8. Leichtathletik-Europameisterschaftenzentriert|100pxDisziplin 100-Meter-Lauf der FrauenStadt Stadion NépstadionTeilnehmerinnen 23 Athletinnen aus 10 LändernWettkampfphase 30. August: Vorläufe31. August: Halbfinale/FinaleMedaillengewinnerinnen16px|Gold Gold Ewa Kłobukowska ()16px|Silbermedaillen Silber Irena Kirszenstein ()16px|Bronzemedaillen Bronze Karin Frisch () mini|hochkant=2.1|Das Népstadion bei einer Veranstaltung im Jahr 1953 Der 100-Meter-Lauf der Frauen bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1966 wurde am 30. und 31. August 1966 im Budapester Népstadion ausgetragen.
In diesem Wettbewerb gab es einen Doppelsieg für die Sprinterinnen aus Polen. Europameisterin wurde Ewa Kłobukowska. Sie gewann vor der Mitinhaberin des Weltrekords, Irena Kirszenstein. Bronze ging an die Bundesdeutsche Karin Frisch.
Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord, sport-record.de (englisch), abgerufen am 18. Juli 202211,1 s Irena KirszensteinPrag, Tschechoslowakei (heute Tschechien)9. Juli 1965Kiew, Sowjetunion (heute Ukraine)31. Juli 1965Europarekord, sport-record.de (englisch), abgerufen am 12. November 2022 Irena KirszensteinPrag, Tschechoslowakei (heute Tschechien)9. Juli 1965EM-Rekord11,4 sHalbfinale der EM Belgrad, Jugoslawien13. September 1962
Rekordegalisierungen Die polnische. Europameisterin Ewa Kłobukowska egalisierte den bestehenden Meisterschaftsrekord von 11,4 s zweimal: Zweiter Vorlauf am 30. August bei Windstille Erstes Halbfinale am 31. August bei Windstille Der Gegenwind im Finale von 1,1 m/s führte mit dazu, dass es keine Verbesserungen oder weitere Egalisierungen des EM-Rekords gab.
Problemfeld Geschlechtsstatus Diskussionen gab es um die Frage des Geschlechtsstatus: Sind alle Sportlerinnen, die bei den Frauenwettkämpfen antreten, tatsächlich, Frauen? Es hatte in der Vergangenheit vor allem bei den beiden überaus erfolgreichen sowjetischen Geschwistern Tamara und Irina Press, Zweifel gegeben. Die beiden stellten sich den neu eingeführten sogenannten Sextests nicht, nahmen somit an diesen Europameisterschaften nicht teil und tauchten von da an nie mehr bei Wettkämpfen auf.Zwischen Mann und Frau: Die legendäre Diskuswerferin Tamara Press wird 70. Nie ohne ihren Rasierapparat. In: Die Welt 6. September 1966, welt.de, abgerufen am 18. Juli 2022
Mit der hier ebenfalls stark auftretenden Polin Ewa Kłobukowska war eine weitere Athletin von diesen Geschlechtstests betroffen. Sie passierte den Test bei diesen Europameisterschaften ohne Beanstandung, wurde allerdings im Jahr 1967 im Rahmen des Europacups aufgrund ihrer Geschlechtschromosome als Hermaphrodit eingestuft. Dies hatte zur Folge, dass sie von da nicht mehr an Wettbewerben teilnehmen konnte. 1969 strich der Weltleichtathletikverband (damals IAAF) nachträglich alle Weltrekorde, an denen Ewa Kłobukowska beteiligt war. Ihre errungenen Titel und Medaillen durfte sie dagegen behalten. Zur Einordnung dieser Fakten gehört allerdings auch die Tatsache, dass die betroffene Sportlerin später heiratete und einen Sohn gebar.Ewa Kłobukowska, worldqueerstory.org (englisch), abgerufen am 18. Juli 2022We Shall Never Know the Exact Number of Men who Have Competed in the Olympics Posing as Women’: Sport, Gender Verification and the Cold War, tandfonline.com (englisch), abgerufen am 18. Juli 2022
Vorrunde 30. August 1966, 18.40 Uhr
Die Vorrunde wurde in vier Läufen durchgeführt. Die ersten vier Athletinnen pro Lauf – hellblau unterlegt – qualifizierten sich für das Halbfinale.
