Dieser Artikel behandelt die 2019 erschienene, 14-teilige zweite Staffel der US-Fernsehserie Star Trek: Discovery.

Episoden

Kritik

An der zweiten Staffel lobten Kritiker die Darstellung des Captains durch Anson Mount. Zum Beispiel meinte Ralf Döbele bei fernsehserien.de, dass Mount mit seiner Darstellung „Autorität, Herzlichkeit und Gravitas“ verströme.Ralf Döbele: Warum „Star Trek: Discovery“ weiterhin keine großartige Serie ist – es aber noch werden könnte, in: fernsehserien.de vom 19. April 2019, abgerufen am 9. Juni 2019 Als einen „Gewinn für die Serie“ lobte ihn der Kritiker Matthias Halbig in den Schaumburger Nachrichten.Matthias Halbig: „Star Trek: Discovery“ – Jetzt geht’s zu den Engeln, in: Schaumburger Nachrichten vom 18. Januar 2019, abgerufen am 9. Juni 2019

Im IT-Magazin golem.de äußerte sich der Rezensent Tobias Költzsch zufrieden über die Staffel: Sie sei insgesamt „sehr gelungen“ und reich an Facetten, Wendungen und Überraschungen. Im Vergleich zur ersten Staffel gebe es eine akzeptablere, weil weniger Raum einnehmende Menge an Actionsequenzen und wirke das Staffelende „wesentlich besser durchdacht“, „geordneter und nachvollziehbarer“.Tobias Költzsch: Der alte J.-J.-Abrams-Trick funktioniert immer, in: golem.de vom 23. April 2019, abgerufen am 9. Juni 2019

Etliche Kritiker gaben sich jedoch nicht vollständig zufrieden mit der Staffel und konstatierten insbesondere erzählerische Schwächen. Döbele etwa meinte, dass die Serie in dieser Staffel „noch immer […] unter einer Schieflage zwischen emotionalen Charaktermomenten und Action-Inferno sowie unter ausgeprägter Hetzerei“ leide, „der nicht nur konsequente Figuren-Entwicklung, sondern immer wieder auch der ordentliche, sinnvolle Aufbau einzelner Szenen geopfert“ würden. Die Macher hätten es etwa versäumt, „wirkungsvoll zu erforschen“, wie sich Michael Burnhams Position in der Kommandohierarchie der Sternenflotte „auf einen noch derart jungen Offizier auswirkt“. Stattdessen jagten sie Burnham „von einem Trauma durch das nächste.“ „Control“, die künstliche Intelligenz aus der Zukunft, sei „mit zahlreichen Logik-Löchern und nicht klar umrissener Motivation für die Vernichtung allen Lebens“ behaftet und vermittele „das Gefühl eines blassen, modernisierten Abklatsches der Borg“. Ärgerlich und der Bedeutung Star Treks widersprechend sei es, das Thema „künstliche Intelligenz auf derart simplistische Art und Weise als Feind zu dämonisieren“.

Im IT-Magazin heise online kritisierte Fabian A. Scherschel die Handlung als „so zusammengeschustert, […] dass man von Plot-Löchern gar nicht mehr reden“ könne, betonte mehrfach „eklatante Plot-Schwächen“ und fragte mit Unverständnis zum Beispiel: „Wieso weiß Pike am Anfang der Staffel, dass es sieben Lichtsignale gibt, wenn Burnham sie offensichtlich zu verschiedenen Zeitpunkten auslöst, von denen sechs im Moment von Pikes Aussage in der Zukunft liegen?“ Der aus Voyager bekannte Kunstgriff am Ende der zweiten Staffel, die Discovery „einfach mal kurzerhand“ dahin zu „verschieben, wo keine Föderation und keine störenden Plot-Konsequenzen lauern“, mache unverständlicherweise „bis auf ein paar zwischenmenschliche Konflikte innerhalb der Crew alle bisher erlebten Abenteuer bedeutungslos“ – das ist ein Kritikpunkt, der zum Beispiel auch im US-Unterhaltungsmagazin Entertainment Weekly geäußert wurde.Fabian A. Scherschel: Star Trek Discovery: In der 2. Staffel den Plot versemmelt, in: heise online vom 24. April 2019, abgerufen am 9. Juni 2019

In der New York Times beanstandete der Kritiker Sopan Deb den auch von Scherschel bemängelten Umstand, dass die Discovery am Staffelende den Zeitsprung in die Zukunft durchführt, obwohl „Control“ bzw. Leland zu dem Zeitpunkt von Georgiou schon getötet worden ist. Die letzte Episode sei „ein uneinheitliches Finale für eine uneinheitliche Serie“, so Deb. Obwohl sicherlich eine Verbesserung gegenüber der ersten Staffel, sei die Serie nach wie vor auf der Suche nach einem Fundament.Sopan Deb: ‘Star Trek: Discovery’ Season 2, Episode 14: Virtue Signaling, in: The New York Times vom 18. April 2019, abgerufen am 9. Juni 2019, Originalzitat: „an uneven finale for an uneven show“

Bei Entertainment Weekly bewertete der Kritiker Darren Franich die Staffel mit der Note C- auf der US-Schulnotenskala und kritisierte sie als schlechter als die erste Staffel sowie als „überfüllt mit schlaffen Handlungsteilen, die ewig brauchten, um ins Nirgendwo zu führen“: Während Burnham auf der Suche nach ihrem Halbbruder Spock war, sei es nur um Spock gegangen, nach seiner Ankunft hingegen nur um die Sphäre.Darren Franich: Star Trek: Discovery finale review: A limp season 2 ends with a baffling bang, in: Entertainment Weekly vom 18. April 2019, abgerufen am 9. Juni 2019, Originalzitat: „overstuffed with limp plot points that took forever to go nowhere“

Literatur

Weblinks Staffel 2 bei fernsehserien.de Staffel 2 in der Internet Movie Database

Einzelnachweise

Discovery