Jeebel gehört zur Ortschaft Riebau und ist ein Ortsteil der Hansestadt Salzwedel im Altmarkkreis Salzwedel in Sachsen-Anhalt.

Geographie

Das altmärkische Dorf Jeebel liegt 8 Kilometer östlich von Salzwedel am Graben aus Jeebel, der nach Norden in das Fauna-Flora-Habitat-Gebiet „Landgraben-Dumme-Niederung nördlich Salzwedel“ fließt. Jeebel ist ein kurzes Straßendorf mit kleinen Erweiterungen im Südwesten und Südosten. Nachbarorte sind Riebau und Groß Chüden.

Geschichte Mittelalter bis Neuzeit Im Jahre 1381 wurde her Johann Gebell, Rector der Kirchen zu Sant Jacob in Stendal als Zeuge in einer Urkunde genannt.

Das Dorf selbst wurde im Jahre 1440 als Jebel erwähnt. Hartwig, Bürger in Salzwedel, erhält das Angefälle über Güter in zwei Dörfern für die von der Schulenburg. Einige Jahre später, 1446, wurde über einen Tausch des Dorfes Jebel zwischen dem Kloster Dambeck und den von der Schulenburg berichtet. Weitere Nennungen sind 1541 Gebel, 1551 Hebel, 1579 Jebell, 1687 Jebell und 1804 Jebel.

Ersterwähnung 1375 Ob der Beleg Jebeo im Landbuch der Mark Brandenburg von 1375 zu Jeeben oder zu Jeebel gehört, da sind sich die Experten nicht einig. Ernst Fidicin und Johannes Schultze sind für Jeeben, Wilhelm Zahn und Joachim Stephan sind für Jeebel.

Vorgeschichte Die Großsteingräber bei Jeebel wurden spätestens im 19. Jahrhundert zerstört.

Eingemeindungen Ursprünglich gehörte das Dorf zum Arendseeischen Kreis der Mark Brandenburg in der Altmark. Zwischen 1807 und 1813 lag es im Landkanton Salzwedel auf dem Territorium des napoleonischen Königreichs Westphalen. Ab 1816 gehörte die Gemeinde zum Kreis Salzwedel, dem späteren Landkreis Salzwedel.

Am 20. Juli 1950 wurde die Gemeinde Jahrsau aus dem Landkreis Salzwedel in die Gemeinde Jeebel eingemeindet. Am 25. Juli 1952 wurde die Gemeinde Jeebel aus dem Landkreis Salzwedel in den neu errichteten Kreis Salzwedel umgegliedert. Am 1. Januar 1963 wurde die Gemeinde Jeebel zusammen mit ihrem Ortsteil Jahrsau in die Gemeinde Riebau eingemeindet.

Mit der Eingemeindung von Riebau nach Salzwedel am 1. Januar 2010 kam der Ortsteil Jeebel zur Stadt Salzwedel und zur gleichzeitig neu errichteten Ortschaft Riebau.

Einwohnerentwicklung Gemeinde Jahr Einwohner 1734 92 1774 91 1789 94 1798 112 1801 83 1818 70 1840 125 1864 139 1871 144 Jahr Einwohner 1885 113 1892 117 1895 127 1900 124 1905 121 1910 110 1925 135 1939 125 1946 186

Quelle, wenn nicht angegeben, bis 1946:

Ortsteil Jahr Einwohner 2014 79 2015 77 2020 86 2021 81 2022 84 2023 84

Religion Die evangelischen Christen aus Jeebel gehörten früher zur Kirchengemeinde Riebau und damit zur Pfarrei Groß Chüden. Heute gehören die Evangelischen aus Jeebel zum Pfarrbereich Salzwedel-St. Georg im Kirchenkreis Salzwedel im Bischofssprengel Magdeburg der Evangelischen Kirche in Mitteldeutschland.

Kultur und Sehenswürdigkeiten mini|Kirche in Jeebel In der Liste der Kulturdenkmale Salzwedel sind für Jeebel zwei Kulturdenkmale aufgeführt, darunter die evangelische Dorfkirche Jeebel, ein kleiner Feldsteinbau aus dem 13. Jahrhundert ohne Turm; sie ist eingepfarrt nach Riebau.

Vereine Der Himmelfahrtverein Jeebel e. V. organisiert das Jeebeler Kartoffelfest. Seit Anfang der 1990er Jahre hatte der Verein die Jeebeler Himmelfahrts-Party in der Himmelfahrtsscheune organisiert mit drei Tagen Zelttanz und einem Programm für Familien.

Wirtschaft und Infrastruktur Der Hof Jeebel mit etwa 30 Mitarbeitern handelt seit 2005 mit Biosaatgut und Pflanzkartoffeln.

Literatur

Weblinks

Riebau und Jeebel. salzwedel.de

Einzelnachweise

Kategorie:Geographie (Salzwedel) Kategorie:Ort im Altmarkkreis Salzwedel Kategorie:Ehemalige Gemeinde (Altmarkkreis Salzwedel) Kategorie:Gemeindeauflösung 1963 Kategorie:Ersterwähnung 1440