‘Juwel’ ist eine Weißweinsorte, die 1951 von August Herold an der Staatlichen Lehr- und Versuchsanstalt für Wein- und Obstbau in Weinsberg (Baden-Württemberg) aus ‘Kerner’ × ‘Silvaner’ gekreuzt wurde.

Einen maßgeblichen Anteil an der Neuzucht hatte Josef Schäffer. Im Sortennamen steht „Ju-“ für seinen Rufnamen Jupp, „we-“ für Weinsberg und „l“ für den Standort der Zuchtanstalt, Lauffen am Neckar.

Abstammung Kreuzung von ‘Kerner’ × ‘Silvaner’ (wie beim ‘Silcher’)Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Ernst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schumann: Farbatlas Rebsorten. 300 Sorten und ihre Weine. 3., vollständig neu bearbeitete Auflage. Eugen Ulmer, Stuttgart 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4.. Im Oktober 1987 wurde diese Sorte unter dem Namen Juwel in die Sortenliste eingetragen und erhielt Sortenschutz.

Ampelographische Sortenmerkmale Die Triebspitze ist offen. Sie ist mitteldicht weißwollig mit leicht rötlichem Anflug. Die grünen Jungblätter sind bronzefarben gefleckt (Anthocyanflecken). Die mittelgroßen Blätter sind meist dreilappig. Die Stielbucht ist leicht überlappend geschlossen. Die Blattoberfläche (auch Spreite genannt) ist leicht blasig. Die Traube ist mittelgroß bis groß und mäßig dichtbeerig. Die rundlichen Beeren sind mittelgroß und von grün-gelblicher Farbe. Das Aroma der Beere ist fast neutral, aber leicht eigenwillig. In ihren Eigenschaften erinnert die Sorte an die Muttersorte ‘Kerner’.

Reife: mittel bis spät Eigenschaften Ist eine ertragssichere Sorte mit hoher Reifeleistung. Wein Bring fruchtige, elegante Weine. Verbreitung Innerhalb Deutschlands verteilt sich die bestockte Rebfläche (2008) wie folgt: Beschreibende Sortenliste des Bundessortenamtes 2008(PDF; 519 kB)

Weinbaugebiet Fläche ha Ahr - Baden 1 Franken - Hessische Bergstraße - Mittelrhein - Mosel 2 Nahe 1 Pfalz 2 Rheingau - Rheinhessen 16 Saale-Unstrut - Sachsen - Stargarder Land - Württemberg 2 TOTAL Deutschland 2007 26

Weblinks

Literatur Hans Ambrosi, Bernd H. E. Hill, Erika Maul, Erst H. Rühl, Joachim Schmid, Fritz Schuhmann: Farbatlas Rebsorten. 3. Auflage. Eugen Ulmer, 2011, ISBN 978-3-8001-5957-4. Pierre Galet: Dictionnaire encyclopédique des cépages. Hachette, Paris 2000, ISBN 2-01-236331-8. Walter Hillebrand, Heinz Lott, Franz Pfaff: Taschenbuch der Rebsorten. 13., neubearbeitete Auflage. Fachverlag Fraund, Mainz 2003, ISBN 3-921156-53-X.

Einzelnachweise

Kategorie:Neuzüchtung (Rebsorte)