Die Liste von Sakralbauten in Krefeld listet gegenwärtige und ehemalige Sakralbauten in der nordrhein-westfälischen Stadt Krefeld auf. Zusätzlich werden hier auch Versammlungshäuser und -räume (ö. Ä.) von religiösen Gemeinschaften aus Krefeld sowie Trauerhallen auf Friedhöfen aufgeführt, die im engeren Sinne ja keine Sakralbauten sind.

Christentum

Evangelische Gemeinden

Evangelische Landeskirchen-Gemeinden Abbildung Name / Bezeichnung Bezirk Ortsteil, Adresse, Koordinaten Bauzeit Beschreibung 100px Alte Kirche Evangelische Kirchengemeinde Alt KrefeldHomepage der Evangelischen Kirchengemeinde Alt Krefeld Stadtmitte Quartelnstraße 13, 47798 Krefeld 1166 / 1472 / 1599 / 1842 Bereits 1166 wurde für diese Stelle eine katholische Kapelle mit dem Namen St. Dionysius erwähnt, später (1472) wurde hier eine dreischiffige spätgotische Kirche mit gleichem Patrozinium erbaut. Ab dem Jahr 1560 führte Graf Hermann von Moers in seiner Grafschaft – also auch in Krefeld – das Augsburger Bekenntnis ein – die Kirche wurde 1607 der Reformation übergeben. Im Jahr 1584 brannte die Kirche ab, nach einer Erneuerung konnten im Jahr 1599 wieder Gottesdienste gehalten werden. Im Jahr 1747 wurden mehrere Inschriftentafeln in die Nordwand integriert, von 1840 bis 1842 wurde nach den Plänen des Architekten Heinrich Johann Freyse eine gotisierende Hallenkirche an den alten Turm angebaut. Am 22. Juni 1942 wurde dieses Kirchenschiff durch einen Bombenangriff zerstört. Der gotische Turm stürzte am 14. April 1951 ein, am 14. Dezember 1952 konnte die nach den Plänen des Krefelder Architekten Paul Alfred Kessler sen. wiederaufgebaute Alte Kirche geweiht werden, 1965 wurde ein neuer Turm ergänzt. Im Jahr 2003 konnte eine neue Vleugels-Orgel in Betrieb genommen werden, weiterhin wurden neue Eingangsportale (gestaltet von Ewald Mataré) eingebaut und das neue Kreuz (gestaltet von Prof. Ackermann) an der nördlichen Außenwand eingefügt werden.Alte Kirche zu Krefeld in archaeologie-krefeld.deevang. Alte Kirche in kirchbau.deEvangelisch in Krefeld in evangelischimsueden.deAlte Kirche in krefeld-entdecken.deHans-Peter Schwanke: Architekturführer Krefeld. Krefeld 1996, ISBN 3-9804181-4-6, S. 353Christoph Dautermann: Auf dem Weg in die Moderne. Krefelder Architektur der 1920er-Jahre. Pagina Verlag, Goch 2014, ISBN 978-3-944146-12-6, S. 16. 100px Erlöserkirche Lindental Evangelische Kirchengemeinde Alt Krefeld Benrad Forstwaldstraße 91, 47804 Krefeld 1961 Nachdem im Jahr 1935 das Brachland zwischen Forstwald und dem Ferlingsweg als Siedlungsgebiet für die Mitarbeiter der Deutsche Edelstahlwerke AG erschlossen wurde, fanden ab 1948 erste evangelische Gottesdienste in den Räumen des Kinderhorts der Deutschen Edelstahlwerke statt. Am 8. November 1957 beschloss die Leitung der Evangelischen Kirche im Rheinland die Einrichtung einer Pfarrstelle im Bezirk Lindental, die am 4. Januar 1959 mit einem ständigen Pfarrer besetzt werden konnte. Ein neues Pfarrhaus konnte bereits am 25. August 1960 bezogen werden. Nach der feierlichen Grundsteinlegung am 7. Mai 1961 konnte das nach den Plänen der Krefelder Architekten Max Sippel, Bruno Trubert und Rolf Klein erbaute Gotteshaus mit dem Namen „Erlöserkirche“ am 11. März 1962 durch den Oberkirchenrat Heinz Stöver geweiht werden. Vor dem Glockenturm wurde im Jahr 1964 die eindrucksvolle Statue „Posaunenengel – Rufer zum letzten Gericht“ des Künstlers Theo Akkermann errichtet.Die Heimat, Heft 56/1985, S. 22, Sebastian Schritt25 Jahre Erlöserkirche Krefeld-Lindental, Festschrift aus dem Jahr 1987 der Erlöserkirche Lindental (aus dem Archiv der Erlöserkirche) 100px Johanneskirche (Forstwald) Evangelische Kirchengemeinde Alt Krefeld Forstwald Bellenweg 157, 47804 Krefeld 1961 Nachdem im Jahr 1929 der Stadtteil Forstwald nach Krefeld