Harald Wilhelm Benesch (* 8. Dezember 1921 in Wien; † Januar 1994Theater heute, Band 20. Friedrich Berlin Verlagsgesellschaft., 1979) war ein österreichischer Theater- und Filmregisseur und Schauspieler.
Wirken Benesch war während des Zweiten Weltkriegs Schauspielschüler. 1946 inszenierte er am Salzburger Theater Die Tribüne die österreichische Uraufführung des Stücks Rechenmaschine (E. Rice). Briefe an Bertolt Brecht im Exil (1933–1949), herausgegeben von Hermann Haarmann und Christoph Hesse. De Gruyter, 2014 Als Dramaturg war er ab 1949/50 am Neuen Theater in der Scala engagiert. Bei Figaros Hochzeit fungierte er auch als Assistent von Karl Paryla und begleitete die Truppe bei ihren Gastspielen.Carmen-Renate Köper: Ein unheiliges Experiment: Das Neue Theater in der Scala : (1948-1956). Löcker, 1995 Seine erste und einzige Rolle als Filmschauspieler hatte er in Anatole Litvaks Kriegsdrama Entscheidung vor Morgengrauen (1951).
Ab den 1950er-Jahren war Benesch als Theaterregisseur an verschiedenen Bühnen in Österreich und Deutschland tätig, u. a. am Landestheater Innsbruck, an dem er 1959 Weh dem, der lügt! von Franz Grillparzer inszenierte.Vgl. Syn Reflexiv: Geschichte denken. Heft 2 / 2011 Weitere Regiearbeiten waren Lessings Minna von Barnhelm (1955/56),Österreich-Reihe, Bände 233–235. Bergland Verlag, 1964, S. 148 Othello, der Mohr von Venedig (1958)Othello, der Mohr von Venedig. Harald Benesch, William Shakespeare, Richard Flatter. Landesbühne, 1958 und Egmont: Ein Trauerspiel von Johann Wolfgang von Goethe. 1963 spielte das Landestheater Linz Mutter Courage und ihre Kinder unter der Regie Beneschs, was angesichts des Wiener Brecht-Boykotts umstritten war.Kurt Palm: Vom Boykott zur Anerkennung. Brecht und Österreich. Löcker, Wien / München 1983, ISBN 3-85409-064-1. „Das theaterhistorische Ereignis erwies sich zudem als großer Publikumserfolg.“Promenade 39: das Landestheater Linz 1803–2003, hrsg. von Michael Klügl, Landestheater Linz. Residenz, 2003 Für die Bühnen der Stadt Köln inszenierte er 1965 Der Barbar (Bühnenbild Wilfried Minks);Theater der Zeit, Band 20. Henschel, 1965, siehe auch Ulrike Maack: Wilfried Minks, Bühnenbauer. Suhrkamp, 2011 S. 263 im Kleinen Haus der Württembergischen Staatstheater in Stuttgart 1969 Nestroys Posse Die beiden Nachtwandler.Baden-Württemberg, Bände 1–12. Baden-Württembergische Verlagsanstalt, 1969
Ab den frühen 1960er-Jahren drehte Benesch zudem Fernsehfilme mit Schauspielern wie Hanne Hiob (Kapitän Karagöz), Albert Lieven (Dynamit), Friedrich Siemers (Nebeneinander) und Vera Tschechowa (Leocadia). Unter seinen Regiearbeiten war auch die Shakespeare-Adaption Die zwei Herren aus Verona, mit Leopold Biberti, Jürgen Kloth und Carola Regnier. Bis Ende der 1970er-Jahre war er weiterhin (meist in der Bundesrepublik Deutschland) als Theaterregisseur tätig. Benesch wurde am 21. Januar 1994 im Urnenhain der Feuerhalle Wien-Simmering bestattet.
Filmografie 1963: Kapitän Karagöz 1963: Der Klassenaufsatz (Drehbuch: Erwin Wickert) 1964: Die Wohnung 1964: Leocadia 1964: Nebeneinander (nach Georg Kaiser) 1965: Familientreffen 1965: Wer weint um Juckenack? 1966: Die zwei Herren aus Verona 1969: Dynamit
Hörspiele (Auswahl) Autor: 1981: Ach! Lieber Freund! - Regie: Hans Bernd Müller (SFB)
Regie: 1960: Eduard König: Ein Mann ohne Ehrgeiz (SWF) 1961: James Chellyson: Mr. Kimber (RB/SR)
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Einzelnachweise
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