mini|Wegkreuz im Ort (2025) Suchawa () ist ein Dorf in der polnischen Woiwodschaft Ermland-Masuren. Es gehört zur Gmina Barciany (Barten) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg).

Geographische Lage Suchawa liegt in der nördlichen Mitte der Woiwodschaft Ermland-Masuren, 20 Kilometer nördlich der Kreisstadt Kętrzyn ().

Geschichte Ortsgeschichte Das heutige Suchawa – ab 1785 Groß Sausgörken, nach 1820 Adlig Sausgörken genannt und nach 1871 ohne Zusatzbezeichnung geschrieben – wurde vor 1484 gegründet.Dietrich Lange, Geographisches Ortsregister Ostpreußen (2005): Sausgörken Im Jahre 1484 wurde es in einer Erneuerungshandfeste erwähnt.Suchawa - Sausgörken bei ostpreussen.net Die Gegend ist wohl altes Siedlungsland gewesen. So fand man im Jahre 1935 hier zwei Steinäxte und ein Feuersteinbeil.

Als 1874 der Amtsbezirk Skandlack () errichtet wurde, wurden die Landgemeinde Sausgörken und der Gutsbezirk Sausgörken eingegliedert.Rolf Jehke, Amtsbezirk Skandlack/Sausgörken Er war Teil des Kreises Rastenburg im Regierungsbezirk Königsberg in der preußischen Provinz Ostpreußen. Am 30. September 1928 schlossen sich die Landgemeinde und der Gutsbezirk Sausgörken sowie der Gutsbezirk Skandlack mit Teilen von Jäglack (Amtsbezirk Jäglack) zur neuen Landgemeinde Sausgörken zusammen. Am 8. April 1929 erfolgte darum die Umbenennung des Amtsbezirks Skandlack in Amtsbezirk Sausgörken.

In Folge des Zweiten Weltkriegs wurde 1945 der Ort wie auch das das gesamte südliche Ostpreußen Teil Polens. Das Dorf wurde in Suchawa umbenannt und ist heute eine Ortschaft in der Landgemeinde Barciany (Barten) im Powiat Kętrzyński (Kreis Rastenburg), bis 1998 der Woiwodschaft Olsztyn, seither der Woiwodschaft Ermland-Masuren zugehörig.

Einwohnerzahlen Jahr Dorf Gut Gesamt 1820 97 97Sausgörken bei GenWiki 1885 85 168 253 1905 40 180 220 1910 52 182 234 1933 379 1939 360 2006 160 2011 112Wieś Suchawa w liczbach

Amtsbezirk Sausgörken (1929–1945) Als der Amtsbezirk Sausgörken entstand, gehörten zwei Gemeinden dazu. Das blieb so bis 1945: Deutscher Name Polnischer Name Meistersfelde Gęsiki Sausgörken Suchawa

Kirche Bis 1945 war Sausgörken in die evangelische Kirche Barten in der Kirchenprovinz Ostpreußen der Kirche der Altpreußischen Union sowie in die katholische Kirche Rastenburg im damaligen Bistum Ermland eingepfarrt.

Heute gehört Suchawa im Blick auf beide Konfessionen zu Barciany – im jetzigen katholischen Erzbistum Ermland bzw. in der Diözese Masuren der Evangelisch-Augsburgischen Kirche in Polen.

Verkehr Suchawa liegt an einer Nebenstraße, die von Gęsiki (Meistersfelde) nach Skandławki (Skandlack) führt. Bis 1945 war der Ort Bahnstation an der Bahnstrecke Barten–Nordenburg, die von den Rastenburger Kleinbahnen betrieben wurde, nach dem Krieg jedoch nicht reaktiviert wurde.

Trivia Der Schriftsteller Arno Surminski (im Nachbarort Jäglack (polnisch Jegławki) geboren) beschreibt diesen Teil Ostpreußens in seinen Romanen. Dabei erwähnt er häufig auch Sausgörken.

Weblinks

Historische Aufnahmen von Sausgörken

Fußnoten

Kategorie:Ort der Woiwodschaft Ermland-Masuren Kategorie:Gmina Barciany