Johann Friedrich Eusebius Lotz (* 13. Januar 1771 in Sonnefeld; † 13. November 1838 in Coburg) war ein deutscher Jurist und Volkswirt.
Leben Der Sohn eines Justizamtmanns ging von 1784 bis 1789 auf das Gymnasium in Coburg und studierte dann in JenaEingeschrieben am 12. Oktober 1787 als „Jo. Frid. Eusebig. Lotz, Hilphus.“ (Matrikel der Universität Jena 1764–1801, S. 91r). Jura. 1790 wurde er Hofadvokat in Sonnefeld und danach in Hildburghausen. 1795 arbeitete er im Archiv und wurde Ende des Folgejahres zum Regierungs- und Konsistorialsekretär ernannt. 1801 wurde er zum herzoglichen Rat und drei Jahre später zum Kanzleirat ernannt. 1810 ging er als Regierungsrat nach Coburg und übernahm 1816 als Bevollmächtigter des Herzogs Ernst das diesem auf dem Wiener Kongress zugeteilte Fürstentum Lichtenberg. Später arbeitete Lotz in der Verwaltung der Herrschaft Greinburg in Oberösterreich. 1827 war er an der Organisation der Verwaltung der nun vereinigten Herzogtümer Coburg und Gotha beteiligt. 1833 kehrte er für immer nach Coburg zurück.
Lotz war Komtur des Sachsen-Ernestinischen Hausordens und des portugiesischen Ordens unserer lieben Frau von Vila Viçosa sowie Ritter des Sächsischen Zivil-Verdienstordens.
Der Grabstein Lotz’ und seiner Ehefrau befindet sich in Coburg, Zinkenwehr 11.
Der Nationalökonom Walther Lotz war ein Urenkel von Johann Friedrich Eusebius Lotz.
Schriften (Auswahl) Ueber den Begriff der Polizei und den Umfang der Staatspolizeigewalt. Ein Versuch. Hildburghausen 1807. (Digitalisat) Rezension von Heinrich Luden: Handbuch der Staatsweisheit oder der Politik. Ein wissenschaftlicher Versuch, Jena 1811. In: Jenaische Allgemeine Literatur-Zeitung Num. 253–255 vom 5. bis 7. November 1811, Spalte 233–240, 241–248 und 249f. Revision der Grundbegriffe der Nationalwirthschaftslehre. 4 Bände, Koburg und Leipzig 1811 bis 1814 1. Band, 1811 (Digitalisat) 3. Band, 1813 (Digitalisat) Civilistische Abhandlungen zur Berichtigung einiger Punkte der Prozeß-Theorie und Gesetzgebung. Ahlʼsche Verlagshandlung, Coburg und Leipzig 1820. (Digitalisat) Handbuch der Staatswirthschaftslehre. 3 Bände, Erlangen 1821–1822. Zweite vermehrte und verbesserte Auflage 1837–1838. (Digitalisate)
Literatur [Nekrolog:] Johann Friedrich Eusebius Lotz. In: Intelligenzblatt der Jenaischen Allgemeinen Literatur-Zeitung Num. 6, März 1839, Spalte 41–46. Johann Friedrich Eusebius Lotz. In: Neuer Nekrolog der Deutschen, 17. Jahrgang, 1839. Weimar 1841, S. 51f.
Weblinks
Nachweise
Kategorie:Jurist Kategorie:Person (Coburg) Kategorie:Geheimer Konferenzrat Kategorie:Träger des Herzoglich Sachsen-Ernestinischen Hausordens (Komtur II. Klasse) Kategorie:Ritter I. Klasse des Sächsischen Zivilverdienstordens Kategorie:Deutscher Kategorie:Geboren 1771 Kategorie:Gestorben 1838 Kategorie:Mann