+ Hinweise zur Nutzung der Liste Diese Liste enthält Musiker, Titel und deren Komponist(en), Datum des Eintritts in die Charts, Verweildauer in den Charts und höchste Position (abgekürzt HP). Die Voreinstellung erfolgt alphabetisch nach den Interpreten. Darüber hinaus kann sie nach dem Titel, Charteinstieg, Verweildauer, Position und Label sortiert werden.
Die Liste der Singles in den Billboard-Charts (1944) ist eine vollständige Liste der Songs, die sich im Kalenderjahr 1944 in den von Billboard veröffentlichten Charts der USA platzieren konnten. Als Neuerung wurde neben den seit 1940 etablierten Verkaufscharts ab dem 19. Februar 1944 eine zusätzliche wöchentliche Liste für die erfolgreichsten Songs nach Jukebox-Einnahmen eingeführt.The Billboard, February 19. 1944, p. 16 (abrufbar im Archiv der American Radio History) Bei der Aufstellung ist zu beachten, dass sich in den Billboard-Charts A- und B-Seite eines Tonträgers auch einzeln platzieren konnten; in diesem Fall werden sie in dieser Liste entsprechend separat aufgeführt. Die Angaben zur Anzahl der Wochen sowie der Bestplatzierung entsprechen dem Zeitrahmen des jeweiligen Kalenderjahres und bilden somit nur eine Teilstatistik ab. Im Jahr 1944 platzierten sich insgesamt 132 Songs.
mini|links|Harry James bei der Probe zur Coca Cola Radio Show, New York, zwischen 1946 und 1948, Bild: William P. Gottlieb 1944 waren die großen Bigbands der Swingära zwar nicht mehr auf den vordersten Plätzen der US-Charts vertreten; die landesweit bekannten Orchester von Charlie Barnet, Jimmy & Tommy Dorsey, Benny Goodman, Jimmie Lunceford, Glenn Miller und Artie Shaw waren aber immer noch im Geschäft; vertreten in den Charts waren auch das Casa Loma Orchestra, Earl Hines and His Orchestra, Woody Herman and His Orchestra und Cootie Williams and His Orchestra sowie die Bands von Cab Calloway, Lionel Hampton, Lucky Millinder, Stan Kenton, Louis Prima und Freddie Slack. Ausnahmen blieben bei den Hit-Platzierungen die Position 1 für den Oldie „I’ll Get By (As Long as I Have You)“ von Harry James von 1941.
Erfolgreicher waren nun kleine Combos, wie das Trio des Pianisten und Sängers Nat „King“ Cole („Straighten Up and Fly Right“, Capitol), Louis Jordan & His Tympani Five („G. I. Jive“, Decca) vor allem jedoch die Vokal-Solisten und Ensembles wie Bing Crosby („Swinging on a Star“), die Andrews Sisters („Don't Fence Me In“, mit Bing Crosby), Ella Mae Morse, Ella Fitzgerald und die Ink Spots („Into Each Life Some Rain Must Fall“), die Mills Brothers („You Always Hurt the One You Love“), das Vokalquartett Merry Macs mit „Mairzy Doats“ (#1), Judy Garland („The Trolley Song“) und Dinah Shore („I’ll Walk Alone“).Gerhard Klußmeier: Jazz in the Charts. Another view on jazz history.Liner Notes und Begleitbuch der 100-CD-Edition. Membran International GmbH. ISBN 978-3-86735-062-4
Als Perry Como seinen ersten Vertrag mit RCA Victor unterzeichnete, war dies während des Streiks der Musiker von 1942 bis 1944, auch als American Federation of Musicians Recording ban bekannt. Sänger wie Crosby, Frank Sinatra und Como, die nicht Mitglieder der Musikergewerkschaft waren, blieben von dem Aufnahmeverbot unberührt.Malcolm Macfarlane, Ken Crossland: Perry Como: A Biography and Complete Career Record. 2015, S. 311 So wurden Como und andere Sänger zwar bei Live-Auftritten oder Rundfunk-Shows von Musikern begleitet, nicht so im Plattenstudio. Ein Weg, den damals die Plattenindustrie gefunden hatte, um das Problem zu umgehen, bestand darin, die Bands durch verschiedene Vokalgruppen zu ersetzen, die bei Aufnahmen zur Verfügung standen.Nathan Catchpole: Lyrics and How They Inspire Me. 2011
