Anke Tegtmeyer (* 16. November 1934 in Hamburg; † 16. März 2024 in KölnVon der Familie verschickte Trauerkarte.) war eine deutsche Schauspielerin und Hörspielsprecherin.

Wirken Anke Tegtmeyer, Tochter eines Hamburger Schriftstellers und Theaterkritikers, wirkte ab Mitte der 1950er Jahre unter anderem an den Theatern in Münster, Wuppertal, Berlin (Theater am Kurfürstendamm), Augsburg und Wiesbaden, bevor sie von 1969 bis 2006 als Mitglied des Ensembles des Kölner Schauspiels auf der Bühne stand.Vgl. Deutsche Bühnen-Jahrbücher ab 1955. 2016 spielte sie an den Hamburger Kammerspielen. Zwischen 1959 und 1994 wirkte sie zudem in Spielfilmen, Fernsehfilmen und Fernsehserien mit. Seit 1960 war sie außerdem regelmäßig in unterdessen über 60 Hörspielaufzeichnungen deutscher Rundfunkanstalten zu vernehmen.

Darüber hinaus hat sie für die Westdeutsche Blindenhörbücherei in Münster eine größere Anzahl von Büchern auf analoge Tonträger aufgesprochen, darunter das Tagebuch der Anne Frank, Ich denke oft an Piroschka von Hugo Hartung und Pique Dame von Alexander Puschkin. Die noch erhaltenen 21 Hörbücher sind inzwischen digitalisiert worden und können von Blinden und stark sehbehinderten Menschen als DAISY-Hörbücher bei den Blindenhörbüchereien ausgeliehen werden.

Anke Tegtmeyer war mit dem Schauspieler Werner Rundshagen verheiratet.

Theaterrollen (Auswahl) 1958/59: Henrik Ibsen: Hedda Gabler – Regie: Hermann Herrey (Wuppertaler Bühnen) 1962/63: Tennessee Williams: Die Glasmenagerie – Regie: Dieter Munck (Städtische Bühnen Augsburg) 1981: Peter Greiner: Kiez – Regie: Walter Bockmayer (Schauspiel Köln) 1985: Stefan Dähnert: Erbe um Erbe – Regie: Peter Kock (Schauspiel Köln) 2000: "Schmerz, lass nach" 100 Jahre Aspirin (Revue) – Regie: Uwe Hotz (Schauspiel Köln) 2010: Andrea Bleikamp: Altersfragen – Regie: Andrea Bleikamp (Wehrtheater Köln) 2011: Andrea Bleikamp: Weis(s)heit – Regie: Andrea Bleikamp (Wehrtheater Köln) 2012: Anna Gavalda: Zusammen ist man weniger allein – Regie: Harald Weiler (Altonaer Theater) 2016: Ronald Harwood: Quartetto – Regie: Hansgünther Heyme (Hamburger Kammerspiele)

Filmografie (Auswahl) 1959: Mein Freund Harvey (Fernsehfilm) 1960: Zum Geburtstag (Fernsehfilm) 1961: Spiel um Job (Fernsehfilm) 1961: Der entscheidende Augenblick (Fernsehfilm) 1966: Nur einer wird leben (Fernsehfilm) 1966: Vorsicht Falle! (Fernsehserie, 1 Folge) 1966: Der Mitbürger (Fernsehfilm) 1967: Liebesgeschichten (Fernsehserie, 1 Folge) 1977: Aus einem deutschen Leben 1988: Im Jahr der Schildkröte 1994: Die Wache (Fernsehserie, 1 Folge)

Hörspiele (Auswahl) 1960: Malcolm Hulke, Paice Eric: Treibjagd – Regie: Edward Rothe 1967: Herbert W. Franke: Meuterei auf der Venus – Regie: Reinhard Zobel 1968: Pierre Gascar: Das Glück in der Lüge – Regie: Klaus Mehrländer 1968: Katherine MacLean: Irrtum ausgeschlossen – Regie: Claus Villinger 1968: Alain Franck: Edwards Erben – Regie: Reinhard Winkler 1971: Pierre Frachet: Mord nach Maß – Regie: Claus Villinger 1974: Anthony Taylor: Digby – Regie: Heinz Dieter Köhler 1978: Hans Gerd Krogmann: Wanderer Fantasie – Regie: Hans Gerd Krogmann 1978: Raoul Wolfgang Schnell: Im Zirkus – Regie: Raoul Wolfgang Schnell 1979: George Etherege: Viel Lärm um Liebe – Regie: Thomas Köhler 1980: Hans Gerd Krogmann: Apfelbaum und grüner Zweifel – Regie: Hans Gerd Krogmann 1981: Hein Bruehl: Mit leicht gestutzten Flügeln – Regie: Hein Bruehl 1983: Jerzy Tuszewski: Festung Breslau – Regie: Jerzy Tuszewski 1984: Wang Meng: Der Schmetterlingstraum – Regie: Heinz Dieter Köhler 1985: Hubert Wiedfeld: Nach Otjikunino – Regie: Norbert Schaeffer 1985: Samuel Kahiga: Nächtliche Begegnung – Regie: Heinz Dieter Köhler 1986: Hüseyin Erdem: Das Feuer wird nie erlöschen – Regie: Hein Bruehl 1986: Gudrun Mebs: Sonntagskind – Regie: Manfred Brückner 1987: Rolf Defrank: Der Antrag – Regie: Heinz Wilhelm Schwarz 1988: Nelson Rodrigues: Der Todeskuß – Regie: Hans Gerd Krogmann 1989: James Saunders: Ein Tag beim Zahnarzt – Regie: Heinz Dieter Köhler 1991: Lothar Meyer: Fast ein natürlicher Tod – Regie: Hein Bruehl 1991: Anthony Burgess: Das Treffen in Valladolid – Regie: Hans Gerd Krogmann 1992: Karlheinz Koinegg: Die Augen der heiligen Clara – Regie: Hans Gerd Krogmann 1994: Günter Westerhoff: Abkehr mit Martinshorn – Regie: Klaus-Dieter Pittrich 1994: Thomas Fuchs: Dr. Eisenbarth – Regie: Manfred Brückner 1995: Michael Molsner: Schwarze Hochzeit – Regie: Burkhard Ax 2001: Alexander Sergejewitsch Puschkin: Jewgeni Onegin (3 Teile) – Regie: Peter Rothin 2002: Felix Thijssen: Cleopatra (2 Teile) – Regie: Norbert Schaeffer 2009: Sabine Schwiers: Geschichten vom Johannes-Hof (4 Teile) – Regie: Rolf Mayer 2015: Eugen Egner: Der späte Bus – Regie: Angeli Backhausen

Weblinks

Literatur Paul S. Ulrich: Biographisches Verzeichnis für Theater, Tanz und Musik. Bd. 2. Berlin Verlag Arno Spitz, Berlin 1997, S. 1869. Glenzdorfs internationales Film-Lexikon. Biographisches Handbuch für das gesamte Filmwesen. Prominent-Filmverlag, Bad Munder (Diester) 1960, S. 1715. Wilhelm Kosch: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch. Kleinmayer, Klagenfurt und Wien 1953ff., S. 2516. Deutsches Bühnen-Jahrbuch 1955ff. Ingrid Bigler-Marschall: Deutsches Theater-Lexikon. Biographisches und bibliographisches Handbuch., De Gruyter, Berlin und Boston 2019, Nachtragsband 7, S. 210 (abgerufen über De Gruyter Online).

Einzelnachweise

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