Claude Binyon (* 17. Oktober 1905 in Chicago, Illinois, Vereinigte Staaten; † 14. Februar 1978 in Glendale, Kalifornien, Vereinigte Staaten) war ein US-amerikanischer Drehbuchautor und Filmregisseur.
Leben und Wirken Binyon studierte an der University of Missouri und begann seine berufliche Laufbahn in den frühen 1920er Jahren als Journalist. Anfänglich war er für den in seiner Geburtsstadt Chicago beheimateten Examiner tätig, anschließend (ab 1925) schrieb er für das Showbusiness-Fachblatt Variety und knüpfte so rasch erste Kontakte zum Filmgeschäft nach Hollywood. Obwohl seit 1932 auch als Drehbuchautor in Los Angeles tätig, blieb Binyon bis zu seinem Lebensende Variety als Autor verbunden.
Als Filmschriftsteller steuerte Claude Binyon vor allem die Manuskripte zu Lustspielen, Komödien und Filmmusicals bei und feierte seine größten Erfolge in den 1930er und 1940er Jahren in Zusammenarbeit mit den Komödienspezialisten Wesley Ruggles und Mitchell Leisen. Stars von Binyon-Komödien waren so beliebte Darsteller wie Claudette Colbert, Carole Lombard, Bob Hope, Clifton Webb, Bing Crosby, Fred Astaire, Mexikos Cantinflas und sogar der üblicherweise nicht gerade komödienaffine John Wayne (in Land der tausend Abenteuer). Binyon unternahm aber auch gelegentliche Ausflüge ins dramatische Fach und lieferte die Vorlagen zu so unterschiedlichen Streifen wie Die zweite Mutter und China-Story.
In den Jahren 1948 bis 1956 versuchte sich Claude Binyon, der in den Jahren 1942 bis 1945 nebenbei seinen Militärdienst als Captain im Army Pictorial Center in Astoria (Queens) abgeleistet hatte, überdies als Filmregisseur – alles in allem mit eher durchwachsenem Erfolg.
Filmografie als Drehbuchautor (Auswahl):
1932: Wenn ich eine Million hätte (If I Had a Million) 1933: College Humor 1933: Gambling Ship 1934: Meine Damen, zugehört! (Ladies Should Listen) 1934: Search for Beauty 1934: Many Happy Returns 1935: Das Mädchen, das den Lord nicht wollte (The Gilded Lily) 1935: Frauen – Launen (The Bride Comes Home) 1935: Mississippi 1935: Eine Frau von 20 Jahren (Accent on Youth) 1936: Die zweite Mutter (Valiant Is the Word for Carrie) 1937: Pariser Bekanntschaft (I Met Him in Paris) 1937: Ein Mordsschwindel (True Confession) 1938: Sing, You Sinners 1939: Invitation to Happiness 1940: Ein Ehemann zuviel (Too Many Husbands) 1940: Arizona (Arizona) 1941: Du gehörst zu mir (You Belong to Me) 1942: Liebling, zum Diktat (Take a Letter, Darling) 1942: Musik, Musik (Holiday Inn) 1943: This Is the Army 1943: Dixie 1943: Keine Zeit für Liebe (No Time for Love) 1944: And the Angels Sing 1945: Incendiary Blonde 1946: Cross My Heart 1947: Die widerspenstige Gattin (Suddenly, It’s Spring) (auch Produktion) 1948: The Saxon Charm 1950: My Blue Heaven 1950: Stella 1952: Casanova wider Willen (Dreamboat) 1952: Down Among the Sheltering Palms 1954: Die Welt gehört der Frau (Woman’s World) 1956: Ohne Liebe geht es nicht (You Can’t Run Away from It) 1958: Keine Angst vor scharfen Sachen (Rally ’Round the Flag, Boys!) 1960: Land der tausend Abenteuer (North to Alaska) 1960: Pepe – Was kann die Welt schon kosten (Pepe) 1961: China-Story (Satan Never Sleeps) 1964: Prinzgemahl im Weißen Haus (Kisses for My President)
als Filmregisseur (komplett): 1948: The Saxon Charm 1948: Fünf auf Hochzeitsreise (Family Honeymoon) 1950: Mother Didn’t Tell Me 1950: Stella 1952: Aaron Slick from Punkin Creek 1952: Casanova wider Willen (Dreamboat) 1953: Here Come the Girls 1956: Screen Directors Playhouse: It’s a Most Unusual Day (Fernsehfilm)
Literatur International Motion Picture Almanac 1965. Quigley Publishing Company, New York 1964, S. 24.
Weblinks Nachruf in The New York Times (englisch)
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