mini|Mosaik, 1961, Theodor-Fahr-Straße 47, Hamburg-Langenhorn mini|Glas- und Keramikmosaik, 1960, U-Bahnhof Kiwittsmoor, Hamburg-Langenhorn mini|Hinweisschild im U-Bahnhof Kiwittsmoor Annette Caspar, auch Pauline (Polly) Annelies Maria Caspar,Biografie des 2. Ehemannes Commander Warwick Seymour Bracegirdle auf navy.gov.au (englisch) später Mac Lean, Mc-Lean-Casper oder Caspar-Mc. Lean, dann Bracegirdle (* 23. Januar 1916 in Berlin; † 23. Oktober 2008 in Gislingham, Suffolk), war eine deutsch-britische Malerin, Grafikerin, Wandgestalterin und Keramikerin.
Leben Annette Caspar wurde am 23. Januar 1916 in Berlin geboren. 1918 zog sie mit ihrer Familie nach Hamburg. Von 1933 bis 1934 studierte sie dort an der Hansischen Hochschule für Bildende Künste bei Hugo Meier-Thur. Nach einer Studienreise in die Schweiz folgte eine neunmonatige Anstellung als Grafikerin in der Werbeabteilung der Firma Montblanc in Hamburg.
Von 1935 bis 1938 studierte sie an den Vereinigten Staatsschulen für freie und angewandte Kunst in Berlin. Nach einem Semester Gebrauchsgrafik wechselte sie zum Fach Freie Kunst bei Adolf Strübe. In den Ferien betrieb sie Studien auf der Ostseeinsel Hiddensee. 1938 bis 1940 entwarf sie Titelseiten für die Zeitschrift Elegante Welt. 1940 bis 1942 setzte sie ihr Studium bei Adolf Strübe fort. Ab 1942 schuf sie Zeichnungen von Pflanzenschädlingen für eine chemische Fabrik. Danach folgte „kriegswichtige“ Arbeit. Am 26. März 1945, drei Wochen vor Beginn der letzten Schlacht um Berlin, floh sie von Berlin zum Bodensee.
Sie heiratete den Maler und Bildhauer Harry Mac Lean, der ebenfalls ein Schüler Strübes war, und wohnte bis 1950 in Heidelberg. In der Heidelberger Heiliggeistkirche restaurierte sie mit ihm frühgotische Fresken. 1948 und 1949 war sie Mitglied des Vereins bildender Künstler Baden. 1950 trennte sie sich von ihrem Mann und kehrte danach mit ihrem dreijährigen Sohn nach Hamburg zurück.Maike Bruhns: Caspar-Mc. Lean, Annelis (Annette, heute Polly Bracegirdle). In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump; ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, S. 76 Ab 1953 ist sie im Hamburger Adressbuch verzeichnet als A. Mac Lean in der Sierichstraße 156 in Hamburg-Winterhude,A. Mac Lean im Hamburger Adressbuch von 1953 in der seit 1932 Mitglieder der Familie Caspar wohnten.Elisabeth Caspar im Hamburger Adressbuch von 1953Hamburger Adressbuch von 1933 Später, bis 1961, ist sie als Annette Mc-Lean-Casper im Hamburger Adressbuch unter derselben Adresse erfasst.Mc-Lean-Caspar, Annette im Hamburger Adressbuch von 1961 Von 1950 bis 1968 war sie Mitglied des Berufsverbandes bildender Künstler Hamburg und der GEDOK. In Hamburg erhielt sie insgesamt 34 Aufträge für Kunst am Bau. Zu dem Hamburger Maler Theo Wilhelm (1912–2005) hegte sie eine lebenslange Freundschaft.
