Helmut Rosenbauer (* 14. Juni 1936 in Nürnberg; † 5. Mai 2016 in Göttingen) war ein deutscher Astrophysiker. Er war von 1977 bis 2004Dr. Helmut Rosenbauer tritt in den Ruhestand - Neuer Institutsname ab 1. Juli 2004. Pressemitteilung Max-Planck-Institut für Sonnensystemforschung, 22. Juni 2004. Direktor am Max-Planck-Institut für Aeronomie (MPAe) in Katlenburg-Lindau. Sein größter Erfolg war die Konzeption und das wissenschaftliche Programm des Landegeräts Philae im Rahmen der Mission Rosetta zum Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko.

Leben

Helmut Rosenbauer studierte Elektrotechnik, Fachrichtung Nachrichtentechnik an der Technischen Universität München und promovierte dort mit einem plasmaphysikalischen Thema zum Dr.-Ing.

1967 begann er am Max-Planck-Institut für extraterrestrische Physik in Garching zu arbeiten. Dort konzipierte, entwickelte und baute er mit seiner Arbeitsgruppe Instrumente, um Sonnenwind sowie niederenergetische Ionen und Elektronen in der Magnetosphäre der Erde zu messen. Mit diesen Instrumenten nahm er Teil an den Missionen HEOS 2 sowie Helios 1 und 2.Jahresbericht Max-Planck-Institut für Aeronomie. 1980.

Von 1977 bis 2004 war Helmut Rosenbauer Direktor am Max-Planck-Institut für Aeronomie (MPAe) in Katlenburg-Lindau. Neben gemeinsamen Projekten mit der ESA und NASA arbeitete er in den 1980er Jahren mehrfach mit sowjetischen Wissenschaftlern zusammen. Er lieferte wesentliche Beiträge zu den Weltraum-Missionen Ulysses,Jahresbericht Max-Planck-Institut für Aeronomie. 1991. Giotto,Jahresbericht Max-Planck-Institut für Aeronomie. 1982. PhobosJahresbericht Max-Planck-Institut für Aeronomie. 1985. und Mars 96.Jahresbericht Max-Planck-Institut für Aeronomie. 1991.

Helmut Rosenbauers letztes Projekt und größter Erfolg war die Konzeption und das wissenschaftliche Programm des Landegeräts Philae60 Jahre Forschung in Lindau 1946–2006. Copernicus Publications, 2007, ISBN 978-3-936586-65-7, S. 129ff.Raumsonde Rosetta: Die abenteuerliche Reise zum unbekannten Kometen. Franckh-Kosmos Verlag, 2014, ISBN 978-3-440-13083-4, S. 104ff. im Rahmen der Mission Rosetta. Philae ist 2014 auf dem Kometen 67P/Churyumov-Gerasimenko gelandet und war angetreten, die Herkunft von Aminosäuren auf der Erde zu klären.

Nach ihm ist der Asteroid 16243 Rosenbauer benannt.

Er war verheiratet und hatte vier Kinder.

Veröffentlichungen (Auswahl)

mit N. Shutte, I. Apáthy u. a.: mit H. Miggenrieder, M. Montgomery u. a.:

mit C.-Y. Tu, E. Marsch: mit M. Hilchenbach: Mission Philae – Mit Mechanik zu den Anfängen des Sonnensystems. In Kultur & Technik. Nr. 4, 2004, S. 18–21 (www.deutsches-museum.de; PDF). mit F. Goesmann, R. Roll, H. Böhnhardt:

Literatur Harald Krüger: Helmut Rosenbauer – 14. Juni 1936 – 5. Mai 2016. Nachrufe 2016, Beileger zum Jahresbericht der Max-Planck-Gesellschaft 2016. 2017, S. 10–11.

Weblinks ESA Television: Helmut Rosenbauer Dr. Helmut Rosenbauer tritt in den Ruhestand - Neuer Institutsname ab 1. Juli 2004

Einzelnachweise

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