Jambo war eine Zeitschrift des Kolonialen Jugendausschusses, die als „koloniale Monatsschrift der jungen Deutschen“ ab 1925 monatlich erschien.

Titel, Inhalte und Verbreitung Jambo ist eine Grußformel in der Sprache Swahili. Die Zeitschrift enthielt Berichte aus den ehemaligen deutschen Kolonien, Abenteuergeschichten im Stil des Kolonialromans und Nachrichten aus dem Verbandsleben der deutschen kolonialen Jugendbewegung. Vereinzelt waren auch afrikanische Erzählungen dabei. Diese Inhalte wurden um revisionistische Merksätze über die vermeintliche Notwendigkeit von Kolonien angereichert. Für die Herausgabe von Jambo erhielt der Koloniale Jugendausschuss eine Förderung der Abteilung für koloniale Angelegenheiten des Auswärtigen Amtes. Vor allem im Umfeld der DKG bildeten sich Lesegemeinschaften, die an Schulen zusammen mit Lehrkräften Inhalte aus Jambo behandelten.

Die Zeitschrift erreichte nach eigenen Angaben im Jahr 1930 30.000 Leser, deren Zahl zumindest bis 1933 zurückging.

Erschienene Ausgaben (unvollständig)

Schiff ahoi (5. Jahrgang 1928, Heft 8. August) Auf Sprengpatrouille nach der Uganda-Bahn (5. Jahrgang 1928, Heft 9. September) Steppenwanderers Weihnachten (5. Jahrgang 1928, Heft 12. Dezember) Auf Wildschweinjagd (6. Jahrgang 1929, Heft 2. Februar) Goldgräbers Weihnachten (6. Jahrgang 1929, Heft 12. Dezember) Kamelopardalis (Südwestafrika) (7. Jahrgang 1930, Heft 5. Mai)

Literatur Susanne Heyn: Kolonial bewegte Jugend – Beziehungsgeschichten zwischen Deutschland und Südwestafrika zur Zeit der Weimarer Republik. transcript Verlag, Bielefeld 2018, ISBN 978-3-8376-4265-0, S. 9f. und passim.

Weblinks

Einzelnachweise

Kategorie:Medien (deutsche Kolonialgeschichte) Kategorie:Jugendzeitschrift (Deutschland) Kategorie:Deutschsprachige Monatszeitschrift Kategorie:Antiquarische Zeitschrift (Deutschland) Kategorie:Ersterscheinen 1924 Kategorie:Erscheinen eingestellt 1942