1961 reiste sie erstmals nach Griechenland. 1965 lernte sie den ehemaligen Lieutenant Commander der Königlich Australischen Marine Warwick Seymour Bracegirdle (* 22. Dezember 1911 in Newcastle, Australien) kennen. auf legacy.com.au (englisch). Laut dem Text, der scheinbar von Polly Bracgirdle sein soll und scheinbar in ihrem letzten Lebensjahr verfasst wurde, heiratete sie Bracegirdle auch 1965. Im Neuen Rump (siehe: Literatur) steht: „1965–1970 mit ihrem zweiten Mann, Cdr. Bracegirdle, auf Paros.“ Ab 1965 lebte sie auf der griechischen Insel Paros. 1968 zog sie nach England und lebte drei Jahre in Hampshire. Dort heiratete sie am 20. September 1969 im Registration Office von Gosport Warwick Seymour Bracegirdle, der sich vorher, am 5. August 1969 in Winchester von seiner ersten Frau scheiden ließ.Bracegirdle, Warwick Seymour auf Virtual War Memorial Australia 1971 zog sie mit ihm in ein Haus in Lodge Cottage in Gislingham in Suffolk, an das später ein Atelier angebaut wurde. Ab 1975 besaß sie eine eigene Töpferei. Am 30. April 1975 wurde vom britischen Innenministerium ihr Treueschwur registriert, infolge der Ausstellung ihrer Einbürgerungsurkunde vom britischen Außenministerium.Bracegirdle, Pauline Annelies Maria. In: Naturalisation – List of aliens to whom certificates of naturalisation have been granted. In: The London Gazette, 26. Juni 1975 (englisch)
Am 14. März 1993 starb ihr Mann in ihrem Haus in Gislingham und wurde auf dem Friedhof von St. Mary’s in Gislingham beigesetzt.Deaths: Bracegirdle, Warwik Seymour. In: The Canberra Times, 17. März 1993, S. 25 (englisch) 1995 gab sie die keramische Arbeit auf, schuf aber weiterhin Zeichnungen und Aquarelle. Am 23. Oktober 2008 starb auch sie in ihrem Haus in Gislingham und wurde am 3. November auf dem Friedhof von St. Mary’s in Gislingham beigesetzt.Ankündigung der Beerdigung auf announcements.telegraph.co.uk (englisch)
Ausstellungen (Auswahl) Einzelausstellungen Schloss Oldenburg Bremen 1974: Farnham, Suffolk
Gemeinschaftsausstellungen 1964: Ausstellung der GEDOK, Hamburg 1964: Ausstellung der GEDOK, Landessparkasse, Hannover Ab 1975: Jährliche Ausstellung der Eye Arts Guild, Eye, Suffolk
Werke (Auswahl) Maße: Breite × Höhe Ca. zwischen 1932 und 1946: Selbstporträt (möglicherweise von ihr, nicht signiert, Verso nachträglich von fremder Hand bezeichnet), Öl auf Leinwand, auf Platte maroufliert, 34 × 49 cm auf kunstauktionen-duesseldorf.deVersteigerungskatalog bei issuu 1954: Kunstwerk im oder am Ortsamt Barmbek-Uhlenhorst, heute Kundenzentrum Barmbek-Uhlenhorst, Bezirksamt Hamburg-Nord, Fachamt Einwohnerwesen, Poppenhusenstraße 6, Hamburg-Barmbek-Nord 1955 (oder 1965): 2 Glasmosaiken mit Vögeln und Schmetterlingen, beidseitig der Treppe im Eingangsbereich, Meisterschule für Mode, Armgartstraße 24, Hamburg-Hohenfelde – 2016 wiederentdeckt (mit Abbildung einer Treppenseite), 26. April 2016, auf haw-hamburg.deAbbildung der anderen Treppenseite (Abbildung 5) auf kulturkarte.de 1957: Sport- und Spielgeräte, Wandarbeit, Stirnwand Turnhalle, innen, Schule Dempwolffstraße 7, Hamburg-Eißendorf 1957: Drei Glasmosaiken mit den Themen Wasser, Luft und Erde, Schule Paul-Sorge-Straße, Hamburg-Niendorf (beschädigt)Abbildung 6 auf kulturkarte.de (Mosaiken im Neuen Rump (siehe: Literatur) nicht erfasst)Abbildung 2 auf kulturkarte.de – Wegen Schulneubau 2020 nicht mehr vorhanden – dokumentiert in "Kunst am