eingemeindet worden war, kam 1931 der Wunsch nach einer auch pfarramtlichen Eingemeindung von Forstwald nach Krefeld auf, die dann im Juni 1933 genehmigt wurde. Die Gottesdienste fanden als „Waldgottesdienste“ statt, das Dritte Reich verbot aber im Jahr 1940 diese Zusammenkünfte. Nach dem Zweiten Weltkrieg fanden im November 1945 erste Gottesdienste in einem Raum der Schulbaracke statt, im Dezember 1948 konnte eine ausgediente Baracke der Organisation Todt als Kapelle gekauft werden. Diese Notkirche wurde im September 1949 feierlich geweiht. Mitte der 1950er Jahre wurde beschlossen, eine neue Kirche nach den Plänen des Architekten H. Scharnofske zu bauen. Der Krefelder Künstler Gustav Fünders wurde mit der Gestaltung der Glasfassade und des Mosaiks (Vision des Sehers Johannes) über den Eingangstür beauftragt. Im Jahr 1961 konnte das neue evangelische Gotteshaus mit dem Namen „Johanneskirche“ durch Joachim Beckmann (Präses der Evangelischen Kirche im Rheinland) und Wilhelm Veit (Superintendent des Kirchenkreises Krefeld) geweiht werden. Als in den Jahren 1970 und 1971 das neue katholische Gotteshaus in Forstwald (St. Mariä-Heimsuchung (Maria Waldrast)) erbaut wurde, wurde die Johanneskirche auch den katholischen Christen zur Verfügung gestellt, was zu einer selbstverständlichen ökumenischen Zusammenarbeit zwischen den beiden Gemeinden führte, die immer noch besteht.Kurze Forstwaldgeschichte in derforstwald.deHistorie der Gemeinde - Johanneskirche-Forstwald (über archive.org)Nachdem die Kirche aus Kostengründen stillgelegt wurde, soll an dieser Stelle das Mehrgenerationen-Wohnprojekt „Johanneshöfe“ entstehen. Die aktuellen Pläne wurden bereits Ende 2024 in der Bezirksvertretung vorgestelltBauprojekt in Forstwald - Öffentlichkeitsbeteiligung für Johanneshöfe steht an rp-online.dePläne für Grundstück der Johanneskirche veröffentlicht derforstwald.de. 100px Friedenskirche Evangelische Kirchengemeinde FriedenskircheHomepage der Evangelischen Kirchengemeinde Friedenskirche Cracau Mariannenstraße 109, 47799 Krefeld 1872–1874 Die Friedenskirche wurde in den Jahren 1872–1874 nach den Plänen des Architekten August Hartel erbaut, am 9. September 1874 konnte sie als zweite evangelische Kirche in Krefeld geweiht werden. Die Bronze für die Glocken stammte aus eingeschmolzenen Kanonen aus dem Deutsch-Französischen Krieg (1870/71), die Taufschale stiftete der Krefelder Unternehmer Heinrich Scheibler im Jahr 1875. Im Zweiten Weltkrieg – in der Nacht vom 21. auf den 22. Juni 1943 – wurde die Kirche fast vollständig zerstört, der Wiederaufbau unter Leitung des Architekten Erwin Beckers konnte 1957 abgeschlossen werden. Zur Einweihung am 13. November 1957 stiftete Bundespräsident Theodor Heuss die Altarbibel.Friedenskirche Krefeld: Kirche in der City, Krefeld, Flyer ohne Datum (aus dem Archiv der Friedenskirche) 100px Kreuzkirche (Hüls) Evangelische Kirchengemeinde HülsHomepage der Evangelischen Kirchengemeinde Hüls Hüls Bonhoefferstraße 31, 47839 Krefeld 1964 Als nach dem Zweiten Weltkrieg zahlreiche evangelische Heimatvertriebene und Flüchtlinge an den Niederrhein kamen, wurde es u. a. in Hüls erforderlich, ein evangelisches Gotteshaus zu errichten. Die nach den Plänen des Architekten Hugo Lechmig erbaute Kreuzkirche wurde am 7. Mai 1964 eingeweiht, einige Elemente kamen aber erst später hinzu: das Glockengeläut (9. Mai 1965), die Orgel (6. Juni 1971) und das Taufbecken (11. November 1979).Evangelisch in Hüls in kreuzkirche-huels.de 100px Lukaskirche Evangelische Kirchengemeinde Krefeld-NordHomepage der Evangelischen Kirchengemeinde Krefeld-Nord Gartenstadt Breslauer Straße 6, 47829 Krefeld 1960 Am 13. März 1960 konnte das nach Plänen der Architekten Ernst Fohrer, C. Müller und H. H. Schneider erbaute neue Gotteshaus des Stadtteils Gartenstadt mit