Horst-Werner Günter Loos (* 4. Februar 1915 in Weimar; † 1981) war ein deutscher Schauspieler und Hörspielsprecher.

Leben und Wirken Der Sohn des Konzertmeisters Rudolf Loos besuchte die Volks- und die Realschule, ehe er sich von Saladin Schmitt zum Schauspieler ausbilden ließ. Bereits 1931 gab Horst-Werner Loos seinen Einstand am Theater in Regensburg; es folgten Verpflichtungen, die ihn nach Heidelberg, Bochum und kurz vor Kriegsende sogar nach Warschau führten. Nach dem Krieg wirkte Loos unter anderem am Schloßtheater Celle sowie als Spielleiter und Schauspieler am Theater am Domhof in Osnabrück (1954 bis 1957) und ab 1958 in selbiger Funktion in Baden-Baden.

Loos wirkte ab Ende der 1940er-Jahre in zahlreichen Spiel- und Fernsehfilmen mit, u. a. unter der Regie von Peter Beauvais, Harald Benesch, Joachim Hoene, Wilm ten Haaf, Hansgünther Heyme, Eberhard Itzenplitz, Peter Lilienthal, Theo Lingen, Theo Mezger, Robert A. Stemmle, Hannes Tannert, Klaus Überall, Fritz Umgelter, Helmut Weiss, Georg Wildhagen und Eugen York. Zu sehen war er auch in TV-Serien wie Fernfahrer (1963), Gewagtes Spiel (1965), Familie Leitmüller (1967), Sie schreiben mit (1968), Spedition Marcus (1968), Stewardessen (1969), Recht oder Unrecht (1970) zu sehen. 1971 hatte er eine Nebenrolle in der Tatort-Folge Auf offener Straße. In den 1970er-Jahren spielte er in den Fernsehserien Komische Geschichten mit Georg Thomalla, Toni und Veronika (1971), Butler Parker (1972), zuletzt in einer Episode der Schifffahrtsserie MS Franziska.

Außerdem war Loos als Schauspieler an verschiedenen Theatern engagiert;Klaus Völker: Hans Lietzau: Schauspieler, Regisseur, Intendant. Hentrich + Hentrich Gbr, 1999 des Weiteren war er ab den 1950er-Jahren als Sprecher bei zahlreichen Hörfunk-Produktionen beteiligt.Susanne Höschel Hörspiel 1945-1949: eine Dokumentation, Band 1. Verlag für Berlin-Brandenburg, 1997Franz Hiesel: Repertoire 999: 1 bis 730, Hörspiele in deutscher Sprache. ORF 1990 Loos war mit der Schauspielerin, Rundfunksprecherin und Autorin Helga Marold verheiratet, mit der er 1964 in Eugen Yorks Fernsehkrimi Sechs Stunden Angst gemeinsam vor der Kamera stand.

Filmografie (Auswahl)

Hörspiele (Auswahl) 1946: Sidney Kingsley: Die Patrioten – Regie: Helmut Brennicke 1947: Charles de Coster: Die Hochzeitsreise – Regie: Helmut Brennicke 1947: Rolf Reißmann: Geister, Gänger und Gesichter – Regie: Harald Braun 1947: Georg Kaiser: Der Soldat Tanaka – Regie: Helmut Brennicke 1948: Robert Louis Stevenson: Dr. Jekyll und Mr. Hyde – Regie: Helmut Brennicke 1949: Jan de Hartog: Schiff ohne Hafen – Regie: Fritz Benscher 1951: Kurt Bortfeldt: Gefährlicher Auftrag – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1951: Roman Hadern: Das zweite Ich – Regie: Hans Gertberg 1952: Hans Rothe: Verwehte Spuren – Regie: Gerd Fricke 1952: Hans Hömberg: Fahr wohl, Benjowsky – Regie: Gert Westphal 1953: Heinrich von Kleist: Lasset Recht geschehen: Michael Kohlhaas – Regie: Ulrich Lauterbach 1957: Charles Dickens: Die Glocken von London – Regie: Hanns Korngiebel 1958: Gebrüder Grimm: Die Bremer Stadtmusikanten – Regie: Hans Bernd Müller 1959: Albert Camus: Belagerungszustand – Regie: Günther Rennert 1959: Georges Simenon: Maigret und die Groschenschenke – Bearbeitung und Regie: Gert Westphal 1959: Georges Simenon: Maigret und sein Revolver – Bearbeitung und Regie: Gert Westphal 1960: Hans W. Pump: Stelze und Püppchen – Regie: Fritz Schröder-Jahn 1961: Daniel Defoe: Die Abenteuer des Robinson Crusoe (1. Teil) – Regie: Peterpaul Schulz 1961: Elmer Rice: Das träumende Mädchen – Regie: Otto Kurth 1962: Marguerite Duras, Geneviève Serreau: Damm gegen den Pazifik – Bearbeitung (Musik) und Regie: Peter Schulze-Rohr 1963: Corbett H. Thigpen, Hervey M. Cleckley: Die drei Gesichter Evas – Regie: Peter Schulze-Rohr 1963: Georges Simenon: Die schwarze Kugel – Bearbeitung und Regie: Gert Westphal 1964: Hans Lebert: Die Stimme unter der Brücke – Regie: Lothar Schluck 1965: Jean Cayrol: Im Bereich einer Nacht – Regie: Gert Westphal 1966: Theodor Storm: Pole Poppenspäler – Regie: Lothar Schluck 1966: Henryk Bardijewski: Polnische Woche im SWF 1966: Märchen 62 – Regie: Hans Gerd Krogmann 1967: Philip Levene: Auftrag für Quentin Barnaby (3. Staffel: 2. Folge: Glühendes Interesse) – Regie: Otto Düben 1968: Charles Dickens: Der Weihnachtsabend – Regie: Lothar Schluck 1969/70: Gisela Prugel: Hier Familie Hansen (Hörspielserie – Mitwirkung in 7 Folgen) – Regie: Lothar Schluck

Literatur Glenzdorfs Internationales Film-Lexikon, Zweiter Band, Bad Münder 1961, S. 1022

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Einzelnachweise

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