mini|Golden Submarine von 1917 mini|Miller 122-91 von 1922 mini|Rennwagen von 1923 mini|Miller Junior Eight von 1925 mini|Rennwagen von 1928 Harry A. Miller Manufacturing Company war ein US-amerikanischer Hersteller von Kraftfahrzeugen und Motoren.
Unternehmensgeschichte Harold Arminius Miller hatte bereits 1905 in Los Angeles in Kalifornien einen Personenkraftwagen für den eigenen Bedarf hergestellt. 1911 gründete er New-Miller Manufacturing zur Herstellung von Vergasern. Dieses Unternehmen existierte bis zu Beginn der 1920er Jahre.
1912 gründete er dann die Master Carburetor Company, die später in Harry A. Miller Manufacturing Company umbenannt wurde. Er stellte Kraftstoffpumpen, Vergaser und Kolben her.
1915 kamen Motoren und Fahrgestelle für Rennwagen dazu. Fred Offenhauser war daran beteiligt. 1917 entstand – infolge des tödlichen Unfalls von Bob Burman – in Zusammenarbeit mit Barney Oldfield Golden Submarine, ein geschlossener Rennwagen mit Überrollkäfig und Stromlinienkarosserie.
Später wurden einige Pkw gefertigt, die als Miller bekannt wurden. 1933 folgte der Bankrott. Fred Offenhauser übernahm und gründete Offenhauser.
Produkte Die ersten Rennmotoren wurden 183 genannt. Es ist nicht sicher, ob das für ihren Hubraum in Kubikzoll steht. Der Wert entspricht umgerechnet 3000 cm³. Diese Motoren dominierten die amerikanische Rennszene bis 1922.
Danach trat ein neues Reglement in Kraft. Der Hubraum war auf 122 Kubikzoll bzw. 2000 cm³ begrenzt. Der neue Motor wurde 122 genannt. Es war ein Achtzylinder-Reihenmotor. Die Erfolge hielten an.
1923 wurden zwei Pkw-Modelle angekündigt. Eines sollte einen Vierzylindermotor haben und etwa 2000 US-Dollar kosten. Für das andere Modell war der 2-Liter-Rennmotor geplant. Der Preis sollte 10.000 Dollar betragen. Das Unternehmen war allerdings zu beschäftigt, sodass nicht einmal Prototypen entstanden.
1926 folgten die Veranstalter des Indianapolis 500 den internationalen Vorgaben und beschränkte den Hubraum auf 91,5 Kubikzoll bzw. 1500 cm³. Miller entwarf mit dem 91 einen neuen Motor, der das Hubraumlimit einhielt. Er war mit einem Kompressor ausgerüstet. Die Produktion dieser Motoren lief bis 1929.
Zwischen 1928 und 1932 bot Miller Pkw an. Sie entstanden nach Kundenaufträgen. Das erste Fahrzeug von 1928 hatte einen speziell entwickelten V8-Motor mit 310 Kubikzoll (5080 cm³) Hubraum. Ungewöhnlich war der Allradantrieb. Der Aufbau war ein offener Speedster, gefertigt von Kirchhoff. Käufer war Phillip Chancellor, ein reicher Sportler aus Santa Barbara. 1932 wurde das zweite Fahrzeug hergestellt. Auftraggeber war der Diplomat William A. M. Burden aus New York City. Der Wagen hatte einen V16-Motor mit 303 Kubikzoll (4965 cm³) Hubraum, der von einem Kompressor aufgeladen wurde. Der Speedster hatte ebenfalls Allradantrieb und kostete 35.000 Dollar.
Übersicht über Pkw-Marken aus den USA, die Miller beinhalten Marke Hersteller Vermarktungsbeginn Vermarktungsende Ort, Bundesstaat Frayer-Miller Buckeye National Motor Car Company 1904 1909 Springfield, Ohio Miller Miller 1901 1902 Orrville, Ohio Miller Miller Motor Company 1907 1907 Bridgeport, Connecticut Miller Miller Car Company 1911 1914 Detroit, Michigan Miller Harry A. Miller Manufacturing Company 1928 1932 Los Angeles, Kalifornien Miller-Peters Miller-Peters Motor Car Company 1907 1907 Newport, Kentucky Miller-Quincy E. M. Miller Company 1922 1924 Quincy, Illinois
Literatur
Weblinks
Einzelnachweise Carl Bomstead: American Car Collector (englisch, abgerufen am 18. Mai 2019) Brian Lohnes: Gearhead Guys You Should Know: Harry Miller (englisch, abgerufen am 18. Mai 2019) Mark Theobald - Coachbuilt.com: J. Gerard Kirchhoff Body Works (englisch, abgerufen am 11. Dezember 2019)
Kategorie:Ehemaliger Pkw-Hersteller (Kalifornien) Kategorie:Ehemaliges Unternehmen (Los Angeles) Kategorie:Ehemaliger Motorenhersteller Kategorie:Unternehmensgründung 1912 Kategorie:Aufgelöst 1933 Kategorie:Produzierendes Unternehmen (Los Angeles)