorfrocker, Musiker-Trio
Weblinks
Gemeinde Oberaurach
Einzelnachweise
Kategorie:Ersterwähnung 741 Kategorie:Ersterwähnung 753 Kategorie:Gemeindegründung 1978