mini|St.-Michaels-Kirche Die St.-Michaels-Kirche in Prudnik (Neustadt (Oberschlesien)) steht am Plac Farny (vor 1945 Obere Kirchstraße).

Geschichte Die bereits 1321 als Marienkirche erwähnte spätere Pfarrkirche St. Michael diente während der Reformation von 1554 bis 1627 als evangelisches Gotteshaus. Nach einem Brand wurde sie 1612–1638 wieder aufgebaut. 1730–1738 wurde sie im Stil des Spätbarock nach Entwurf des Architekten Johann Innozenz Töpper neu errichtet. Die Steinmetzarbeiten schuf Johann Georg Höhenstein, die Wandmalereien 1735 Felix Anton Scheffler. Die Fresken in der Sakristei, in der Weidingerkapelle, im Chor und Langhaus schuf zwischen 1898 und 1900 der Frankensteiner Kunstmaler Josef Krachwitz. Der Hauptaltar mit den Statuen der Vier Kirchenväter entstand um 1740. Das gerahmte Altargemälde Mariä Himmelfahrt ist eine Stiftung des Leubuser Abtes Konstantin Beyer. Es wurde von Christian Philipp Bentum geschaffen.Beata Lejmann: Philip Christian Bentum malarz śląskiego baroku. ISBN 978-83-7543-033-2, S. 205. Die Kanzel mit engelbesetztem Schalldeckel und Standbild der hl. Barbara entstanden ebenfalls um 1740; den Kreuzweg schuf der Neisser Maler Ferdinand Winter in der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts. Das Patronatsgestühl stammt aus dem 17. Jahrhundert. Das Gemälde Christus im Gefängnis wurde 1651 von Propst Heinrich Frosius gestiftet.

Literatur Georg J. Reimann: Die Pfarrkirche St. Michael zu Neustadt OS (= Führer zur schlesischen Kirchen. Nr. 34). Breslau 1938. Dehio-Handbuch der Kunstdenkmäler in Polen. Schlesien. Deutscher Kunstverlag, München u. a. 2005, ISBN 3-422-03109-X, S. 768f.

Weblinks

Parafia św. Michała Archanioła w Prudniku Alte und neue Bilder (fotopolska.eu) Alte und neue Bilder (polska-org.pl)

Einzelnachweise

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