Die Flämische Parlamentswahl 2019 fand am 26. Mai 2019 gleichzeitig mit der nationalen Parlamentswahl, der Wallonischen Parlamentswahl und der Europawahl statt. Das Flämische Parlament ist zugleich das Parlament der Flämischen Gemeinschaft und der Region Flandern. Von den 124 Abgeordneten werden 118 in der Region Flandern und sechs in der Region Brüssel-Hauptstadt gewählt.

Wahlsystem right|350px|Wahlkreise mit Sitzzahlen Die fünf Provinzen bilden die Wahlkreise innerhalb der Region Flandern:Flämisches Parlament: Provinz Westflandern 22 Sitze Provinz Ostflandern 27 Sitze Provinz Antwerpen 33 Sitze Provinz Limburg 16 Sitze Provinz Flämisch-Brabant 20 Sitze

Die sechs Brüsseler Abgeordneten werden in Brüssel von denjenigen Wählern gewählt, die bei der Wahl des Parlaments der Region Brüssel-Hauptstadt für eine niederländischsprachige Liste oder blanko gestimmt haben.

Jeder Wähler kann eine Liste wählen, indem er entweder die Liste als ganze wählt oder innerhalb einer Liste beliebig vielen Bewerbern jeweils eine Präferenzstimme gibt. Die Sitze werden innerhalb der Wahlkreise nach dem D’Hondt-Verfahren proportional auf die Listen verteilt, auf die mindestens 5 % der gültigen Stimmen im Wahlkreis entfallen.Bijzondere wet van 8 augustus 1980 tot hervorming der instellingen, Art. 29ter

Ausgangslage Bei der Wahl des Flämischen Parlaments 2014 wurde die N-VA mit Abstand stärkste Partei.vlaanderenkiest.be: Die N-VA vereinbarte eine Koalition mit den anderen flämischen Regierungsparteien in der nationalen Regierung Michel I, CD&V und Open Vld, wobei auch ohne Open Vld rechnerisch eine Mehrheit vorhanden gewesen wäre. Geert Bourgeois (N-VA) wurde Ministerpräsident als Nachfolger von Kris Peeters (CD&V).

Parteien und Kandidaten Die teilnehmenden Parteien entsprechen im Wesentlichen denen bei der gleichzeitigen Wahl des belgischen Parlaments.Föderaler Öffentlicher Dienst Inneres: Kandidatenlisten und Stimmzettel Eine Besonderheit ist Die UF als Liste der frankophonen Bevölkerung im Brüsseler Umland, die nur in Flämisch-Brabant antritt und dort 2014 ihren einzigen Sitz knapp verteidigen konnte.Offizielle Ergebnisseite

Als Kandidaten für das Amt des Ministerpräsidenten nominierte die N-VA ihren Parteivorsitzenden und Antwerpener Bürgermeister Bart De Wever, die Christdemokraten (CD&V) Bildungsministerin Hilde Crevits.De Standaard: Crevits vs. De Wever: 'CD&V kan alleen minister-president worden als rood en groen in regering zitten. Dan zeg ik: niet met N-VA' Der amtierende Ministerpräsident Geert Bourgeois führte die N-VA-Liste bei der Europawahl an.

Ergebnisse mini|hochkant=1.5|Wahlergebnis nach Wahlkantonen (stärkste Parteien) Die jeweils stärkste Partei ist farbig hinterlegt. +Stimmenanteile nach Wahlkreisen (Provinzen) in %WestflandernOstflandernAntwerpenLimburg Flämisch-Brabant Flanderninsgesamt Brüssel Insgesamt 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019Wahlbeteiligung91,590,592,091,090,489,992,991,290,890,491,490,5ungültig (%)5,54,94,84,94,23,96,06,04,95,04,94,86,614,65,05,0N-VA29,819,730,722,236,531,832,122,029,425,832,124,918,3 19,031,924,8Vlaams Belang5,120,26,420,67,118,55,920,24,413,35,918,75,78,55,918,5CD&V25,323,518,313,520,011,423,219,217,113,020,615,512,18,420,515,4Open Vld13,112,317,315,89,610,212,111,919,215,614,013,124,016,314,113,1sp.a16,312,214,210,311,47,917,313,512,39,513,910,318,413,414,010,3Groen7,27,19,110,59,911,26,06,79,312,28,69,820,528,08,710,1PVDA1,63,42,35,53,96,72,65,71,84,62,65,3 –6,42,55,3DierAnimal –1,1 –1,0 –0,8 – – –1,3 –0,9 – – –0,9UF – – – – – – – –5,014,10,80,7 – –0,80,7Piratenpartij 0,7 0,5 0,7 – 0,7 0,4 – – 0,8 –0,60,2 – –0,60,2Sonstige1,0 –1,00,51,01,10,80,80,60,60,90,6 0,9 –0,90,6

+SitzverteilungWestflandernOstflandernAntwerpenLimburg Flämisch-Brabant Flanderninsgesamt Brüssel Insgesamt 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019 2014 2019N-VA7596141254764233124335Vlaams Belang152626130362300623CD&V65547443432619102719Open Vld33543322431715211916sp.a43434232221712111813Groen1123341123912121014PVDA000102010004 –004UF – – – – – – – –1010 – –10Insgesamt 22 27 33 16 20 118 6 124

+Wahlberechtigte, Wähler, Stimmenzahlen West-flandern Ost-flandern Antwerpen Limburg Flämisch-Brabant Flanderninsgesamt Brüssel InsgesamtWahlberechtigte929.0111.138.7201.314.809638.319817.7074.838.566Wähler840.7301.036.4191.181.802582.464739.2234.380.63878.4264.459.064Gültige Stimmen799.354986.0981.135.931547.584702.3444.171.31166.9634.238.274N-VA157.198219.289361.403120.633181.0321.039.55512.6971.052.252Vlaams Belang161.586203.497209.738110.35193.118778.2905.687783.977CD&V187.637132.894129.843105.13391.619647.1265.640652.766Open Vld98.678156.275116.02065.086109.634545.69310.937556.630sp.a97.398101.25890.11374.16166.701429.6318.958438.589Groen56.558103.764126.98836.76285.852409.92418.772428.696PVDA27.39354.45775.83331.27232.366221.3214.272225.593DierAnimal8.7459.8079.414 –8.97836.944 –36.944UF – – – –28.80428.804 –28.804Piratenpartij4.161 –4.987 – –9.148 –9.148Sonstige –4.85711.5924.1864.24024.875 –24.875

Regierungsbildung Die Regierungsbildung war langwierig. Nach dem Wechsel von Geert Bourgeois ins Europäische Parlament wurde am 2. Juli 2019 zunächst Liesbeth Homans (N-VA) übergangsweise Ministerpräsidentin. Die Koalition aus N-VA, CD&V und Open Vld, die trotz Verlusten bei allen drei Parteien über eine Mehrheit von 16 Sitzen verfügt, wurde fortgesetzt. Die neue flämische Regierung wurde am 2. Oktober 2019 vereidigt.VRT: Alle ministers zijn gekend, de Vlaamse regering heeft de eed afgelegd Neuer Ministerpräsident wurde Jan Jambon (N-VA) und nicht der von der N-VA vor der Wahl als Kandidat für das Amt nominierte Bart De Wever.

Einzelnachweise

#2019 Flämisches Parlament Kategorie:Belgische Geschichte (21. Jahrhundert) Kategorie:Regionalwahl 2019