8. Leichtathletik-Europameisterschaftenzentriert|100pxDisziplin Speerwurf der MännerStadt Stadion NépstadionTeilnehmer 23 Athleten aus 11 LändernWettkampfphase 1. September: Qualifikation2. September: FinaleMedaillengewinner16px|Gold Gold Jānis Lūsis ()16px|Silbermedaillen Silber Władysław Nikiciuk ()16px|Bronzemedaillen Bronze Gergely Kulcsár () mini|hochkant=2.1|Das Népstadion bei einer Veranstaltung im Jahr 1953 Der Speerwurf der Männer bei den Leichtathletik-Europameisterschaften 1966 wurde am 1. und 2. September 1966 im Budapester Népstadion ausgetragen.

Europameister wurde der sowjetische Titelverteidiger und Olympiadritte von 1964 Jānis Lūsis. Er gewann vor dem Polen Władysław Nikiciuk. Bronze ging an den ungarischen Olympiazweiten von 1964 Gergely Kulcsár.

Rekorde Bestehende Rekorde Weltrekord 91,72 m Oslo, Norwegen 2. September 1964, sport-record.deEuroparekordMeisterschaftsrekord82,04 mEM Belgrad, Jugoslawien15. September 1962 Rekordverbesserung Der sowjetische Europameister Jānis Lūsis verbesserte den bestehenden EM-Rekord im Finale am 2. September um 2,44 m auf 84,48 m. Zum Welt- und Europarekord fehlten ihm 7,24 m.

Legende Kurze Übersicht zur Bedeutung der Symbolik – so üblicherweise auch in sonstigen Veröffentlichungen verwendet: – verzichtet x ungültig

Qualifikation 1. September 1966, 11.30 Uhr

Die 23 Teilnehmer traten zu einer gemeinsamen Qualifikationsrunde an. Zehn Athleten (hellblau unterlegt) übertrafen die Qualifikationsweite für den direkten Finaleinzug von 76,00 m. Damit war die Mindestanzahl von zwölf Finalteilnehmern nicht erreicht. Das Finalfeld wurde mit den beiden nächsten bestplatzierten Sportlern (hellgrün unterlegt) auf zwölf Werfer aufgefüllt. So reichten schließlich 74,88 m für die Finalteilnahme. Platz Name Nation 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) Bestweite (m) 1 Władysław Nikiciuk 81,36 – – 81,36 2 Pauli Nevala 80,48 – – 80,48 3 Janusz Sidło 80,16 – – 80,16 4 Urs von Wartburg 79,14 – – 79,14 5 Miklós Németh 78,34 – – 78,34 6 Karlo Gordzemaschwili 69,08 78,30 – 78,30 7 Gergely Kulcsár 77,64 – – 77,64 8 Jānis Lūsis 77,00 – – 77,00 9 Jorma Kinnunen 76,60 – – 76,60 10 Väinö Kuisma 71,70 76,60 – 76,60 11 Manfred Stolle 74,04 75,50 67,92 75,50 12 Miloš Vojtek 73,46 74,88 x 74,88 13 Mart Paama 74,54 73,76 74,26 74,54 14 Terje Thorslund 73,18 74,20 70,28 74,20 15 Petelo Wakalina 72,08 74,12 70,68 74,12 16 Hermann Salomon x 73,24 x 73,24 17 Josef Dušátko 73,18 64,66 65,38 73,18 18 Harry Abraham 70,94 70,12 68,16 70,94 19 Eugen Stumpp x 70,14 70,90 70,90 20 Michel Pougheon 69,28 67,88 x 69,28 21 Gábor Kovács 58,18 66,50 69,14 69,14 22 John Fitzsimmons 68,86 x x 68,86 Willy Rasmussen x x x ogV Petar Galic Jan Smiding