dem Namen „Lukaskirche“ geweiht werden, die dazugehörigen Glocken wurden eine Woche später eingebaut. Zum 50-jährigen Jubiläum im März 2010 blieben die Glocken stumm, da der Stahlbeton des Kirchturms brüchig geworden war. Aus Kostengründen wurden im folgenden Jahr die Glocken ausgebaut und der Kirchturm abgerissen. Nach dem Abriss der restlichen Kirche im September 2020 wird das katholische Gotteshaus St. Pius X. ökumenisch mitgenutzt.Lukaskirche in moderne-regional.deLukaskirche ohne Glocken in wz.dePius-Lukas-Kirche - Geschichte der Kirche 100px Thomaskirche Evangelische Kirchengemeinde Krefeld-Nord Traar Flünnertzdyk 310, 47802 Krefeld 1953–1957 Im Jahr 1953 begann die Planung der neuen Kirche in Traar durch den Architekten Fritz G. Winter, den damaligen Direktor der Werkkunstschule Krefeld. Die Grundsteinlegung wurde am 21. Oktober 1956 gefeiert, und am 10. November 1957 konnte die Thomaskirche geweiht werden. Nach einer Schenkung anlässlich des 25-jährigen Jubiläums von Pfarrer Traugott Schommer konnte ein neues Kirchenfenster im Jahr 1999 eingeweiht werden. Am 28. November 2008 erhielt der Architekt Georg von Houwald für das neue Gemeindehaus der Thomaskirche den Krefelder Architekturpreis.Thomaskirche in krefeld-traar.de 100px Christuskirche Evangelische Kirchengemeinde Krefeld-OstHomepage der Evangelischen Kirchengemeinde Krefeld-Ost Bockum Schönwasserstraße 104, 47800 Krefeld 1961–1966 Nach ersten Vorentwürfen fiel im Jahr 1961 die Entscheidung, die Architekten Ernst Fohrer und Hans Schneiders aus Krefeld mit der Planung der Christuskirche zu beauftragen. Bis dahin diente das damalige Ernst-Moritz-Arndt-Haus der evangelischen Gemeinde in Bockum als Gotteshaus. Die Grundsteinlegung konnte am 14. Januar 1965 begangen werden, die feierliche Einweihung fand am 26. Juni 1966 statt. In den Jahren 2016 und 2017 erfolgte eine umfangreiche Sanierung der Deckenkonstruktion unter Mitwirkung des Krefelder Architekten Thomas Rudolf.Evangelische Christuskirche Krefeld – Bockum in christus-kirche.deChristuskirche: Morgen erster Gottesdienst nach der Sanierung in rp-online.deHans-Peter Schwanke: Architekturführer Krefeld. Krefeld 1996, ISBN 3-9804181-4-6, S. 371 100px Lutherkirche Evangelische Kirchengemeinde Krefeld-SüdHomepage der Evangelischen Kirchengemeinde Krefeld-Süd Dießem/Lehmheide Lutherplatz 30, 47805 Krefeld 1902 Am 10. März 1902 wurde mit dem Bau der Lutherkirche nach den Plänen des Aachener Architekten Eduard Philipp Arnold begonnen. Die Orgel aus der Werkstatt E. F. Walcker in Ludwigsburg konnte am 27. Juni 1904 in Betrieb genommen werden. Am 6. Juli 1904 wurde die Lutherkirche durch den Koblenzer Generalsuperintendenten Valentin Umbeck geweiht. Am 4. Oktober 1917 mussten das Geläut und die Prospektpfeifen der Orgel zum Einschmelzen für Rüstungszwecke abgegeben werden, am 8. April 1928 konnten neue Glocken geweiht werden. Am 14. November 1940 stürzte nach einem Sturm der Turmhelm in die Kirche, Dach und Gewölbe des Mittelschiffs wurden zerstört, eine Glocke stürzte ab. Im Juni 1942 wurde das Dach repariert, der Turmhelm wurde nicht ersetzt. Drei der vier neuen Glocken mussten am 10. März 1942 wiederum für Rüstungszwecke abgegeben werden, ein neues Geläut konnte am 6. März 1955 geweiht werden. In den Folgejahren waren immer wieder Reparaturen und Sanierungen notwendig. Vom 9. bis 11. Juli 2004 fanden die Feiern zum 100-jährigen Bestehen der Lutherkirche statt. Wegen baulichen Mängeln ist die Lutherkirche seit August 2024 geschlossen. Ein Gutachten schätzt die Kosten für die Sanierung auf rund 27 Millionen Euro.Chronik der Lutherkirche in evangelischimsueden.deHans-Peter Schwanke: Architekturführer Krefeld. Krefeld 1996, ISBN 3-9804181-4-6, S. 360 100px Markuskirche Evangelische Kirchengemeinde Krefeld-Süd Fischeln