mini|Gerhard Dongus 2017 Gerhard Dongus (* 19. Oktober 1937 in Stuttgart) ist ein deutscher Schauspieler, Nachrichtensprecher, Moderator und Hörspielsprecher.
Leben Gerhard Dongus besuchte die Schauspielschule in Stuttgart. Er sammelte 1964 erste Bühnenerfahrungen in dem Musical Irma La Douce, das in der Stuttgarter Komödie Marquardt aufgeführt wurde. Es folgten weitere Engagements am Zimmertheater Tübingen und Landestheater Tübingen sowie am Staatstheater Stuttgart. Ab 1972 pausierte Dongus als Schauspieler, da er sich auf seine Arbeit als Sprecher und Moderator konzentrierte. Erst ab 2000 war er wieder in verschiedenen Stuttgarter Produktionen zu sehen.
Dongus war von 1967 bis 1992 als freier Mitarbeiter beim Süddeutschen Rundfunk beschäftigt und arbeitete als Sprecher und Moderator für Hörfunk- und Fernsehproduktionen. In dieser Zeit moderierte er von 1967 bis 1979 die Fernsehsendung Landesschau-Aktuell und moderierte bei der Abendschau. Dongus wirkte in Fernsehreihen Aktenzeichen XY ungelöst und der Fernsehserie Pfarrerin Lenau mit. Zudem übernahm er verschiedene Nebenrollen in Stuttgarter Tatort-Folgen des SWR und war freier Mitarbeiter des Stuttgarter ZDF-Landesstudios.
1965 und 1970 war Dongus in Holland und Belgien mit der Schwarzwälder Passion auf Tournee. Manfred Sexauer leitete diese und Dongus spielte den Petrus und Pontius Pilatus.
Dongus war von 1992 bis 1999 beim SDR und SWR als Sprecher und Moderator fest angestellt.
Auch im Ruhestand war Dongus als Sprecher und Rezitator sowie als freier Schauspieler tätig. Bis 2003 moderierte er als freier Mitarbeiter die SWR-Nachrichten. Er las zahlreiche Hörbücher bei der Süddeutschen Blinden-Hörbücherei ein.
Dongus ist verheiratet und lebt in Stuttgart.
Theaterengagements (Auswahl) 1964: „Irma la Douce“, Komödie im Marquardt (Stuttgart) 1965: „Der Lampenschirm“, FAG (Fellbach) 1965: „König Ubu“, Zimmertheater Tübingen 1965: „Der Mann das Schicksals“, Zimmertheater Tübingen 1966: „Escorial“, Zimmertheater Tübingen 1966: „Der junge Gelehrte“, Zimmertheater Tübingen 1966: „Die Mitschuldigen“, Zimmertheater Tübingen 1967: „Der Gärtner von Toulouse“, Zimmertheater Tübingen 1967: „Narr und Nonne“, Zimmertheater Tübingen 1967: „Advokat Phatelin“, Zimmertheater Tübingen 1967: „The Fantasticks“, Tübingen 1968: „Die Irre von Chaillot“, Landestheater Tübingen 1968: „Der widerspenstigen Zähmung“, Landestheater Tübingen 1968: „Man spielt nicht mit der Liebe“, Theater der Dichtung 1968: „Italienische Nacht“, Württembergisches Staatstheater Stuttgart 1968: „Mc Bird“, Württembergisches Staatstheater Stuttgart 1968: „Der Freischütz“, Württembergisches Staatstheater Stuttgart 1969: „Der Wirrkopf“, Theater in der Tonne (Reutlingen) 1969: „Kiss me, Kate“, Theater in der Tonne (Reutlingen) 1969: „Dracula“, Theater in der Tonne (Reutlingen) 1970: „Schwarzwälder Passion“, Niederlande und Belgien 1970: „Romeo und Julia“, Freitreppe (Schwäbisch Hall) 1971: „Der Bürgermeister“, Theater in der Tonne (Reutlingen) 1971: „Chance“, Theater der Altstadt 2000: „Der Entaklemmer“, Altes Schauspielhaus Stuttgart 2000: „Der lezte Wille“, Theater der Altstadt 2001: „Oh Sippschaft“, Komödie im Marquardt (Stuttgart)
Hörspiele 1968: Robert Stromberger: Aus dem Alltag einer schwäbischen Familie: Die Ehekrise – Regie: Robert Stromberger 1971: Anonym: Die Alsfelder Passion – Redaktion und Regie: Martin Blümcke 1974: Lester Powell: Aus Studio 13: Am Kreuzweg (Rundfunksprecher) – Regie: Otto Düben 1974: Karl Heinz Köhn: Das Glashaus – Regie: Manfred Rolf Seemann 1978: Louis C. Thomas: Aus Studio 13: Zu hoch gereizt (Telegrammbote) – Regie: Hans Gerd Krogmann 1979: Edward Crowley: Aus Studio 13: Grün und Blau (Sergeant) – Regie: Günther Sauer 1979: R. D. Wingfield: Gespensterjagd (Sergeant Carter) – Regie: Dieter Eppler 1980: Michael Hartley-Robinson: Aus Studio 13: Leiche geländet (Polizist 1) – Regie: Dieter Eppler 1981: Ian D. Chessman: Der Anhalter – Regie: Otto Düben 1981: Olwynne MacRae: Aus Studio 13: Vermißt (Nachrichtensprecher) – Regie: Otto Düben 1982: Rainer Puchert: Auf halbem Weg – Regie: Rainer Clute 1983: Peter Steinbach: Octopus – Regie: Walter Adler 1985: Cecilie Løveid: Lydia – Regie: Walter Adler 1987: John Dickson Carr: Aus Studio 13: Kabine B 13 (Männerstimme 2) – Regie und Erzähler: Günther Sauer 1987: Robert Nahmias: Aus Studio 13: Die Nacht des Schicksals. Ein Kriminalkomödchen (Nachrichtensprecher) – Regie: Wolf Euba 1988: Sebastian Sailer: Die schwäbischen Heiligen Drei Könige (Melchior) – Regie: Reinhard Zobel 1993: Selma Lagerlöf: Abenteuer Religion – Expeditionen zum Wort: Fuhrmann des Todes (2. Nachbar) – Regie: Christian Gebert 1995: Peter Flume, Markus Freitag, Ralf Czerwonka, Ingeborg Schienle: Kowalski und Co. (2. Folge: Das Überlebenstraining) (Radio) – Regie: Günter Maurer 2000: Wolfgang Brenneisen: Der Streit um des Esels Denkmal (Rezitator) – Regie: Luise Besserer 2003: Philip Pullman: Ich war eine Ratte (Wirt/Gefängnisdirektor) – Regie: Axel Pleuser
Weblinks
Website von Gerhard Dongus
Einzelnachweise
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