Die Savannennachtschwalbe (Caprimulgus affinis) ist eine Vogelart aus der Familie der Nachtschwalben (Caprimulgidae).Avibase
Sie kommt in Malaysia, auf Sumatra, Borneo und Java bis Lombok, eventuell auch Sulawesi, in China, Vietnam, auf den Philippinen, den Kleinen Sundainseln, in Pakistan, Indien, Myanmar, Thailand, Kambodscha und Taiwan vor.
Ihr Verbreitungsgebiet umfasst buschbestande Hügel, offene baumbestandene Waldflächen und grasbewachsene Flächen.N. Cleere und P. F. D. Boesman: Savanna Nightjar (Caprimulgus affinis), version 1.1. In: N. D. Sly und S. M. Billerman (Herausgeber): Birds of the World. 2023, Cornell Lab of Ornithology, Ithaca, NY, USA. Caprimulgus affinisR. Grimmett, T. Inskipp: Birds of Northern India. Helm Field Guides, 2017, ISBN 978-0-7136-5167-6
Beschreibung Die Savannennachtschwalbe ist 20 bis 26 cm groß, das Männchen wiegt zwischen 54 und 86 g, das Weibchen zwischen 75 und 110 g. Sie ist mittelgroß, hat kurze Flügel und einen kurzen Schwanz, der Kopf ist relativ groß. Die Oberseite einschließlich der Oberflügel ist dunkelbraun bis grau mit weißlichen oder zimtfarbenen Sprenkeln. Die Kehle hat an der Seite große weiße Flecken. Beim Männchen finden sich auf den vier Handschwingen deutliche weiße Punkte, die beim Weibchen gelbbraun sind. Die beiden äußeren Steuerfedern sind beim Männchen weiß bis auf die Spitze.S. Ali: The Book of Indian Birds. 13. Auflage. Bombay Natural History Society, Oxford university Press, 2002, ISBN 978-0-19-566523-9.
Stimme mini|Ruf der Savannennachtschwalbe C. a. monticolus Der Ruf des Männchens wird als lautes, wiederholtes chwip or chwiip beschrieben, hauptsächlich im Fliegen.
Geografische Variation Die Art wurde lange als konspezifisch mit Caprimulgus griseatus angesehen, so nochP. H. Barthel, C. Barthel, E. Bezzel, P. Eckhoff, R. van den Elzen, Ch. Hinkelmann & F. D. Steinheimer: Die Vögel der Erde - Arten, Unterarten, Verbreitung und deutsche Namen, 3. ergänzte Auflage, 2022, PDF und dann als C. a. griesatus bezeichnet. Aufgrund deutlicher Unterschiede in den Lautäußerungen wurde diese ehemalige Unterart unter Mitnahme von C. a. mindanensis als eigenständig erkannt.G. Sangster, K. Manzon Cancino und R. O. Hutchinson: Taxonomic revision of the Savanna Nightjar (Caprimulgus affinis) complex based on vocalizations reveals three species. In: Avian Research, Band 12, S. 54, 2021, ,
Es werden daher aktuell folgende Unterarten unterschieden:IOC World Bird List 15.2 Nightjars, Oilbird, potoos, frogmouthsAviList Core Team. 2025. AviList: The Global Avian Checklist, v2025. AviList.v2025 C. a. monticolus , 1831 – Franklin’s Nightjar – Nordosten Pakistans und Indien bis Myanmar und südlich bis Thailand und Kambodscha C. a. amoyensis , 1931 – Südostchina und Nordvietnam C. a. stictomus , 1863 – Taiwan C. a. affinis , 1821, Nominatform – Malaysia, Sumatra, Borneo und Java bis Lombok, eventuell auch Sulawesi; enthält C. a. undulatus , 1944 – Kleine Sundainseln und C. a. kasuidori , 1932 – Kleine Sundainseln C. a. timorensis , 1944 – Kleine Sundainseln C. a. propinquus , 1918 – Sulawesi
„Birds of the World“ führt die genannten Unterarten C. a. undulatus und C. a. kasuidori als separate Subspecies, nicht unter der Nominatform subsumiert.
Lebensweise Die Nahrung besteht aus fliegenden Insekten wie Nachtfaltern, Käfern, Fangschrecken, Termiten und Ameisen, die im Fluge gejagt werden. Sie trinkt im Fluge aus Tümpeln.
Die Brutzeit liegt in Pakistan zwischen Juni und Juli, in Indien und dem Himalaya zwischen April und August, auf den Philippinen zwischen Mai und März, auf Java zwischen März und Dezember. Die meist zwei blass bis deutlich lachsfarbenen, gepunkteten und dunkelrot gefleckten Eier werden direkt ohne Nest auf den Erdboden gelegt und von beiden Eltern bebrütet.
Gefährdungssituation Die Savannennachtschwalbe gilt als „nicht gefährdet“ (least concern).
Einzelnachweise
Weblinks
Featherbase
Kategorie:Nachtschwalben