mini|hochkant|Paul Graf von Merveldt, um 1904 Klemens Paul Maria Bernhard Graf von Merveldt (* 27. Juni 1871 in Salzkotten, Kreis Büren; † 15. März 1929 in Marienfeld, Kreis Warendorf) war ein deutscher Landschafts- und Porträtmaler der Düsseldorfer Schule.Museum Kunstpalast: Künstler und Künstlerinnen der Düsseldorfer Malerschule (Auswahl, Stand: November 2016, PDF).
Leben Paul von Merveldt, Spross des westfälischen Adelsgeschlechtes Merveldt, wurde als einer von acht Söhnen des königlich preußischen Rittmeisters a. D. und Amtmannes von Salzkotten Klemens August Graf von Merveldt (1815–1885) aus dessen zweiter Ehe mit Marianne „Jenny“ Theresia, geborene Sorga (1836–1897), in Salzkotten geboren. Einer seiner Brüder war der Politiker Felix von Merveldt. mini|hochkant|Abendfrieden, Kulturhistorisches Museum Görlitz In den Jahren 1890 und 1891 studierte Paul von Merveldt Malerei an der Kunstakademie Düsseldorf. Dort waren Hugo Crola und Heinrich Lauenstein seine Lehrer., Webseite im Portal archive.nrw.de (Landesarchiv Nordrhein-Westfalen). Er ließ sich in Düsseldorf nieder, wo er 1898 in der Karl-Anton-Straße 7 wohnte.Adressbuch der Stadt Düsseldorf für das Jahr 1898. Teil 1, S. 271 (uni-duesseldorf.de). 1903 kennzeichnete die von Maximilian Harden in Berlin herausgegebene Zeitschrift Die Zukunft ihn mit Otto Ackermann, Fritz von Wille und Julius Bergmann als einen Maler einer „neue Töne“ anschlagenden Bewegung, die „Los von Düsseldorf!“ zu rufen scheine.Maximilian Harden (Hrsg.): Die Zukunft. Band 44 (1903), S. 70 Im Rahmen der Großen Kunst- und Gartenbauausstellung Düsseldorf 1904 übernahm er eine Vorstandsfunktion bei der Vorbereitung und Leitung dieser Veranstaltung.Internationale Kunstausstellung. Kunsthistorische Ausstellung. Grosse Gartenbau-Ausstellung. 1904. Bagel, Düsseldorf 1905, S. 55.
Am 27. April 1907 heiratete er in Linzenich Elisabeth Freiin von Brenken (1868–1944).Gothaisches genealogisches Taschenbuch der freiherrlichen Häuser. Justus Perthes, Gotha 1936, S. 80. Aus dieser Ehe ging eine auf Schloss Wocklum geborene Tochter Elisabeth (1908–1964) hervor.Isa Freifrau von Elverfeldt: Die Freiherren von und zu Brenken. Band IV: Wewer. Books on Demand, 2017, ISBN 978-3-7431-8173-1 (books.google.de). Wenige Monate vor seinem frühen Tod ließ er eine historische Sammlung von Kunstgegenständen aus dem Familienbesitz auf Schloss Marienfeld im Kunstauktionshaus Lempertz in Köln versteigern.Kunsthaus Lempertz: Sammlung Paul Graf Merveldt Schloss Marienfeld und anderer Besitz. Katalog, Köln 1928 (uni-heidelberg.de).
Paul von Merveldt war Mitglied der Allgemeinen Deutschen Kunstgenossenschaft.
Literatur
Zum Gedenken an Paul Graf von Merveldt. In: Gütersloher Beiträge zur Heimat- und Landeskunde. Nr. 54/55 (Juni 1979), S. 1079 f. Merveldt, Paul Graf von. In: Allgemeines Künstlerlexikon. Bio-bibliographischer Index A–Z. Band 6: Laborim–Michallet. K. G. Saur, München 2000, ISBN 3-598-23916-5, S. 745 (Basisdaten).
Weblinks Paul von Merveldt (Graf), Datenblatt im Portal rkd.nl (Rijksbureau voor Kunsthistorische Documentatie)
Einzelnachweise
Kategorie:Maler (Deutschland) Kategorie:Maler (Düsseldorfer Malerschule) Kategorie:Landschaftsmaler Kategorie:Porträtmaler Paul Paul Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1871 Kategorie:Gestorben 1929 Kategorie:Mann