Finale mini|hochkant=0.9| 2. September 1966 Platz Name Nation 1. Versuch (m) 2. Versuch (m) 3. Versuch (m) 4. Versuch (m) 5. Versuch (m) 6. Versuch (m) Bestweite (m) 1 Jānis Lūsis 80,86 78,82 77,98 80,00 84,48 CR 76,00 84,48 CR 2 Władysław Nikiciuk 81,76 76,54 77,74 76,94 72,46 74,14 81,76 3 Gergely Kulcsár 75,48 75,66 72,46 76,70 76,64 80,54 80,54 4 Pauli Nevala 80,36 x x x 78,40 76,38 80,36 5 Miklós Németh 72,64 78,24 79,82 x 74,36 77,20 79,82 6 Väinö Kuisma 79,26 x 71,60 72,36 76,10 75,84 79,26 7 Janusz Sidło 78,86 78,80 78,20 78,66 78,08 74,54 78,86 8 Manfred Stolle 70,68 74,96 78,70 x x 72,14 78,70 9 Karlo Gordzemaschwili 72,88 75,68 72,32 nicht im Finale derbesten acht Werfer 75,68 10 Miloš Vojtek 72,52 69,84 69,68 72,52 11 Urs von Wartburg 71,50 72,06 70,78 72,06 12 Jorma Kinnunen 66,62 70,84 70,40 70,84 Der Kampf um die Medaillen in diesem Speerwurffinale blieb offen bis zum Schluss.

In Runde eins setzten sich drei Athleten mit Weiten jenseits von achtzig Metern an die Spitze: Der Pole Władysław Nikiciuk führte mit 81,76 m vor dem sowjetischen Titelverteidiger und Olympiadritten von 1964 Jānis Lūsis, dem 81,46 m gelungen waren. Der finnische Olympiasieger von 1964 Pauli Nevala folgte mit 80,36 m. Nur knapp dahinter lagen der Finne Väinö Kuisma (79,26 m) und der zweifache Europameister (1954/1958) Janusz Sidło aus Polen (78,86 m).

In Durchgang zwei gab es keine Veränderungen auf den Rängen eins bis drei. Der Ungar Miklós Németh verbesserte sich mit 78,24 m auf Platz sechs und steigerte sich mit seinem dritten Wurf (79,82 m) auf den vierten Rang. Manfred Stolle aus der DDR gelangen in Runde drei 78,70 m. Er war damit Siebter bei sehr engen Abständen zu den vor ihm platzierten Werfern.

Erst in der fünften Versuchsreihe kam wieder Bewegung in die Rangfolge, als Lūsis sich auf die neue Meisterschaftsrekordweite von 84,48 m verbesserte und damit die Führung übernahm. Aufgrund der knappen Abstände der Athleten hinter ihm war die Entscheidung über die Medaillenverteilung und die Platzierungen allerdings noch nicht gefallen. Mit seinem letzten Wurf übertraf nun ausgerechnet der bis dahin abgeschlagene achtplatzierte Ungar Gergely Kulcsár auf Rang drei. Mit 80,54 m gewann er am Ende Bronze. Seinen zweiten Europameistertitel gewann Jānis Lūsis vor Władysław Nikiciuk. Nur achtzehn Zentimeter von einer Medaille entfernt musste sich der aktuelle Olympiasieger Pauli Nevala mit Rang vier zufriedengeben. Fünfter wurde Miklós Németh vor Väinö Kuisma, Janusz Sidło und Manfred Stolle. Zwischen den Plätzen drei und acht lagen lediglich 1,66 m.

Weblinks Budapest European Championships, european-athletics.org, abgerufen am 17. Juli 2022 European Athletics Championships Zürich 2014 – Statistics Handbook, European Championship 1966 Budapest, Javelin throw, slidelegend.com (englisch), S. 401 (PDF, 13.623 kB), abgerufen am 17. Juli 2022 Men Javelin Throw VIII European Championships 1966 Budapest (HUN), todor66.com, abgerufen am 17. Juli 2022 Track and Field Statistics, EM 1966, trackfield.brinkster.net, abgerufen am 17. Juli 2022 8. Leichtathletik-Europameisterschaften 1966 in Budapest, Ungarn, ifosta.de, abgerufen am 17. Juli 2022

Video 1966 JANIS LUSIS JAVELIN 84.48 METERS (CR) EUROPEAN CHAMPIONSHIPS BUDAPEST, youtube.com, abgerufen am 17. Juli 2022

Einzelnachweise und Anmerkungen

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