Das Aufnahmeverbot in der Kriegszeit, (1948 gefolgt von einem weiteren Streik) hatte Rekordverkäufe der Musikindustrie vereitelt. Das Schallplatten kaufende Publikum war frustriert, was noch verschärft wurde durch den Streit über die Aufnahmetechnik zwischen Columbia Records und RCA Victor. Die zunehmend von Hollywood dominierte Musikindustrie zog es vor, die nicht-Swing-beeinflusste Musik zu fördern.David W. Stowe: Swing Changes: Big-band Jazz in New Deal America. Cambridge (Ms), Haward University Press 1994 S. 278 Schließlich, zwei Tage nach den Präsidentschaftswahlen in den Vereinigten Staaten 1944 und fast 27 Monate nach Beginn des Aufnahmeverbots, kapitulierten RCA und Columbia und unterzeichneten den Vertrag über die Lizenzgebühren. Mit dem Ende des Zweiten Weltkrieges trat die Musikindustrie in eine neue Ära des Wohlstands ein. 1945 verkaufte man 165.000.000 Schallplatten, bis 1946 waren es 275.000.000, und die Produktion von 1947 betrug 350.000.000.Harry Paul Warner: Radio and Television Law: A Standard Reference Book. 1948 mini|Bing Crosby bei einem Auftritt im Rahmen der Truppenbetreuung im August 1944 in London
Nach Pearl Harbor stürzten sich die Songschreiber der Tin Pan Alley darauf, den Great American War Song zu schreiben – ein Over There für den Zweiten Weltkrieg. Die beliebtesten Songs waren jedoch weiterhin romantische Balladen, Escape-Melodien oder Novelty Songs. Um dem abzuhelfen, schuf die Bundesregierung das National Wartime Music Committee, eine Beratergruppe des Office of War Information (OWI), die „richtige“ Kriegslieder sowie Tipps zum Schreiben und Schreiben von Texten vorstellte. Das Musikgeschäft bildete auch ein eigenes Musikkriegskomitee, um Kriegslieder zu promoten.Kathleen E.R. Smith: God Bless America: Tin Pan Alley Goes to War. University Press of Kentucky, 2003, S. 165
Bereits als klar wurde, dass die Vereinigten Staaten in den Zweiten Weltkrieg eintreten würden, war der Patriotismus in der Bevölkerung stark und beeinflusste die Popkultur, einschließlich der Musikindustrie. Bereits 1938 hatte Kate Smith eine Version von Irving Berlins Song God Bless America veröffentlicht, der die Charts anführte und 1940 und 1942 erneut veröffentlicht wurde. Künstler wie die Andrews Sisters und Bing Crosby veröffentlichten Songs, die sich auf Militär und Krieg bezogen, wie den 1941 Boogie Woogie Bugl„“e Boy und 1943 Shoo-Shoo Baby sowie Crosbys I’ll Be Home for Christmas. Viele Songs bezogen sich direkt auf den Krieg wie Sammy Kayes Remember Pearl Harbor aus dem Jahr 1942 oder Johnny Mercers G.I. Jive aus dem Jahr 1944. Wenn sie sich nicht direkt auf den weltweiten Konflikt bezogen, deuteten die Lieder des Kriegszeit oft auf ein Gefühl von Verlust und Sehnsucht an und konzentrierten sich auf die Entfernung zwischen Liebhabern und das Warten auf die Soldaten, um nach Hause zurückzukehren. Einer der populärsten Songs dieser Art war „I’ll Be Seeing You“ von Shirley Temple, aus dem gleichnamigen Filmdrama von William Dieterle;Vgl. The Oxford Essential Guide to World War II, hrsg. von William L. O’Neill. Berkley Books, 2002 weitere Beispiele hierfür sind I'll Walk Alone (1944) von Dinah Shore und Till Then der Mills Brothers. Andere Songs konzentrierten sich darauf, eine hohe Moral zu fördern, indem sie zu einer optimistischen Stimmung beitrugen oder den Feind satirisch zu bekämpften, wie im Lied Der Fuehrer's Face (1943) von Spike Jones & His City Slickers oder Kay Kyser mit seinen Songs Praise the Lord und Pass the Ammunition aus demselben Jahr. Viele dieser Lieder waren damals auch in Kriegsfilmen zu sehen, die sehr beliebt waren.Music Styles, Bands and Artists During the 1940's bei The People’s History
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