Vorlauf 1 Wind: ±0,0 m/s Platz Name Nation Zeit (s) 1 Irena Kirszenstein 11,6 2 Wilma van den Berg 11,8 3 Jutta Stöck 11,9 4 Ingrid Tiedtke 11,9 5 Walentyna Bolschowa 12,0 6 Gabrielle Meyer 12,2
Vorlauf 2 Wind: ±0,0 m/s Platz Name Nation Zeit (s) 1 Ewa Kłobukowska 11,4 CRe 2 Eva Lehocká 11,6 3 Nicole Montandon 11,8 4 Daphne Slater 11,9 5 Ursula Böhm 11,9 6 Erzsébet Bartos 11,9
Vorlauf 3 mini|hochkant=1.3|Myzejen Duli – ausgeschieden als Sechste des dritten Vorlaufs Wind: +0,4 m/s Platz Name Nation Zeit (s) 1 Karin Frisch 11,7 2 Margit Nemesházi 11,8 3 Lidy Vonk 11,9 4 Sylviane Telliez 11,9 5 Renāte Lāce 12,0 6 Myzejen Duli 12,7
Vorlauf 4 Wind: ±0,0 m/s Platz Name Nation Zeit (s) 1 Hannelore Trabert 11,7 2 Wera Popkowa 11,8 3 Jill Hall 11,9 4 Corrie Bakker 12,0 5 Elżbieta Kolejwa 12,1
Halbfinale
31. August 1966, 17.30 Uhr
In den beiden Halbfinalläufen qualifizierten sich die jeweils ersten vier Athletinnen – hellblau unterlegt – für das Finale.
Lauf 1 Wind: ±0,0 m/s Platz Name Nation Zeit (s) 1 Ewa Kłobukowska 11,4 CRe 2 Karin Frisch 11,7 3 Eva Lehocká 11,8 4 Jutta Stöck 11,8 5 Nicole Montandon 11,9 6 Wilma van den Berg 11,9 7 Corrie Bakker 12,0 8 Daphne Slater 12,0
Lauf 2 mini|hochkant=1.4|Lidy Vonk (ganz links) – ausgeschieden als Siebte des zweiten Halbfinals Wind: +0,7 m/s Platz Name Nation Zeit (s) 1 Irena Kirszenstein 11,5 2 Margit Nemesházi 11,8 3 Hannelore Trabert 11,8 4 Wera Popkowa 11,8 5 Jill Hall 11,9 6 Sylviane Telliez 11,9 7 Lidy Vonk 11,9 8 Ingrid Tiedtke 11,9
Finale
31. August 1966, 18.50 Uhr
Wind: −1,1 m/s Platz Name Nation Zeit (s) 1 Ewa Kłobukowska 11,5 2 Irena Kirszenstein 11,5 3 Karin Frisch 11,8 4 Eva Lehocká 11,9 5 Wera Popkowa 11,9 6 Margit Nemesházi 11,9 7 Jutta Stöck 11,9 8 Hannelore Trabert 12,0
Weblinks Budapest European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 18. Juli 2022 European Athletics Championships Zürich 2014 – Statistics Handbook, European Championship 1966 Budapest, Women 100 metres, slidelegend.com (englisch), S. 402 (PDF, 13.623 kB), abgerufen am 18. Juli 2022 Women 100m VIII European Championships 1966 Budapest (HUN), todor66.com, abgerufen am 18. Juli 2022 Track and Field Statistics, EM 1966, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 18. Juli 2022 8. Leichtathletik-Europameisterschaften 1966 in Budapest, Ungarn, ifosta.de, abgerufen am 18. Juli 2022
Videolinks EUROPEAN ATHLETICS 1966 BUDAPEST 100 WOMEN KLOBUKOWSKA, youtube.com, abgerufen am 18. Juli 2022 European Athletics In Budapest (1966), Bereich: 0:06 min bis 1:05 min, youtube.com, abgerufen am 18. Juli 2022
Einzelnachweise und Anmerkungen
#:::100 m Frauen