Čakanovce (deutsch Tschakanowetz, ungarisch Ósvacsákány – bis 1907 Csákány)Slovenské slovníky: Názvy obcí Slovenskej republiky (Majtán 1998) ist eine Gemeinde im Osten der Slowakei mit Einwohnern (Stand ), die zum Okres Košice-okolie, einem Teil des Košický kraj, gehört.

Geographie

Die Gemeinde befindet sich im Nordostteil des Talkessels Košická kotlina unterhalb des östlich gelegenen Gebirges Slanské vrchy, im Tal des Baches Herliansky potok im Einzugsgebiet der Olšava. Das Ortszentrum liegt auf einer Höhe von und ist 22 Kilometer von Košice entfernt.

Nachbargemeinden sind Bačkovík im Norden, Herľany (Katastralgemeinde Žirovce) und Vyšná Kamenica im Nordosten, Nižná Kamenica im Osten, Bidovce im Süden, Trsťany im Westen und Čižatice im Nordwesten.

Geschichte Čakanovce wurde zum ersten Mal 1276 als Chakan schriftlich erwähnt, zusammen mit den nahe gelegenen Orten Bidovce und Svinica. Damals gehörte das Dorf zum Herrschaftsgut von Svinica, das vom Geschlecht Aba gehalten wurde. 1406 kam der Besitz zum Geschlecht Perényi und dem Herrschaftsgut von Trebišov. 1427 wurden in einem Steuerverzeichnis 20 Porta verzeichnet. 1828 zählte man 52 Häuser und 390 Einwohner, die als Korbmacher und Landwirte beschäftigt waren.

Bis 1918/1919 gehörte der im Komitat Abaúj-Torna liegende Ort zum Königreich Ungarn und kam danach zur Tschechoslowakei beziehungsweise heute Slowakei.

Bevölkerung

Gemäß der Volkszählung 2011 wohnten in Čakanovce 618 Einwohner, davon 455 Slowaken, 86 Roma, fünf Tschechen, vier Magyaren und ein Ukrainer. 67 Einwohner machten keine Angabe zur Ethnie.

280 Einwohner bekannten sich zur römisch-katholischen Kirche, 196 Einwohner zur Evangelischen Kirche A. B., 32 Einwohner zur griechisch-katholischen Kirche, 24 Einwohner zur reformierten Kirche, fünf Einwohner zu den Siebenten-Tags-Adventisten, drei Einwohner zur evangelisch-methodistischen Kirche und ein Einwohner zur orthodoxen Kirche; zwei Einwohner bekannten sich zu einer anderen Konfession. 18 Einwohner waren konfessionslos und bei 57 Einwohnern wurde die Konfession nicht ermittelt.Ergebnisse der Volkszählung 2011 (slowakisch)

Bauwerke und Denkmäler evangelische Kirche im gotischen Stil aus dem 14. Jahrhundert Landsitz im klassizistischen Stil aus dem frühen 19. Jahrhundert

Söhne und Töchter der Gemeinde Arisztid Dessewffy (1802–1849), ungarischer Generalmajor und einer der 13 Märtyrer von Arad

Einzelnachweise

Weblinks Eintrag auf e-obce.sk (slowakisch)

Kategorie:Ort in der Slowakei Kategorie:Okres Košice-okolie Kategorie:Ersterwähnung 1276