Bau in Hamburg 1947 - 1958"Kunst am Bau 1947–1958. Verlag Axel Springer, Hamburg, ohne ISBN, 1959, S. 22 und 23 1957: Märchen, Wandgestaltung im Eingangsbereich der Schule Freiligrathstraße 22, später umbenannt in Schule Angerstraße 31–33, In: Uwe Schmidt: Hamburger Schulen im „Dritten Reich“, Band 2, Rainer Hering (Hrsg.), S. 784 (PDF-S. 14) Hamburg-Hohenfelde 1957: Kunstwerk in oder an der Bücherhalle am Ottenser Marktplatz, heute Kundenzentrum Altona, Bezirksamt Altona, Fachamt Einwohnerwesen, Ottenser Marktplatz 10, Hamburg-Ottensen 1957: Glasmosaik in der Pausenhalle, jetzt Toilettenwand, Grundschule Potsdamer Straße 6, Hamburg-RahlstedtGlasmosaik Grundschule Potsdamer Straße auf rahlstedt.art des KulturWerks Rahlstedt (Fotos unter den beiden Fotos ihrer Keramikmosaiken von 1960 oder 1961) 1958: Hafenmotiv, Wandgestaltung der heutigen Cafeteria der Staatlichen Gewerbeschule für Holztechnik, G6, Richardstraße 1, Hamburg-Barmbek-Süd 1960: Glas- und Keramikmosaik über der Treppe, signiert rechts unten mit A Caspar,Die Linie U1 der Hamburger Hochbahn: Kiwittsmoor auf frederiks.de U-Bahnhof Kiwittsmoor, Hamburg-LangenhornMosaik im Bahnhof Kiwittsmoor, vor der Teilverdeckung, auf bildarchiv-hamburg.com 1960 oder 1961: 2 Keramikmosaiken, im Treppenhaus des Kreuzbaus, Grundschule Potsdamer Straße 6, Hamburg-Rahlstedt2 Keramikmosaiken Grundschule Potsdamer Straße auf rahlstedt.art des KulturWerks Rahlstedt (Mosaiken im Neuen Rump (siehe: Literatur) nicht erfasst) 1961: Mosaik an Hausfassade, Theodor-Fahr-Straße 47, Hamburg-Langenhorn – Schiffszimmerer-Genossenschaft auf langenhorn-archiv.de im Internet Archive 1961: Kunstwerk in oder an der Schule Luttherothstraße 34/36, Hamburg-Eimsbüttel 1964: Metallrelief, Bethesda Krankenhaus, Glindersweg 80, Hamburg-Bergedorf 1964: Wandgestaltung in der Pausenhalle des Heilwig-Gymnasiums, Wilhelm-Metzger-Straße 4, Ecke Bebelallee, Hamburg-Alsterdorf 1965: Kunstwerk im Unfallkrankenhaus Bergedorf, heute BG Klinikum Hamburg, Bergedorfer Straße 10, Hamburg-Lohbrügge 1965: Kunstwerk im Krankenhaus Barmbek, heute Asklepios Klinik Barmbek, Rübenkamp 220, Hamburg-Barmbek-Nord 1965: Kunstwerk im oder am Hotel Europäischer Hof, Kirchenallee 45, Hamburg-St. Georg 1965: Kunstwerke in der Kantine und im Eingangsbereich des HEW-Bürohauses (Wenn HEW-Gebäude, heute Vattenfall-Gebäude, im Überseering 12, City Nord, Hamburg-Winterhude, dann wohl eher 1967, 1968 oder 1969)
Literatur Annette Caspar. In: Christian Otto Frenzel: Kunst am Bau in Hamburg 1947–1958. Im Auftrag und in Zusammenarbeit mit der Baubehörde Hamburg. Verlagshaus Axel Springer in Hamburg. Hammerich & Lesser, Hamburg 1959, S. 22, 23, 130. Maike Bruhns: Kunst in der Krise. Band 2: Künstlerlexikon Hamburg 1933–1945. Dölling und Galitz, München/Hamburg 2001, ISBN 3-933374-95-2, S. 288. Maike Bruhns: Caspar-Mc. Lean, Annelis (Annette, heute Polly Bracegirdle). In: Der neue Rump. Lexikon der bildenden Künstler Hamburgs. Hrsg.: Familie Rump. Überarbeitete Neuauflage des Lexikons von Ernst Rump; ergänzt und überarbeitet von Maike Bruhns, Wachholtz, Neumünster 2013, ISBN 978-3-529-02792-5, S. 76. Bürgerschaft der Freien und Hansestadt Hamburg: Kunstwerke im öffentlichen Raum, Hamburg, 14. August 2018, S. 12, 16, 25, 28, 29, 33 (PDF-Datei).
Weblinks
Photodokumentation "Wasser - Luft - Erde" von 1957
Einzelnachweise
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