Atua ist die Bezeichnung für die Götter und Geister der Polynesier: Māori, Hawaiianer und anderer. Das polynesische Wort bedeutet wörtlich „Macht“ oder „Stärke“. Das Konzept, das dahintersteht, ist vergleichbar mit dem austronesischen „Mana“. Heute wird es auch für das monotheistische Konzept von Gott verwendet. Besonders mächtige atua sind:George McLean, Vensus A. George: Paths to The Divine: Ancient and Indian. 2008. ISBN 9781565182486
Rongo – Gott des Ackerbaus und des Friedens Tane – Schöpfer alles lebendigen (Tiere, Vögel, Bäume) Tangaroa – Gott des Meeres Tu – Gott des Krieges Whiro – Gott der Dunkelheit und des Bösen
In Samoa ist die Bedeutung von atua insgesamt „Gott“. Das traditionelle Peʻa (Tätowierung) wurde ebenfalls mit dem göttlichen Prinzip in Verbindung gebracht, jedoch eher Schutzgeistern zugeordnet.Friedrich Ratzel: The History of Mankind. MacMillan 1896. Auf der Insel Upolu in Samoa gibt es ebenfalls einen politischen Bezirk (itūmālō) mit dem Namen Atua.
Verwandte Wörter in anderen austronesischen Kulturen sind: Polynesisch „aitu“, Mikronesisch „aniti“, Bunun „hanitu“, Filipino und Tao „anito“, sowie Malaiisch und Indonesisch „hantu“ oder „antu“.Leberecht Funk: Monster Anthropology in Australasia and Beyond. Entanglements between Tao People and Anito on Lanyu Island, Taiwan. In: Y. Musharbash & G.H. Presterudstuen, Palgrave Macmillan 2014: 143–159. ISBN 9781137448651 doi:10.1057/9781137448651_9
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